Boethius von Π nach Θ

     
 

Boethius (* um 480/485; † zwischen 524 und 526)

»Consolatio Philosophiae«, prosa 1:

Während ich solche Gedanken still für mich im Herzen bewegte und meine jammernde Klage mit dem Schreibgriffel aufzeichnete, da erschien mir zu Häupten eine Frauengestalt von ehrfurchtgebietender Hoheit, mit glühenden Augen von so durchdringender Kraft, wie sie sonst den Menschen nicht eigen ist. Frisch war ihre Gesichtsfarbe und unerschöpft ihre Körperkraft, obgleich sie schon ein so langes Leben hinter sich zu haben schien, daß man sie kaum noch unserem Zeitalter zurechnen konnte. Ihre Gestalt war eine wechselnde. Bald nämlich schrumpfte sie auf das gewöhnliche Maß der Menschen zusammen, bald wieder schien sie mit der Höhe des Scheitels die Wolken zu berühren. Hätte sie das Haupt noch höher erhoben, so wäre sie in den Himmel selbst eingedrungen und den Blicken der Menschen entschwunden.

Ihre Kleider waren von den dünnsten Fäden, aber aus unverwüstlichem Stoff, mit der feinsten Kunstfertigkeit gewebt und zwar, wie sie mir später erzählte, das Werk ihrer eigenen Hände. Äußerlich zeigten sie indes die Verschossenheit eines vernachlässigten Alters, verwitterten und bestaubten Gemälden vergleichbar. Im untersten Saum war der griechische Buchstabe P, im obersten ein Th eingewirkt zu lesen und zwischen beiden wurden gewisse, in Form einer Treppe angeordnete Stufen sichtbar, mittelst deren, wie es schien, ein Aufstieg von dem unteren zu dem oberen Buchstaben stattfinden sollte.

Uestes erant tenuissimis filis subtili artificio indissolubili materia perfectae, quas, uti post eadem prodente cognoui, suis manibus ipsa texuerat; quarum speciem, ueluti fumosas imagines solet, caligo quaedam neglectae uetustatis obduxerat. Harum in extremo margine Π Graecum, in supremo uero Θ legebatur intextum atque inter utrasque litteras in scalarum modum gradus quidam insigniti uidebantur, quibus ab inferiore ad superius elementum esset ascensus.

Was die beiden Buchstaben bedeuten sollen, sagt Boethius nicht. Die Kommentatoren waren verschiedener Meinung, vgl. Grubner S.68f.

Lat. Text nach der Ausgabe von Gegenschatz / Gigon:
> http://www.fh-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost06/Boethius/boe_con0.html

Es gibt mehrere deutsche Übersetzungen.
Übersetzung durch Richard Scheven von 1893:
> http://www.zeno.org/nid/20009159215

 
     
 

Handschriftlicher Befund

In Handschriften aus dem 10. Jh. sind am Rand eine Leiter mit den beiden Buchstaben Pi und Theta gezeichnet:

Ausschnitt aus der Hs. Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 179 (482)
> http://www.e-codices.unifr.ch/en/sbe/0179/98/0/Sequence-985

Ausschnitt aus der Boethius-Hs. Vatikan, Biblioteca Apostolica Vaticana, Pal. lat. 1581 Fol. 2v
> http://bibliotheca-laureshamensis-digital.de/bav/bav_pal_lat_1581

Die Form des Theta Ø ist für die Zeit nicht außergewöhnlich,

vgl. Carl Faulmann, Das Buch der Schrift, enthaltend die Schriftzeichen und Alphabete aller Zeiten und aller Völker des Erdkreises, Wien 1880
> https://archive.org/stream/bub_gb_3XMIAAAAQAAJ#page/n186/mode/1up

sowie den Passus Isidor, Etymologien, I,i,6: Post quem Simonides Melicus tres alias adiecit Ψ.Ξ.Θ. in der Etymologien-Hs. Cod. Sang. 231 (um 880/890)
> http://www.e-codices.unifr.ch/de/csg/0231/15/0/Sequence-416

Es gibt Unterschiede in der Anzahl Leiterstufen und darin, ob und wie sie in den Kommentaren benannt werden.

Der Text ist mehrfach visualisiert worden. Die Buchstaben werden dabei verschieden wiedergegeben.

Zur Deutung von Pi und Theta dies vorweg: Ein ehrwürdiger Ahne ist Aristoteles, der praktisches und theoretisches Wissen unterscheidet. Es gibt mehrere weitere solche Statements in der lat. Antike. Boethius selbst schreibt in seinem Porphyrkommentar I,3, es gebe zwei Gattungen von Philosophie, una que theoretica dicitur, altera quae practica. id est speculativa et activa.

Pi könnte nach anderen Exegeten auch für politikai aretai (Tugenden des Bürgers) stehen; und Th für theia arete (auf Gott bezogene Tugend).

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Notker

Hier der Kommentar von Notker dem Deutschen († 1022); (zu seinen lateinischen Quellen vgl. Tax 2008)

  • Der von Boethius übernommene und in eine natürliche Wortordnung gebrachte Text hier blau;
  • nach Ü althochdeutsche Übersetzung
  • nach K Kommentare (Notker allegorisiert – seiner lat. Quelle (vestes .i. artes liberales) folgend die Kleidung, und er deutet die beiden Buchstaben)

K Íro uuât . táz sínt artes liberales.
[…]
Harum in extremo margine. legebatur intextum grecum.
Ü Ze níderôst án dero uuâte . stûont kescríben taz chrîecheska p.
K Táz pezéichenet practicam uitam. táz chît actiuam.

In superiore uero legebatur ?.
Ü Ze óberôst stûont theta.
K Tíu bezeichenet theoreticam uitam. dáz chît contemplatiuam.

Atque inter utrasque literas uidebantur insigniti quidam gradus in modum scalarum.
Ü Únde únderzwískên pûohstáben . stûonden sámo-so léiter-sprózen gezéichenet . álde stégôn stûofâ.

Quibus esset ascensus . ab inferiori ad superius elementum.
Ü Áfter dîen man stîgen máhti . fone demo níderen pûohstábe ze demo óberen.
K Uuánda sancti únde sapientes . fárent fóne actiua vita . ad contemplatiuam.

Ausschnitt aus der entspr. Seite aus dem Codex Sangallensis 825
> http://www.e-codices.unifr.ch/en/csg/0825/8/0/Sequence-673

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Die Septem artes liberles

Notker: Íro uuât . táz sínt artes liberales.

Sind die Septem Artes ein • Präsentationsmodus von Lehrbüchern oder ein • epistemologisches System, oder handelt es sich bei der stereotypen Abfolge um ein • Curriculum? — Diese Frage ist aus den bildungsgeschichtlichen Quellen (seit wann gibt es Stundenpläne?) nicht so leicht zu beantworten.

Isidor von Sevilla, »Etymologiae« I,ii zählt schlicht auf: Disciplinae liberalium artium septem sunt. Prima grammatica, id est loquendi peritia. Secunda rhetorica, quae propter nitorem et copiam eloquentiae suae maxime in civibus quaestionibus necessaria existimatur. Tertia dialectica cognomento logica, quae disputationibus subtilissimis vera secernit a falsis. Quarta arithmetica, quae continet numerorum causas et divisiones. Quinta musica, quae in carminibus cantibusque consistit. Sexta geometrica, quae mensuras terrae dimensionesque conplectitur. Septima astronomia, quae continet legem astrorum.

Auch Cassiodor, »Institutiones«, hat diese Reihenfolge: Grammatik – Rhetorik – Dialektik – Arithmetik – Musik – Geometrie – Astronomie. Er schreibt, man müsse zuerst von … sprechen, dann von … (primum nobis dicendum est de arte grammatica, … secundo de arte rhetorica …); d.h. die Abfolge repräsentiert den Aufbau des Lehrbuchs.

Martianus Capella, »De nuptiis Philologiae et Mercurii« hat eine etwas andere Reihenfolge: Philologia erhält als Brautgabe von Merkur die Artes als sieben Dienerinnen, in folgender Reihenfolge: Grammatik (Buch III) – Dialektik (IV) – Rhetorik (V) – Geometrie (VI) – Arithmetik (VII) – Astronomie (VIII) – Harmonia (IX) .

Richer von Reims (spätes 10.Jh., Historiarum libri III) »beschreibt den Unterricht so, daß man sich die Fächer nicht nur sachlich aufeinander aufbauend, sondern auch im Unterricht zeitlich nacheinander folgend vorstellen muß.« (Uta Lindgren, Artikel »Artes liberales« in; Historisches Wörterbuch der Rhetorik, Band 1, Tübingen 1992, Spalten: 1080–1109.)

Hugo von Sankt Viktor spricht im »Didascalicon« von der Einteilung der Wissenschaften (II,1 und III,1), ohne sie in eine curriculäre Abfolge zu bringen. Im Kapitel VI,3, wo er von seiner eigenen Studienzeit erzählt, geht es darum, dass der Student zuerst das Fundament der historia lernen soll, bevor er die Bibel im geistlichen Sinn auslegt.

Es sind verschiedene Allegorien zur Darstellung der Septem artes entwickelt worden:

die Allegorie der 7 Säulen des Hauses der Weisheit (sapientia aedificavit sibi domum excidit columnas septem Proverbia 9,1)

die Septem artes als sieben Töchter der Sapientia (vgl. unten zum Titelbild bei Gregor Reisch)

die Artes als Stationen einer Reise auf dem Weg der Seele von der Unwissenheit zum Himmelreich bei Honorius Augustodunensis, »De animae exsilio et patria« (PL 172, 1241–1246) aus der ›regio dissimilitudinis‹ ins Himmelreich (vgl. die deutsche Übersetzung bei http://www.enzyklopaedie.ch/dokumente/Honorius.pdf)

die Septem Artes als Baum (Theodulf von Orléans, PL 105, 333–335)

die Septem artes als Erbauerinnen eines Wagens, mit dem die Klugheit zum Himmel auffährt (Alanus ab Insulis, »Anticlaudianus«)

Wenn die Septem Artes als Leiter/Treppe aufgefaßt werden, liegt die Vorstellung eines Curriculums nahe. Bei Alcuin († 804) sagt der Lehrer: Dies sind die Stufen (gradus), nach denen ihr sucht; möchtet ihr doch immer so darauf brennen, sie zu erklimmen, wie ihr jetzt darauf neugierig seid, sie kennen zu lernen: Grammatik, Rhetorik, Dialektik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie. (Migne, PL 101, 853D)

Literaturhinweise speziell hierzu:

Jutta Tezmen-Siegel, Die Darstellungen der septem artes liberales in der Bildenden Kunst als Rezeption der Lehrplangeschichte, München: Tuduv-Verlagsgesellschaft 1985.

Jürgen Sarnowsky, Die artes im Lehrplan der Universitäten, in: Ursula Schaefer (Hg.), Artes im Mittelalter, Berlin: Akademie Verlag 1999, S. 68-82.

Sabine Grebe, Martianus Capella - De nuptiis Philologiae et Mercurii: Darstellung der Sieben Freien Künste und ihrer Beziehungen zueinander, Stuttgart: Teubner 1999 (Beiträge zur Altertumskunde 119).

Michael Stolz, Artes-liberales-Zyklen. Formationen des Wissens im Mittelalter, 2 Bände (Bibliotheca Germanica 47), Tübingen/Basel 2004.

Michael Stolz, Wege des Wissens. Zur Konventionalität mittelalterlicher Artes-Bildlichkeit, in: Literatur und Wandmalerei II. Konventionalität und Konversation. Burgdorfer Colloquium 2001, hg. Eckart Conrad Lutz u.a., de Gruyter, 2005, S. 275–301 + Bildanhang.

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Visualisierungen der Philosophie mit der Leiter

••• Die Handschrift der Bayerischen Staatsbibliothek Clm 15825 (erstes/zweites Viertel des 11.Jh.s) zeigt das Pi und das Theta auf einer ausgeprägten Leiter. — Die Philosophie hält in der rechten Hand ein Buch, in der linken ein Szepter; das stimmt genau mit der Beschreibung im Text von Boethius überein: Et dextera quidem ejus libellos [hier mehrere Bücher], sceptrum vero sinistra gestabat. (I, prosa 1)

https://www.digitale-sammlungen.de/en/view/bsb00065180?page=6,7

••• Das Bild in der Handschrift der Biblioteca Nacional Madrid, Mss 10109; fol 2r. (11./12. Jh.) zeigt ebenfalls nur die Buchstaben Pi und Theta:

(Hier aus Courcelle a.a.O.) > http://bdh-rd.bne.es/viewer.vm?id=0000096554&page=1

••• Einen Spezialfall in der Tradition stellt das Bild im Codex Vindobonensis Palatinus 242 der ÖNB (12. Jh.)

Die unterste Sprosse der Leiter ist bezeichnet mit Πractica, dann folgen die vier Kardinaltugenden temperantia — fortitudo — iustitia – prudentia – zuoberst das Θ. dar.

(Aus Courcelle a.a.O.)

••• Im Bild aus einer Handschrift um 1230 (Universitätsbibliothek Leipzig, MS 1253) fehlen das Pi und das Theta. Die Sprossen der Leiter sind mit den Septem Artes angeschrieben, unten das Trivium, oben das Quadrivium:

Astronomia.
Musica.
Geometria.
Arithmetica.
Rethorica.
Dialectica.
Grammatica.

>https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/65/Philosophia-ladder-of-liberal-arts-leipzig-univ-bibl-lat-1253-f3r-c1230.jpg

••• Das Bild in der Handschrift Clm 2599 der Bayerischen Staatsbibliothek, fol. 106verso (ca. 1225/1230) zeigt die Buchstaben Π (Pi) und Θ (Theta).

Auf dem Schriftband steht
nach aufwärts: |Π|rac|ti|ca|v|i|ta.|
und abwärts: |Θ|He|or|ica|vi|ta.|     [aufgelöst: id est contemplativa];
zwischen den beiden Schriftzügen ein leeres Feld.

> https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e0/Boethius-philosophia-bsb-cod-lat-2599-f106v-c1200.jpg

Zum Begriff theorica vgl. W. Kranz: Theorica vita, in: Rheinisches Museum für Philologie 99 (1956), S. 191f > http://www.rhm.uni-koeln.de/099/Miszellen2.pdf

••• Im frühen Druck: Boetius de Philosophico consolatu siue de consolatione philosophiae, cum figuris ornatissimis nouiter expolitus, Argentinae: Grüninger 1501, fol. V recto, erscheinen die Buchstaben als P – T:

> http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/boethius1501

Der Typensatz des Buchs hat keine griechischen Lettern (fol. III verso): Harum in extremo margine .P. grecum in supremo vero .T. legebatur intextum.

Der Thomas von Aquin (fälschlicherweise) zugeschriebene Kommentar dazu am linken Rand: In extremo margine .P. [et caetera] Due sunt Partes principales ph[ilosoph]ie, [scilicet] practica & Theorica. Ideo in veste philosophie erant due littere intexte [scilicet] p & t [.] P autem erat in inferiori parte vestis; & T in superiori. Per quod inuitur quod practica ph[ilosoph]ia inferior speculatiua ordine dignitatis & nature.

(Die Damen rechts im Bild sind Dichter-Musen, die von der Philosophie als scaenicas meretriculas apostrophiert und weggewiesen werden, weil sie keinen echten Trost spenden.)

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Adaptationen (1)

••• Conrad Celtis (1459–1508): Quatuor libri amorum secundum quatuor latera Germanie, Nürnberg: Sodalitas Celtica 1502. [Der Holzschnitt von Dürer]

Die Philosophia erscheint hier nicht neben Boethius, sondern ›freigestellt‹. Die zentrale Aussage scheint zu sein, dass die Philosophie enzyklopädisch alle Wissensgebiete umfasst.

Auf ihrer Schärpe sind zwischen Φ (Phi !) und Theta die Septem Artes eingespannt (Celtis folgt der Reihung von Martianus Capella):

> https://mdz-nbn-resolving.de/bsb00007499
> http://www.uni-mannheim.de/mateo/camena/celtis1/jpg/s012.htm

Φ
Γρα = Γραμματική [Grammatik]
Λο = Λογική [Logik]
Ρητ [?] = Ρητορική [Rhetorik]
Αρ = Ἀριθμητική [Arithmetik]
Γη [statt: Γε] = Γεωμετρία [Geometrie]
Ασ= Ἀστρονομία [Astronomie]
Μ = Μουσική [Musik]
Θ

Die Philosophie sitzt auf einem Thron, dessen Seitenlehnen/Wangen angeschrieben sind mit πρ?τα θε?ν τ?μα = Ehre vor allem Gott π?σι δ?καια ν?μειν = Allem / Allen das Gerechte zuteilen. Die Verse stammen von (Ps.-)Phokylides (Nachweis bei Wuttke S.409).

Die in den vier Ecken die Winde darstellenden luft-blasenden Köpfe sind dem zugeordneten Temperament entsprechend gestaltet, ferner ist ihnen je eines der vier Elemente zugeordnet:

oben links: Eurus [Ostwind] — Ignis — Colericus
oben rechts: Zephirus [Westwind] — Aer — Sanguineus
unten links: Boreas [Nordwind] — Terra — Melancolicus
unten rechts: Auster [Südwind] — Aqua — Flegmaticus

Das passt zum im Buch gedruckten »Amores«: Quatuor libri amorum secundum quatuor latera Germanie, wo das autobiographisch stilisierte Ich in die vier Himmelsgegenden reist: nach Osten (Krakau) an die Weichsel (wo er Hasilina trifft); nach Süden (Regensburg) an die Donau; nach Westen (Main) an den Rhein; nach Norden (Lübeck) an die Ostsee (sinus Codanus).

Das Rankenwerk stellt die vier Jahreszeiten dar: Frühling, Sommer, Winter (mit Eiszapfen), Herbst (mit Trauben).

In den vier Medaillons sind dargestellt: Typen und repräsentative Vertreter der Philosophie; gezeigt wird eine ›translatio sapientiae‹ von der Antike bis zur gegenwärtigen Epoche [von oben im Uhrzeigersinn]:

Priester der Ägypter und Chaldäer — [lies:] Ptolemaios
Philosophie der Griechen — Plato
Dichter und Redner der Lateiner — Virgilius – Cicero
Die Weisen der Deutschen — Albertus [wohl Albertus Magnus].

Die Bildüberschrift formuliert dies so:

Sophiam me Greci vocant, Latini Sapienciam
Egipcii & Chaldei me inuenere
[haben mich erfunden] Grecis scripsere
Latini tanstulere
[haben mich übersetzt] Germani ampliauere [erweitert].

Die Bildunterschrift lautet:

Quicquid habet Cœlum quid Terra quid Aer & aequor
Quicquid in humanis rebus & esse potest
Et deus in toto quicquid facit igneus orbe
Philosophia meo pectore cuncta gero.

(Was Himmel, Erde, Luft und Wasser umfassen, was es in menschlichen Dingen geben kann, was der flammende Gott in dem ganzen [Erd-]Kreis bewirkt [die Schöpfung], das alles berge ich, die Philosophie, in meiner Brust.)

Seltsam ist das Φ (Phi statt Pi) unten an der Schärpe, was in der Forschung zu Spekulationen angeregt hat. An einen ›Tippfehler‹ von Celtis oder Dürer wird man nicht denken wollen (wiewohl das η statt eines ε bei der Geometrie falsch ist).

Könnte Phi für Physica (als Naturkunde, vgl. etwa Cicero, tusc. disp. I, xiii, 29; de finibus III,73) stehen und Theta für Theologia?

Die Philosophie sagt einmal zu Boethius, er habe mit ihr oft die Wissenschaft von den menschlichen und göttlichen Dingen erörtert (mecum saepe de humanarum divinarumque rerum scientia disserabas I, 5.prosa). Vgl.: Cicero sagt, dass die Weisheit die Wissenschaft der göttlichen und menschlichen Dinge sei (sapientiam esse rerum divinarum et humanarum scientiam cognitionemque, tusc. disp. IV,xxvi,57; Hinweis bei Wuttke S.411). Allerdings kommen in diesen Texten die griechischen Buchstaben nicht vor.

Die übliche Gliederung der Philosophie unterscheidet drei und zudem andere Disziplinen: Physica – Ethica – Logica; vgl. Isidor von Sevilla Etym II,xxiv,1 Philosophiae species tripertita est

Eine näherliegende Deutung: Phi steht für Philosophie. Nach Lanckoro?ska: "Phi für Philosophie gemäß der Lehre des Marsilius Ficinus […] wie Pico della Mirandola" (S.326; ohne Quellenangaben; sie bezieht sich auf die ungedruckte Wiener Dissertation von Felicitas Pindter aus dem Jahre 1930).

Literaturhinweise (das Bild ist oft kommentiert worden):

Maria Lanckoro?ska, Die Holzschnitte zu den »Amores« des Conrad Celtis, in: Gutenberg-Jahrbuch 46 (1971), S.323–337.

Jörg Robert, Artikel "Konrad Celtis" in: Deutscher Humanismus 1480-1520: Verfasserlexikon, hrsg. von Franz Josef Worstbrock, de Gryuter 2009ff., Band 1, Sp. 375–427.

Dieter Wuttke, Humanismus als integrative Kraft. Die Philosophia des deutschen ‚Erzhumanisten‘ Conrad Celtis. Eine ikonologische Studie zu programmatischer Graphik Dürers und Burgkmairs, Nürnberg 1985. – überarbeitet in: D.W., Dazwischen. Kulturwissenschaft auf Warburgs Spuren, 2 Bände, Baden-Baden: Koerner 1996 (Saecula Spiritalia 29/30), Band 1, S. 389–454.

Peter Luh, Kaiser Maximilian gewidmet. Die unvollendete Werkausgabe des Conrad Celtis und ihre Holzschnitte, Frankfurt am Main u.a.: P. Lang 2002 (Europäische Hochschulschriften. Reihe 28, Kunstgeschichte; Bd. 377); bes. S.64–122.

Konrad Celtis, Oden, Epoden, Jahrhundertlied (1513), übers. und hrsg. von Eckart Schäfer, Tübingen: G.Narr 2008 (Neo-Latina 16).

Gregorio Piaia: Il nesso philosophia - sapientia - artes liberales Fra Medioevo e Rinascimento: un approccio iconologico - In: Mediaevalia Americana 1 (2014), pp. 433-451. >http://www.mediaevaliamericana.org/MA_1_2/38.%20Piaia.pdf

Franz J. Worstbrock, Translatio artium. Über die Herkunft und Entwicklung einer kulturhistorischen Theorie, in: Archiv für Kulturgeschichte 47 (1965), S. 1-22.

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Adaptationen (2)

Gregor Reisch, Aepitoma Omnis Phylosophiae, Alias Margarita Phylosophica, Tractans de omni genere scibili; Cum additionibus ... Argentina: Grüninger 1504

Der Titel-Holzschnitt der Ausgabe 1504 zeigt als zentrale Gestalt eine Personifikation der Philosophie.

Ausschnitt; das ganze Bild
> http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/reisch1504/0011
> http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00013401/image_5

Die Buchstaben erscheinen als ϖ (Minuskel-Pi) und als (lateinisches) T. – Im Widerspruch zum Pi für Practica Vita als Beginn des Aufstiegs steht als Motto unter dem unteren Bildrand: Initium sapientiae timor domini (Psalm 110, 10 Vg.): Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit.

Buch und Szepter sind die üblichen, auf den Boethius-Text zurückgehenden Attribute. Eine Krone hatte die Gestalt schon bei Celtis. Neu dazu gekommen sind hier noch die Genius-Flügel.

Die Dreigesichtigkeit bezeichnet die drei Hauptdisziplinen, nach denen die Philosophie üblicherweise eingeteilt wird: Philosophia naturalis (die Natur- oder besser: Sachkunde), rationalis (die Logik), moralis (die Ethik). Nochmals: Isidor von Sevilla Etym II,xxiv,1 Philosophiae species tripertita est)

Sieben Personifikationen der Artes liberales umgeben die Philosophie; sie tragen charakteristische Instrumente in der Hand, zum Beispiel die Arithmetik einen Abakus, die Musik eine Harfe, die Geometrie einen Zirkel. Alle diese Gestalten werden von einem Kreis umfangen.

In den unteren Bildzwickeln repräsentiert Aristoteles die Philosophia naturalis und Seneca die Philosophia moralis. – Als Pendant zur heidnischen Antike weisen in der oberen Sphäre die vier Kirchenväter Augustinus, Gregor der Große, Hieronymus und Ambrosius auf die Taube des heiligen Geistes hin, in deren Nimbus Philosophia divina steht.

Vgl. auch http://www.enzyklopaedie.ch/fronti/frontispizien_hauptseite.html#Reisch

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Adaptationen (3)

Cesare Ripa (* um 1555 bis 1622) kennt die Filosofia como depinta da Boetio in consolatione philosophica. In der ersten bebilderten Ausgabe der Iconologia Overo Descrittione Di Diverse Imagini cavate dall'antichità, & di propria inuentione, Roma 1603 stand im Text (p. 165):

Nell’estrema parte di detto vestimento vi è un P greco et nella parte superiore vi è un T e tra l’una e l’altra lettera vi sono certi gradi a modo di scala designati, per i quali dalla più bassa et inferiore lettera si ascende alla soprana. […]

Auf dem Ggewand die Buchstaben Π — T (statt Θ). Ripa hat sich über solche Fehler des Holzschneiders (intagliatore) geärgert: si sono commessi molti errori. Das Bild wird in späteren Auflagen dann korrigiert.

Giovanni Zaratino Castellini (1570–1641) schreibt zur Filosofia in der Ausgabe Nova Iconologia […] ampliata, Padua: Pietro Paolo Tozzi 1618 einen langen Kommentar. Castellini war ein Buchstaben-Spezialist, vgl. im Artikel in TRECCANI, Vol. 21 (1978): »Nelle osservazioni epigrafiche del C. assumono particolare rilievo i fenomeni grammaticali ed ortografici, la forma delle lettere, …«

Ne l’estremità della uesta ui si leggeua vn Pi, Greco, nel la sommita vn Thita; tra l’vna, & l’altra lettera a giusa di scala ui si scorgeano scolpiti alcuini gradili, per quili da l’vltima lettera si ascendeua la prima …

Zuden Buchstaben bringt Castellini eine mit gelehrten Einsprengseln gespickte Abhandlung, bei der nicht ganz klar wird, wozu er das Wissen ausbreitet.

Pag. 271ff: Ne l’estremità de la vesta leggeuasi intessuto vn Pi, greco, dal quale per certi gradi scolpiti a guisa di scala si saliua a la sommita, ne la quale era vn Thita, & non vn T, come hanno tradotto tutti gli espositori volgari […] molto malamente, perche vi è differenza doppia si per la qualità de la lettera, che questa è vn T, semplice, & quella è vnita con l’aspiratione, si per il significato diuerso, & al tutto contrario, […]

Zusammenfassung und Kommentar; Erklärungen in eckigen Klammern:

Castellini bezieht sich einerseits auf die antike Prozessordnung: bei den Abstimmungen von Richtern sind auf Votiersteinchen (calculi iudiciales) Buchstaben angebracht – anderseits zieht er alttestamentliche und christliche Elemente bei.

• Theta [Castellini schreibt mit Itazismus Thita], bei den Römern das C [wahrscheinlich für ›condemno‹], sei das Zeichen für das Todesurteil gewesen. Castellini zitiert Persius, Satiren, IV,13 Et potis es nigrum vitio praefigere theta – Du bist im Stande, dem Laster das schwarze Theta anzuheften. [Vgl. auch Martial, Epigramme, VII. Buch, Nr. 37: Nosti mortiferum quaestoris, Castrice, signum? | Est operae pretium discere theta nouum – Kennst du wohl, Castricus, jenes Quästors tötendes Zeichen? | Diese neue Theta zu wissen lohnt sich.] – Th steht für thanatos ›Tod‹.

Das Wissen um die antike Gerichtspraxis hat Castellini möglicherweise von einem anderen Vielwisser: Alessandro Alessandri (1461–1523), der eine Enzyklopädie verfasste (Erste Ausgabe 1522; Neuauflagen bis 1673 in verschiedenen Varianten): In Buch 3, Kapitel 5 ist von der Praxis der antiken Kriminalgerichte die Rede. Zur Randglosse Mortis, absolutionis & ampliationis [Aufschub, Vertagung] symbola per literas heißt es: apud romanos quandoque inoleuit [erschien ein Zuwachs, eine Novelle], vt in capitis iudicio per Θ vel ? in vrnam coniectas literas signum mortis & capitis supplicio afficiendum notarent; per τ & α absolutionis, per λ vero & ν prolationis & diem diffundi, quum parum sibi liquere de causa significarent, quae ampliationis tabella dicta est. […]. Vgl. das vorzüglich erschlossene Digitalisat von Alexandri ab Alexandro Genialium Dierum libri sex … , Frankfurt/Main: Basse, Nikolaus, 1594
> http://digitale.bibliothek.uni-halle.de/vd16/content/pageview/3487557

Er könnte auch den Kommentar des Cornutus (9./10. Jh.) zu Persius gekannt haben, der zu seiner Zeit gedruckt vorlag: Lucii Annaei Cornuti Commentum in Auli Persii Satyras, nunc primum formis editum […], Pictavis [Poitou], 1560; eine weitere Ausgabe: Paris 1613; moderne Ausgabe: Commentum Cornuti in Persium, recogn. et adnotatione critica instruxerunt Wendell V. Clausen et James E.G. Zetzel (Bibliotheca scriptorum Graecorum et Romanorum Teubneriana), Monachii: Saur 2004.

zu Satire IV, 13 (2): … quoniam iudices litteram theta apponunt ad eorum nomina quos supplicio afficiunt. merito theta apo tou thanáton, id est a morte, eo quod quasi habet telum suum ideoque triste intellegitur uel mortis signum.

Am ausführlichsten (und präziser) ist später dann Jacob Döpler in seinem Theatrum poenarum, supplicorum et executionum criminalium, Oder Schaü-Platz / Derer Leibes und Lebens-Straffen / Welche nicht allein vor alters bey allerhand Nationen und Völckern in Gebrauch gewesen […] 1693
> http://diglib.hab.de/drucke/rm-182-1s/start.htm

Hier findet man Angaben wie LXXI. Wenn über eine Malefiz-Person solte ein Urthel geschöpffet und ausgesprochen werden/ musten die Richter ihre Vota, Stimmen und Gutdüncken auf eine lange Tafel hinschreiben/ damit sie sich nicht etwa aus Unbedachtsamkeit übereilen/ oder dem armen Unrecht thun möchten.

LXXII. Welchem aufgesetzten Urtheil/ wenn er von Leben zum Tode gebracht werden solte / sie folgenden Buchstaben Θ oder Τ vorzeichneten. Wurde er aber absolviret / schrieben sie ein A. davor/ erforderte die Sache daß sie noch weiter untersuchet würde/ setzten sie N. L. non liqvet. [Insofern Boethius zum Tod verurteilt ist, liegt die Assoziation nahe; freilich erscheint das Theta nicht im Gerichtssaal, sondern auf dem Gewand der Philosophie.]

Die mit einem Theta bezeichneten umgekommenen Gladiatoren kannte er noch nicht, das Fußbodenmosaik von Terranova (Rom) wurde erst 1834 entdeckt:

• T ist für Castellini das segno de la salute & de la Croce, denn das Kreuz Christi gleicht dem T. Es ist praefiguriert durch das T-förmige Kreuz, an dem Moses die eherne Schlange befestigte (Numeri 21,6ff.) und durch die Figur der von Moses im Gebet ausgebreiteten Arme (Exodus 17,11). – [Seltsamerweise zitiert er aber nicht das ›signum tau‹ aus Ezechiel 9,4, das ebenfalls ein Heilszeichen ist. – Merkwürdigerweise erklärt er das T, dessen Präsenz auf dem Mantel der Philosophie er ja entschieden in Abrede stellt].

• Delta steht für Aufschub: era nota di dilatione di tempo, per veder bene la causa [An welches griechische Wort er gedacht haben mag? Delta kommt auf dem Mantel der Philosophia nicht vor.]

• NL steht für ›non liquet‹ [›es ist nicht klar, nicht durchsichtig‹; ist ebenfalls Zusatz, vgl. oben bei Döpler]

• Nun kommt Castellini auf die übliche Deutung von Pi und Th zu sprechen: In somma la Filosofia consiste nella Prattica e nella Theorica, la prattica è l’attiua morale; la Theorica è la contemplativa, che è sublime […]: & però da Boetio è posta sopra la scala […]. Dabei zitiert er weitere Autoritäten: Aristoteles, Metaphysik I,2; Seneca, Epist. 28 und Augustinus, Civitas Dei VIII,4: Studium sapientiæ in actione & contemplatione versatur, vnde pars eius activa, altera contemplatiua dici potest […] (Kontext: Das Weisheitsstreben dreht sich vornehmlich um Handeln und Betrachten, weshalb man von zwei Teilen der Philosophie sprechen und den einen als den praktischen, den andern als den theoretischen bezeichnen kann – der praktische Teil geht auf die Lebensführung d. i. auf die Durchbildung des sittlichen Verhaltens, der theoretische dagegen auf die Erforschung der Ursachen der Natur und der möglichst vollkommenen Wahrheit.)

• Dann erscheint plötzlich noch eine Idee: Essendo il Θ prima lettera di questa voce, Theos, cioè Dio, potremo anco dire, che à posto a capo della scala, como scopo, termine, & fine d'ascedere & arriuare a lui, & se guardiamo bene la figura sferica di detta lettera si ci rappresenta apunto vn versaglio [Zielscheibe] con quella linea inmezza per trauerso, come frezza fissa nel versaglio, volendo inferire, che deuemo indrizzare la mente nostra verso Iddio, e tenerla sempre fissa in lui, come sommo bene, scopo & fine della sapienza […] Et Santo Agostino de Ciuit. lib. 8, cap. 9 dice, che il Filosofare è amare Dio […]. (Vgl. die Form des Theta in den frühen Dokumenten oben: ∅)

Auf die Erweiterungen des Kapitels zur Filosofia bei Cesare Ripa durch Castellini hat Alice Thaler-Battistini aufmerksam gemacht. Hier ihre Ausführungen zu Ripa
> http://www.symbolforschung.ch/Cesare%20Ripa.html

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Weitere Literaturangaben

Pierre Courcelle, La consolation de philosophie dans la tradition littéraire; antécédents et postérité de Boèce, Paris: Etudes Augustiniennes 1967.

Joachim Gruber, Kommentar zu Boethius, De consolatione philosophiae (1978), 2., erweiterte Auflage Berlin: de Gruyter 2006.

Boethius Christianus? Transformationen der "Consolatio Philosophiae" in Mittelalter und Früher Neuzeit, hg. von Reinhold F. Glei / Nicola Kaminski / Franz Lebsanft, de Gruyter 2010.

Maarten J. F. M. Hoenen, Lodi W. Nauta (Eds.), Boethius in the Middle Ages: Latin and Vernacular Traditions of the Consolatio Philosophiae (Studien und Texte zur Geistesgeschichte des Mittelalters 58), Leiden: Brill 1997.

Franz Dornseiff, Das Alphabet in Mystik und Magie, 2.Aufl. Leipzig: Teubner 1925.

G. R. Watson, Theta Nigrum, in: The Journal of Roman Studies, Vol. 42, Parts 1 and 2 (1952), pp. 56–62.

Henry Chadwick, Theta on Philosophy’s Dress in Boethius, in: Medium Aevum XLIX, No.2 (1980), p. 175–179.

Thomas Ricklin, Femme-philosophie et hommes-animaux. Essai d’une lecture satirique de la Consolatio Philosophiae de Boèce, in: Boèce ou La chaîne des savoirs, Actes du colloque international de la Fondation Singer-Polignac, Paris, 8 - 12 juin 1999, éd. par A. Galonnier, Louvain: Editions de l’Institut supérieur de philosophie 2003, 131–146.

Herbert Rudolph, »Boethius«, in: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte, Bd. II (1942), Sp. 970–976. > http://www.rdklabor.de/w/?oldid=92376

Christine Hehle, Boethius in St. Gallen. Die Bearbeitung der »Consolatio Philosophiae« durch Notker Teutonicus zwischen Tradition und Innovation, (MTU 122), Tübingen: Niemeyer 2002.

Petrus W. Tax, Notker latinus zu Boethius, "De consolatione philosophiae", Buch I/II (= Die Werke Notkers des Deutschen; Band 1A; Altdeutsche Textbibliothek Nr. 120) Tübingen: Niemeyer 2008.

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