Ideen für eine Ausstellung

     
 


Was wollen wir vermitteln?

Ordnungen des Wissens wiegen uns in Sicherheit, sind beruhigende Sedative, Tranquiliser gegen allfällige Kontingenzerfahrungen. Diese Mentalität wollen wir verunsichern.

Ordungsysteme sind ein Fall von »Willen zur Macht«, sind unbarmherzig, dienen zur Pasteurisierung und Homogenisierung des Vitalen. Und doch ...

Ordnen ist ankämpfen gegen das Naturgesetz der Entropie. Der Zustand, zu dem alles drängt, ist eigentlich das Chaos.

Du selbst (zum Ausstellungsbesucher gesagt) bist eine Enzyklopädie! Hast du Dir einmal überlegt, wie Du Dein Wissen in Dir und auf Deinem Schreibtisch, im Bücher- oder Gewürzgestell usw. organisierst, so dass Du nicht bei jedem Suchzugriff ewig lang suchen musst?

Wieviel scheinbar vergessenes Wissen tragen wir in uns herum?

Es soll in der Ausstellung auch Raum sein für die ›Schaulust‹ an gediegenen Exponaten: Bücher, Wunderkammern, ...

letztes Update PM Juni 09


 
     
 


Geben Sie bitte bei jedem Vorschlag für ein Ausstellungsprojekt an:

(1) Was für ein Exponat soll gezeigt werden?
(2)
In welche Aktionen wird das Austellungspublikum dabei involviert?
(3) Welche technischen Mittel werden dazu benötigt? Wartungsaufwand?

(4) Was am Problemkreis ›Speichern, Ordnen, Wissensvermittlung‹ wird damit illustriert?

(5) Ihren Namen als Teilprojektbearbeiter/in

Schicken sie den Vorschlag an enzyklopaedie[at]hotmail[dot]com

 
     
 


Überblick:


»Labyrinth des Wissens«

»Wer bringt das Wissen zur Enzyklopädie?«
»Tarzan & Kaspar Hauser«
» Nasser Hund«
»Vier Ansichten eines bunten Strausses«
»Utopie der Wissensgesellschaft«
»Ornithorhynchus anatinus«
»Frontispizien«
»Juicy fruits auf der Titanic«
»Wunderkammern«
»Schwarzer Peter«
»Stoy-Puzzle«
»Enzyklopenberg«
»Mahlgemeinschaft«
»Briobahn«
»Extension Machine«

 
     
 


Vorschlag »Labyrinth des Wissens«

(1)/(2) Um in die Ausstellung zu gelangen, muss der Besucher seinen Weg durch ein Labyrinth suchen. — Nachtrag (20.1.04): Von einer erhöhten Stelle aus überblickt man das Ganze.

d’Alembert, »Discours Préliminaire« (1751): Il n'en est pas de même de l'ordre encyclopédique de nos connaissances. Ce dernier consiste à les rassembler dans le plus petit espace possible, et à placer, pour ainsi dire, le philosophe au-dessus de ce vaste labyrinthe dans un point de vue fort élevé d'où il puisse apercevoir à la fois les sciences et les arts principaux; voir d'un coup d'oeil les objets de ses spéculations et les opérations qu'il peut faire sur ces objets (Skizze: K.B.)

(3) Aus Holzbrettern, mit Bildern und Zitaten zum Thema ›Wissen‹ versehenen Stellwänden, mit Querverweisen, die bestimmte Pfade entlang- und in die Irre führen.

(4) Einstimmung in die Unübersichtlichkeit.

(5) Karin Bauer

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Vorschlag »Wer bringt das Wissen zur Enzyklopädie?«

(1) Fotos, ›Steckbrief‹, Artikel von Autorinnen und Autoren von Enyzklopädie-Artikeln, die in der Ausstellung verfasst wurden auf Computer-Bildschirmen.

(2) Es werden drei Computerterminals aufgestellt. An jedem Terminal können die Besucher einen vorgebenen (pro Computer einen) Begriff beschreiben, so als würden sie einen Eintrag für eine Enzyklopädie verfassen.
Apfel — ein Konkretum
Ehe (oder Kind) — ein Konstrukt
Wilhelm Tell — eine mehr oder weniger historische Figur
Diese Beschreibungen werden in einer Datenbank gesammelt in der die Besucher auch ihre eigenen Daten angeben (Alter, Geschlecht, Beruf, Nationalität). – Die verfassten Einträge mit den Daten ihrer Verfasser werden laufend auf einem Fernsehbildschirm gezeigt.

(3) Es wird ein Computernetzwerk benötigt an dem die drei Terminals angeschlossen sind. An einem separaten Computer werden die Einträge zentral erfasst und gezeigt.

(4) Gibt es Verbindungen zwischen dem Eintrag in der Enzyklopädie und dessen Schreiber? Es stellt sich die Frage nach den Wissens- und Ordnungssystemen der Schreiber: Was ist ihre Vorbildung, ihr Hintergrund, was macht sie zu ›Experten‹? Je nach Auswahl der Begriffe die zu definieren sind, werden vom Besucher unterschiedliche Wissenssysteme herangezogen. Wie beschreiben die Besucher die Begriffe, was ist nach ihrer Meinung eine generelle allgemeingültige Definition der Begriffe? Das Alter, das Geschlecht, der Beruf und auch ihre Herkunft kann interessantes über die Wissens- und Ordnungssysteme der Besucher vermitteln.

(5) Barbara Sunkler

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Vorschlag »Tarzan & Kaspar Hauser«


(1) Es gibt immer wieder Erzählungen von Leuten, deren einziger Lehrmeister die Natur ist: Tarzan, Kaspar Hauser, Mogli

(2) Wie haben diese Leute ihr Wissen erworben? Wie können sie es tradieren?

(3)

(4)

(5) Andrea B. Studer

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Vorschlag » Nasser Hund«

(1) Auf einem Regal werden 12 Flacons mi duftenden Essenzen dargeboten (an feinen Ketten, damit sie nicht wegkommen); angeschrieben mit A B C bis L. Daneben befindet sich in reichweite der Ketten ein Tisch mit verschiedenen Angeboten eines Ordnungsrasters (wie Setzkästen, in die man die Flacons stellen kann): ein rechteckiges Raster 3 x 4, ein Kreis, ein Stern mit 6 Strahlen zu zwei Kästchen usw. Die Kästchen sind numeriert: Re 1 bis 12; Kr 1 bis 12; St 1 bis 12.

(2) Der Besucher soll die Flacons ordnen und auf einem vorpräparierten Blatt angeben, was er wohin gestellt hat, also z.B. A - St 3; B - St 4 usw. Pro Flacon darf er ein Stichwort notieren. Das Geschelcht und Alter des Besuchers soll auch erfasst werden.

(3) Flaschen mit einem Gitterverschluss, durch den man schnuppern kann. Die Duftstoffe können bei der Firma Givaudan (producer of fragrances and flavours) bezogen werden. Einfache Bastelarbeit aus Holzlatten. Fotokopien zur Dokumentation der Ergebnisse. Die ausgefüllten Bogen werden beim Verlassen an der Kasse abgegeben und von uns später erfasst.

(4) Düfte sind - wenn sie ohne Erzeuger dargeboten werden - sprachlich nicht verortet, ausserdem ist kaum eine Semantik geschweige denn ein Ordnungssystem vorgegeben. Jede ordnende Leistung stammt vom ›Riechenden‹. Es wäre interessant, wie viele Ordnungsmuster zusammenkommen und wer wie ordnet.

(5) P.Michel

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Vorschlag »Vier Ansichten eines bunten Strausses«

(1) In einer Kiste, deren Wände je ein Guckloch haben, werden vier Pflanzen dargeboten: ein Kaktus – eine Rose – ein Weisser Germer* – ein Lauch. Die vier Wände sind beschriftet mit: die botanische Perspektive / die Sicht des Apothekers / ich möchte Blumen schneken / aus kulinarischer Sicht. Ein geeignetes Filter lässt immer nur den Blick auf eine bestimmte Pflanze zu.
*) Bilder von Heilplfanzen

(2) Der Betrachter sieht aus jeder Perspektive nur die jeweils interessierende Pflanze, z.B. aus der botanischen Perspektive die sukkulente Pflanze, aus der kulinarischen Sicht wohl kaum die Rose usw. Der Einblick in die vier Gucklöcher zeigt indessen, dass mehrere Pflanzen in der Schachtel sind, und die Perspektivität des Blicks.
Diderot im Artikel ›Encyclopédie‹: Le nombre des systèmes possibles de la connoissance humaine est aussi grand que celui des points de vue. Le seul, d’où l’arbitraire seroit exclu, c’est le système qui existait de toute éternité dans la volonté de Dieu. – (Das wäre dann der einblick von oben in die Schachtel.)

(3) Sperrholz, vier Pflanzenpräparate, transparente Folien. Wartungsaufwand null.

(4) Die Perspektivität der Wahnrehmung

(5) PM

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Vorschlag: »Utopie der Wissensgesellschaft«

(1) Tommaso Campanella (1568–1639) beschreibt in seiner Utopie »La Città del Sole« (1623 erschienen) einen Idealstaat, in dem das Wissen und die Wissensverwaltung eine wichtige Rolle spielt. – Die utopische Stadt ist in Gestalt von 7 Ringmauern angelegt; man betritt sie durch vier Tore und Straßen. Die Mauern sind nach den 7 Planeten benannt. Die Mitregentin Weisheit hat die Mauern aussen und innen mit Gemälden schmücken lassen, welche die Wissenschaften darstellen. Es gibt so viele Amtspersonen der Weisheit, wie es Wissenschaften gibt: je einen Astrologen, Kosmographen, Arithmetiker, Geometer, Historiographen, Dichter, Logiker, Rhetor, Grammatiker, Arzt, Physiker, Politiker, Moralisten.
Dise Struktur bauen wir als Modell nach:

(2) Keine; bloßes Betrachten.

(3) Mit geeigneten Fotokopien (historische Stiche) beklebte Pappe auf einem Grundbrett. kein Wartungsaufwand.

(4) Es handelt sich (a) um eine räumliche Diosposition des enzyklopädischen Wissens. (b) Literarische Utopien entwerfen gerne auch systematische Wissensgesellschaften, vgl auch Francis Bacon, »New Atlantis« (erstmals erschienen 1626). Was einmal utopisch gedacht ist, kann auch Wirklichkeit werden.

(5) PM

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Vorschlag »Ornithorhynchus anatinus«

(1) Gezeigt wird das Linnéschen System in Tabellenform

Würmer

Insekten
Fische
Amphibien
Vögel
Säugetiere
ohne Skelett
harter Panzer
mit Kiemen atmend
mit Lungen atmend
gefiedert, 2 Beine, Schnabel, eierlegend,
säugen nicht

pelzig,
4 Beine,
haben Zähne,
lebendgebärend,
säugen die Jungen

offener Blutkreislauf
eine Herzkammer, kaltes Blut
2 Herzkammern, warmes Blut
farbloses Blut
rotes Blut
das Reich der Tiere

und eine Beschreibung eines Tiers von Dr. George Shaw (London 1799), mit Balg des seltsamen Wesens. Daneben weitere Kompositwesen aus Plinius-Edition (Frankfurt: Sigmund Feyerabend 1656) u.a.

(Bildquelle: www.latrobe.tas.gov.au/ warrawee.htm)
das Tier legt Eier die Weibchen säugen die Jungen
es hat einen Schnabel wie eine Ente es ist vierfüssig und trägt Pelz



(2) Die Ausstellungsbesucher werden gebeten, im Auftrag der Naturwissenschaftlichen Akademie von NN ein Antwortschreiben an Herrn Dr. Shaw zu verfassen

(3) Fotokopien, Bücher, Platypus-Bald aus Plüsch, Schreibpaier mit Briefkopf der Akademie und der ersten Zeile: »Sehr geehrter Herr Dr. Shaw, ....«

(4) Wenn etwas Neues nicht ins vorhandene System passt, gibt es zwei Reaktionsweisen:
entweder man leugnet das Neue (und schreibt Herrn Dr. Shaw einen Brief, er solle doch mit seinen Hirngespinsten abfahren, oder das sei doch nur Fake und er wolle die ehrenwerte Akademie ver***en) – oder man ändert das System (das ist weitaus mühsamer).

(5) Herren / Michel

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Vorschlag »Frontispizien«

(1) Frontispizien berühmter Enzyklopädien im Original, hier z.B. Gregor Reisch, Margarita Philosophica, Basel 1508

(2) Auf einem Computerbildschrim sind einzelne Teile des Bildes klicksensitiv; beim Darüberfahren mit dem Mauspfeil erscheint ein erklärendes Textfeld

(3) alte Drucke im Glasvitrine, Computer mit Maus

(4) In Tiitelblätern (auch im Inneren) inszenieren Enzyklopädien oft eine Vision des Gesamtwissens. Das Arrangement der Figuren (meist Personifikationsallegorien) ist verräterisch: bei Herrad ist die Theologie zuoberst, bei Diderot / d’Alembert die Vérité

(5) PMichel, in der Hoffnung das Silvio Frigg hilft

Die Philosophie mit den 3 Köpfen: Naturphilosophie, Moralphilosophie und Metaphysik
Die Sieben Freien Künste mit ihren Atrributen
Die 4 Kirchenväter Augustinus, Gregor, Hieronymus, Ambrosius
Aristoteles als Vertreter der Naturphilosophie; Seneca als Vertreter der Moralphilosophie

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Vorschlag »Juicy fruits auf der Titanic«

(1) Eine Bibliothek auf einem Luxusdampfer. Es stehen (Atrappen von) Enzyklopädien bereit, dazwischen echte Bände, die nur ›juicy friuts‹ enthalten: besonders brisante Einträge, z.B. Tilgung der Liebschaften Katharinas der Großen (Brockhaus 1874 in einem Exemplar in St.Petersburg) oder Fake-Einträge, z.B. den Artikel zum Musiker Otto Jägermeier (in Riemanns Musik-Lexikon) oder den Artikel subtiehl in J. Mittelstraß’ Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie, oder die Steinlaus (Petrophaga lorioti) und andere U-Boote.

(2) Publikum sitzt auf Sofas und liest zwecks Bildung bzw. Unterhaltung.

(3) Blindbände, Fotokopien, Sofa, Luxusdampfer

(4) Manipulation von sog. Allgemeinwissen

(5) Ines Prodöhl

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Vorschlag »Wunderkammern«

(1) Wunderkammerexponate (von tierischen Präparaten bis zur Kunstkammer), Teile von heutigen Sammlungen (von Kaffeerahmdeckeli- bis zum Kunstsammlung).

(2) Hörstationen mit normativen Beschreibungen von Wunderkammern (zum Beispiel Domenico Remps: Kunstkammerschrank, 2. H. 18. Jh., Florenz, Museo dell'Opificio delle pietre dure) und Wunderkammererlebnisberichten, Interviews mit heutigen Sammlern:

Wunderkammer-Spiel (ev. virtuell: man muss sich eine eigene Wunderkammer/Sammlung zusammenstellen, entweder sehr spezialisiert oder generalisierend als Abbild der Welt)

(3)

(4) Geschichte der Wunderkammer von den Anfängen im 15. Jh. über die Hoch-Zeit im 17./18. Jh. bis zu heutigen Formen des Sammelns, in denen man sich möglichst spezialisiert. — Geschichte des Sammelns, Wandel der Ansprüche an eine Sammlung als Spiegel des Umgangs mit Wissen. — Was sind die Antriebe der Sammler? Was wollen sie mir ihren Sammlungen erreichen?

(5) Nanina Egli

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Vorschlag »Schwarzer Peter«

(1) Es liegen Spielkarten für ein ›Quartett‹ auf, aber nicht gängige, sondern LEHHRREICHE, wie folgt:

Jahreszeiten Frühling Sommer Herbst Winter
Elemente Erde Wasser Feuer Luft
Kardinaltugenden Klugheit Tapferkeit Gerechtigkeit Mäßigung
Evangelisten Matthäus Markus Lukas Johannes
Attribute der Evangelisten Engel Löwe Rind Adler
Himmelsrichungen Norden Osten Westen Süden
Paradiesesflüsse Phison Geon Tigris Euphrat
Unterweltsflüsse Phlegeton Lethe Styx Acheron
Kirchenväter Ambrosius Augustinus Hieronymus Gregor
Erzengel Gabriel Raphael Uriel Michael
Quadrivium Arithmetik Musik Geometrie Astronomie
Säftelehre nach Galen Blut Galle weißer Schleim gelber Schleim
Temperamente Sanguiniker Melancholiker Phlegamtiker Choleriker
Schriftsinne der Bibel-Exegese litteralis allegoricus tropologicus anagogicus
Farben der Spielkarten Herz Karo Kreuz Pik
Farben der Spielkarten Rose Eichel Schelle Schild
Weltreiche nach der Vision des Daniel Kap.2 goldenes Haupt silberne Brust bronzene Hüften tönerne Füße
Weltreiche nach der Vision des Daniel Kap.7 Löwe Bär Panther Elefant
die vier Letzten Dinge Tod Gericht Himmel Hölle
die 4 heiligen Bücher im Islam Thora [thawrat] Psalter [zabur] Evangelium [injil] Qur'an
die 4 rechtgeleiteten Kalifen (in der Sunna) Abu Bakr 'Umar 'Uthman Ali
die 4, die nicht vom Islam abgefallen sind (in der Schia) Salman al-Farisi 'Ammar Miqdad Abu Dharr
die Winde Eurus Notus Boreas Zephyr
Grundrechenoperationen Addition Subtraktion Multiplikation Division
die vier Erdteile Europa Asien Africa America
vier Ursachen causa materialis causa formalis causa efficiens causa finalis
         

Man kann Quartett spielen: jeder Spieler darf von einem Mitspieler eine bestimmte Karte verlangen, um ein Quartett zu ergänzen. Hat der Angefragte die Karte, so muss er sie hergeben und der fragende Spieler darf erneut jemanden fragen. Wer ein Quartett hat, darf es ablegen. Gewinner ist, wer bei Spiel-Ende am meisten Quartette abgelegt hat. Die guten Spieler prägen sich im Laufe des Spiels ein, wer was wünscht und wer was nicht hat.

Man kann auch ›Schwarzer Peter‹ spielen: jeder Spieler zieht aus dem Fächer seines Nachbars zwei Karten. Wenn er ein Quartett komplettieren kann, legt er es ab. Dann kommt der andere Nachbar an die Reihe, um zu ziehen. Wer am Schluss die einzige Karte mit dem Bild des Teuxels übrig hat, ist der Verlierer.

Oder: Es werden 12 Karten offen auf den Tisch gelegt; jeder Spieler bekommt 5 Karten (jenachdem wie viele Spieler mitspielen mehr oder weniger); der Rest bleibt verdeckt auf einem Stapel. Wer in seinem Blatt eine zu einer auf dem tisch liegende Karte hat, legt sie darauf. Wer die vierte drauflegen kann, hat einen Stich gemqacht, nimmt das Quarett zu sich und darf vom Stapel eine neue Karte nehmen. Wer am meisten Stiche gemacht hat, gewinnt.

(2) Spielerisches Ergänzen von (Halb-)Wissen, geleitet durch zusammenpassende Bilder. Die Vierzahl ist das Symbol der Einheit, folglich auch des Enzyklopädischen...

(3) Fotokopien auf Karton

(4) Viele Dinge werden in Zahlenreihen (Ternare, Septenare usw.) zusammengestellt, was einen Vollständigkeitsanspruch abgibt.

(5) Regula Forster und Paul Michel

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Vorschlag »Stoy-Puzzle«

(1) Johann Sigmund Stoy (1745–808), Bilder-Akademie für die Jugend. Abbildung und Beschreibung der vornehmsten Gegenstände der iugendlichen Aufmerksamkeit - aus der biblischen und Profangeschichte, aus dem gemeinen Leben, dem Naturreiche und den Berufsgeschäften, aus der heidnischen Götter- und Alterthums-Lehre, aus den besten Sammlungen guter Fabeln und moralischer Erzählungen - nebst einem Auszuge aus Herrn Basedows Elementarwerke. In vier und fünfzig Kupfertafeln und zweyen Bänden Erklärung herausgegeben von J. S. Stoy, Prof der Pädagogik in Nürnberg, Nürnberg 1784. (Reprint mit einem Begleittext von Othmar Hicking, Andernach: KARI, 1999.)


27. Tafel: Das Opfer des Propheten Elia (1. Kön 18)

(2) Die Besucher erfahren durch ein Puzzle, wie Stoy die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Bildern auf einer Tafel beschrieben hat. Dazu werden die einzelnen Bilder einer Tafel als Einzelstücke präsentiert. (Zusätzlich Präsentation einer ganzen Tafel.)
Nun gilt es für den Besucher, Zusammenhänge zwischen den einzelnen Bildern einerseits und zwischen Hauptbild und den Einzelbildern andererseits zu erkennen. Auf der Rückseite kann mittels Beschriftung und jeweils gleichen Farben kontrolliert werden, ob der Besucher die Ordnungsstruktur Stoys durchschaut hat.


Das Luftschiff. Die Taucherglocke

(3) Eine Tafel wird ausgewählt, diese wird als Gesamtbild gezeigt.
Zusätzlich wird von jedem Teilbild eine kleine Tafel" angefertigt. (Holz, Kunststoff, Karton ...) Auf der Rückseite sind die Zusammenhänge nach Stoy eingetragen mit verschiedenen Farben.


Tarick und Thirza

(4) Die Ordnungsstruktur von Stoys Bildtafeln erkennen.
Erkennen, dass Ordnen nach vorher festgelegten Kriterien erfolgen muss. Diese sind abhängig von Person und Zeit, in der dieselbe lebt.

(5) karin bauer

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Vorschlag »Enzyklopenberg«

(1) Ein Berg von ungeordneten Enyzklopädien (Printmedien),

(2) in dem die Besucher wühlen können.

(3) Bei Antiquaren zum Kilopreis unvollständige alte Enzyklopädien ankaufen und in einem Raum stapeln.

(4) Der Wust des Wissens. Wozu ist es gut? Nützt es, wen man keine Frage hat?

(5) François de Capitani

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Vorschlag »Mahlgemeinschaft«

(1) ?

(2) In eine vorbereitete Graphik einzeichnen, wie das Assoziationsgeflecht ›Mahlgemeinschaft‹ bei Höhlenbewohnern / bei den Inuit / Raubrittern / Hexen / ... aussähe.

(3) ?

(4) Die Assoziationsgeflechte, die soziale Handlungen mit lägerer Dauer umgeben, sind geschichtlichem Wandel unterworfen. So gibt es wohl seit den Höhlenbewohnern Einladungen zu Mahlgemeinschaften, aber zu jeder Zeit muss der Gastgeber andere Dinge bedenken.




(5) PM < Anregung von FdC

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Vorschlag »Briobahn«

(1) Spielzeugeisenbahn mit Weichen in einer Vitrine, die die Verzweigungen in einem taxonomischen System simuliert; dazu eine Computersimulation: Blick vom Führerstand einer Strassenbahn auf die Strecke mit Wegweisern: ›seelenlos‹ | ›beseelt‹, usw.

(2) Gesucht werden sollen Informationen, die sich in den ›Zielbahnhöfen‹ befinden, beispielsweise zu: »Schatten«, »Schmutz«, »Maske«, »Ursprung«, »Menschenfresser«

(3) Computer; ausgestellte Bücher: Alsted, Zwinger, Dewey

Briobahn mit Weichen

(4) Taxonomische Klassifikationen lassen sich abbilden als Weg, der sich immer weiter über Weichen verzweigt. Wer eine Information sucht, gleicht dem Wagenführer, der sich bei jeder Weiche sich entscheiden muss, ob er links oder rechts weiterfahren will --- am Ende des Geleises ›findet sich‹ (eventuell) die gesuchte Information.

(5) PM

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Vorschlag »Extension Machine«

(1) Ein Trainingsgerät, z.B.


Quelle: nbmedicalcenter.com/medx.htm

(2) Überlegen Sie sich alle denkbaren Implikationen, die mit einem solchen Ding zusammenhängen:

    • Physiologie, Anatomie
    • Wie hoch ist der Einsatz für die persönliche Wellness?
    • soziale Ausstrahlung im Umfeld von KollegInnen
    • rechtliche Aspekte (Versicherung)
    • Wie viele Arbeitsplätze werden mit solchen fitness centers geschaffen?
    • usw.

(3) 1 Exponat

(4) Wir sind im Alltag umgeben von enzyklopädischen Wissensnetzen, von denen wir meist gar nichts merken. --- »Das Laufband könnte auch einen Charakterzug vom Wesen des Wissens darstellen: es erscheint eine gewisse Zeit, verschwindet, erschient wieder gleich oder in anderer Zusammensetzung.«

(5) Margrit Lehmann (wenn ich sie richtig interpretiert habe ...)

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Vorschlag »«

(1)

(2)

(3)

(4)

(5)

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