Abläufe, Prozesse

     
 

Einleitung

Zur Visualisierung von (O) zeitlichen Abläufen, Prozessen, Vorgängen wurden Techniken (T) entwickelt. Dabei werden die Prozesse – wenn sich nicht bereits eine Logik aufdrängt – sinnvoll in Phasen zerlegt und die Verbindungen, Übergänge, Handlungen dazwischen gezeigt.

Das Kapitel überlappt sich zwingend mit den Kapiteln Bildvielheit und Linien/Pfeile.

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Baukasten

Die unten gezeigten (assoziativ gereihten) Fallstudien werden analysiert mit den hier dargestellten Grundformen, die in Kombination von A — B — C — D vorkommen. Die Tatsache, dass alle Fälle abgerastert werden konnten, zeigt, dass das Instrument hinlänglich taugt.

(Wer es ganz genau haben will, informiere sich über Graphentheorie.)

A1 Dieselbe Entität in verschiedenen Kontexten:

A2 Eine Entität wandelt sich in einem Prozess:

A3 Eine Entität wird durch eine andere ersetzt oder generiert eine andere:

B1 Die Abfolge ist linear:

B2 Die Abfolge kennt Verzweigungen, allenfalls auch Zulieferer (grau):

B2◊ In vielen Diagrammen wird nicht gezeigt, dass es sich bei gewissen Verzweigungen logisch gesehen um ›if–else‹-Entscheidungen handelt (Hier mit einer Raute ◊ visualisiert.) Wenn Kriterium x erfüllt ist, nimm die Abzweigung X; sonst Abzweigung Y:

B3 Die Abfolge ist zirkulär:

B4 Eine Kombination von B2◊ mit B3: Der Prozess enthält eine Rückkoppelungsschlaufe:

C Bei den Pfeilen kann man unterscheiden:

C1 Der Pfeil bedeutet ›und dann‹ (rein zeitlich).

C2 Der Pfeil bedeutet ›wird umgewandelt zu‹ (materiell).

C3 Der Pfeil bedeutet ›wirkt auf‹ (mechanisch, aber auch im Sinne der Informationsvergabe).

C4 Der Pfeil bedeutet ›geht über in anderen Kontext‹.

C5 Der Pfeil bedeutet ›folglich‹ (logisch).

Weitere denkbar.

Ø Es werden keine Pfeile benutzt, weil die Abfolge durch die Leserichtung, durch Numerierung oder Einsicht in die Sache klar ist.

evtl. weitere

D1 Die Entitäten werden mittels Sprache oder Ziffern (gelegentlich in Kästchen) dargestellt.

D2 Die Entitäten werden mittels Pictogrammen oder mimetischen Bildern dargestellt.

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Mechanisches Nacheinander in Phasen — Trickfilmtechnik

A2 — B1 — C1-Ø  — D2 (mit begleitenden Bildlegenden)

Knaurs Jugendlexikon, München 1953, S. 580, s.v. Stricken. (Abb. 1 = Maschenanschlag weggelassen. Die rote Linie mit dem Pfeil visualisisert das Führen der Nadelspitze.)

A2 — B1 — C1-Ø — D2

Pestalozzikalender 1930; Der Graphiker ist wohl Hans Witzig (1889–1973).

A1 — logisch B3 (auf Position 4 folgt wieder Position 1; aber der Kreislauf ist graphisch nicht geschlossen, so dass die Figur B1 entsteht) — C1-Ø — D 2 plus Numerierung

Technik des Ruderns. Die Rudertechnik auf Rollsitz, aus: Der Große Herder. Nachschlagewerk für Wissen und Leben. 4. Auflage von Herders Konversationslexikon, Band 10 (1935)

1 Grundstellung (beim Vorschwingen bzw. Vorrollen), 2 Auslage, 3 Durchzug, 4 Zugende

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Zeitablauf leiblich

A1 — B1 — C1 (evtl. C4) — D1/ 2: Tagesablauf eines Kindes

Dr. Hoppelers Hausarzt, Luzern / Meiringen / Leipzig: W.Loepthien 1927.

A2 — B1 — C2-Ø — D1/2: Speisenwanderung durch die Darmschlingen

Fritz Kahn, Der Mensch, Bau und Funktionen unseres Körpers allgemeinverständlich dargestellt, Rüschlikon/Zürich: Albert Müller 4. Auflage 1956.

A1 — B1 — verschiedene, gerichtete Linien ohne Pfeilspitze C gemäß Legende — D2 mit zusätzlichen Kommentaren D1:
Second Half of the Harvard-Yale Football Game, November 23, 1912.

Willard Cope Brinton, Graphic methods for presenting facts, New York, The Engineering Magazine Company (© 1914); published 1919, page 212. > http://archive.org/stream/methodsfo00bringraphicrich#page/n5/mode/2up

Die Graphik gibt in der horziontalen Achse einen räumlichen Eindruck des Spielfelds (die Tore außen; Seitenwechsel der Mannschaften zwischen der 4th period und der 5th period); in der vertikalen Achse den zeitlichen Ablauf (von unten nach oben). Die gefüllten/ungefüllten Kreise sagen, wer im Ballbesitz ist. Die verschieden gestalteten Linine zeigen, wann eine Mannschaft vorwärts rennt bzw. wann sie den Ball schießt.

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Chemische und physikalische Prozesse

A2 — B1 (mit einem Zulieferer gemäß B2) — C2 — D1/2

1) Zerkleinerung des Holzes, 2) Holzschleifer, 3) Verdünnung, 4) Sortierung, 5) Entwässerung, 6) Holzschliff, 7) Zellstoff, 8) Ganzzeugholländer, 9) Papiermaschine, 10) Siebpartie, 11) Langsieb, 12) Gautschpresse, 13) Preßpartie, 14) Filzband, 15) Trockenpartie, 16) Trockenzylinder, 17) Kalander, 18) Schnitt, 19) Papierrollen

Die Welt von A bis Z. Ein Lexikon für die Jugend, für Schule und Haus, hg. von Richard Bamberger, Fritz Brunner; Heinrich Lades, Reutlingen: Ensslin & Laiblin / Wien: Österr. Bundesverlag / Wien: Verlag für Jugend und Volk / Aarau: Sauerländer 1953, Seite 423.

A2 — B2 (mit Zulieferern) — C2 (ohne Pfeilspitzen, von oben nach unten zu lesen; mit der Spezialität, dass Dicke der Linien ist ein Maß für die Menge der Stoffe ist) — D 1
Materialbilanz einer Berginanlage

Der Große Herder. Nachschlagewerk für Wissen und Leben. 4. Auflage von Herders Konversationslexikon; Band 2 (1932) s.v. Berginverfahren

Die Visualisierungtechnik ist alt.

A2 — B2 — C2 (ohne Pfeilspitzen, mit der Spezialität, dass die Bahnen der einzelnen Stoffe verschieden gerastert sind) — D1 .

Henri Decremps (1746–1826), Diagrammes chimiques, ou receuil de 360 figures qui expliquent ... les expériences par l'indication des agens et des produits à coté de l'appareil ... Ouvrage élémentaire auquel on a ajouté ... un essai de nomenclature chimique en 6 langues, Paris: Didot 1823. > https://archive.org/details/b22014573

A3 — B2 — C2 und C3 (ununterschieden*) — D1
Kettenreaktion

Duden. Das Bildwörterbuch der deutschen Spache, 5. neu bearbeitete und aktualisierte Auflage, Mannheim u.a. 2000, S. 11: 41 die Kettenreaktion

42 ein kernspaltendes Neutron — 43 der Kern vor der Spaltung — 44 ein Kernbruchstück — 45 ein freigesetztes Neutron — 46 die nächste Kernspaltung — 47 ein Kernbruchstück

* Zu 43 > 44 passt ein Pfeil vom Typ C2.
   Zu 45 > 46 passt ein Pfeil vom Typ C3.

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Abstammung

Bei Familienstammbäumen liegt A3 vor: die Eltern erzeugen Kinder. Bei Stammbäumen, die eine darwinistische Arten-Verwandtschaft aufzeigen, liegt A2 vor: aus den Discoplacentalia entwickeln sich die Prosimiae daraus der Homo sapiens. Vgl. dazu das Kapitel zu Baumdiagrammen.

Stammbaum der Säugethiere mit Jngegriff des Menschen

A2 — B2 — C3 (ohne Pfeilspitzen; als Äste eines Baums imaginiert) — D1

Ernst Haeckel, Generelle Morphologie der Organismen. Allgemeine Grundzüge der organischen Formen-Wissenschaft, mechanisch begründet durch die von Charles Darwin reformirte Descendenz-Theorie Berlin 1866, Band 2, Tafel VIII > https://archive.org/stream/generellemorphol02haec#page/n642/mode/1up

Was aus der Kohle wird

A2 — B2 — C2 (gezeichnet als vom Stamm abzweigende Äste) — D1 / D2 (die Metaphorik des Stammbaums graphisch umsetzend)

Pestalozzikalender 1917, S. 246.

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Input – Output – Balance

A2 — B2 — C2 (ohne Pfeilspitzen, Leserichtung von unten = 100% her; mit der Spezialität, dass Dicke der Linien ein Maß für die Menge der Stoffe ist) — D1/2
Wäremeflußdiagramm einer Dampfkraftanlage mit Abdampfverwertung

Der Große Herder. Nachschlagewerk für Wissen und Leben. 4. Auflage von Herders Konversationslexikon, Band I (1931), Spalte 17/18.

Nach Matthew Henry Phineas Riall Sankey (1853–1925) heißen solche Visualisierungen Sankey-Diagramme.

Die Logik von Einsatz und Verlust hat bereits 1869 der geniale »Pionier der grafischen Informationsvermittlung« (Wikipedia, s.v.) Charles Joseph Minard (1781–1870) in seiner Graphik von Napoleons Russlandfeldzug so dargestellt:

A1 (verstanden als eine Armee) / A2 (die Anzahl der Soldaten) — B1 (mit einem Abstecher) — C1-Ø (die zwei Richtungen nach Osten / Westen werden farbig ausgezeichnet; die Anzahl an Soldaten durch die Dicke des Strichs) — D1

Carte figurative des pertes successives en hommes de l’armée française dans la campagne de Russie > https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Joseph_Minard#/media/File:Minard.png

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Zyklen in der Natur

A2 — B2 und B3 — C2 — D1
Kreislauf der Gesteine

Hans Cloos (1885–1951), Einführung in die Geologie, 1936.

A2— B3 — C2 (mit einer Ausnahme, siehe unten*) — D1/2
Entwicklung bis zum Frosch

Der Große Brockhaus. Handbuch des Wissens in zwanzig Bänden, 15. Auflage, Leipzig 1928–1935 , Band 7 (1930), s.v. Geschlechtszellen.

* Zwischen Bild 11 und Bild 1 ist der Zyklus insofern nicht geschlossen, als hier ein neues Individuum entsteht. Das heißt: Der Pfeil von 11 zu 1 hat eine andere Funktion als die anderen Pfeile: A3.

A2 — B2 und B3 — C2 — D1/2
Entwicklungsgang der Malariaerreger

Der Große Brockhaus. Handbuch des Wissens in zwanzig Bänden, 15. Auflage, Leipzig 1928–1935 , Band 12 (1932), auf Seite 41 eingeklebtes farbiges Bild: Malaria.

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Wirtschaft: Geld- und Warenflüsse, Ranking im Lauf der Zeit

A1 — B2 und B3 — C4 — D1
Wirtschaftlicher Geldkreislauf

Der Große Brockhaus. Handbuch des Wissens in zwanzig Bänden, 15. Auflage, Leipzig 1928–1935 , Band 7 (1930), Tafel Geld II.

Vgl. Flow map showing US and China imports and exports > http://www.improving-visualisation.org/vis/id=206 {Link besucht im August 2017}

A2 — B1 — C1 — D1
Rank of states and Territories in Population at Different Census Years from 1860 to 1900.

Willard Cope Brinton, Graphic methods for presenting facts, New York, The Engineering Magazine Company (© 1914); published 1919, page 65. > http://archive.org/stream/methodsfo00bringraphicrich#page/n5/mode/2up

Jeder Staat trägt eine Ziffer gemäß dem ersten Ranking. Je weiter oben ein Staat liegt, desto höher ist sein Ranking. Jedes Jahr ist in einer ›Säule‹ repräsentiert. (Was die Spalte rechts außen bedeutet, wird nicht klar.) Anhand der Linien lässt sich ein Auf- oder Abstieg verfolgen. So hat Nevada (Nr. 40) einen dauernden Abstieg erlebt; das Territorium Oklahoma (Nr. 51; erste 1890 in der Liste fungierend) einen rapiden Aufstieg.

Eine erste solche Gaphik gab es bereits 1863: Johnson’s Family Atlas for 1863 in the “Historical And Statistical View of the United States” section.

… und es gibt sie noch heutzutage. Statt dass die Staaten mit Ziffern gekennzeichnet sind, werden sie mit einer Farbe markiert: Every state's population rank from 1910 to 2010, in one dizzying chart > https://www.vox.com/2015/8/12/9132953/state-population-rank {Zugriff Sept 2017}

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Kybernetische Regelungen

Die Kybernetik hat die Steuerung von Maschinen und Organismen zum Thema; sie rekonstruiert die Regelkreise mit ihren Sollwerten, Fühlern, Störgrößen, Aktuatoren, positiven und negativen Rückkoppelungsschleifen usw. Die Visualisierung mittels sog. Block- oder Funktionsschaltbilder zeigt das Zusammenwirken dieser Größen.

❑ Am folgenden Beispiel erkennt man, dass diesem System eine Dynamik innewohnt, was in den vorher genannten nicht der Fall war.

A1 (die Information) — B4 — C3 (Instrument wirkt auf den Gesichtssinn des ersten Arbeiters und im Sinne einer Informationsvergabe an den Arbeiterkollegen) und C5 (Betätigung des Ventils)* — D1 und D2

* Zu beachten, dass die Graphik die Pfeile durch verschiedene Strichelung unterscheidet!

Karl Steinbuch, Automat und Mensch. Kybernetische Tatsachen und Hypothesen., 2. Auflage, Berlin u.a.: Springer 1963, Bild 68a: Handregelung (nach W. Oppelt, Kleines Handbuch technischer Regelvorgänge, Weinheim 1960).

In das Gefäß G fließt durch das Rohr B Wasser; durch den einstellbaren Abfluss C wieder ab. Die Höhendes Wasserstands wird durch einen Schwimmer Sch gemessen. Die Skala zeigt einen minimalen und einen maximalen Sollwert M1 und M2. Weicht der Wasserstand zu stark ab, so meldet dies der Arbewiter P1 dem Kollegen P2, und dieser vergrößert oder verringert den Zufluss mit dem Schieber D.

❑ Die Biokybernetik versucht eine Hypothesenbildung über die Zusammenhänge zwischen vom Organismus wahrgenommenen Sinnesreizen, inneren Antrieben (Bereitschaftsinstanzen), Inhibitionen, Verhalten und Rückkoppelung am Erfolg.

Zunächst ein einfaches Beispiel, der ›unbedingte Reflex‹:

A1 (die Information? in bestimmten Sinneszellen und Erfolgsorganen) — B4 — C3 und C5* — D1

Kleine Enzyklopädie Natur, (Hauptredaktion Gerhard Niese), Leipzig: VEB Verlag Enzyklopädie, 1961. S.459.

*Der Pfeil von Speicheldrüse zu Speichelabgabe ist sinnvollerweise anders dargestellt; als C5 zu deuten.

Biokybernetik nach B. Hassenstein: Funktionsschaltbild für den Lernprozess der bedingten Appetenz

Bernhard Hassenstein, Instinkt, Lernen, Spielen, Einsicht. Einführung in die Verhaltensbiologie, München: Piper 1980; S. 72 (Abb. 21).

Im Vergleich mit der (hier nur ausschnittsweise wiedergegebenen) umständlichen Bildbeschreibung erkennt man das Potential der Visualisierung.

Die Erklärung der graphischen Symbole zeigt, dass die Modellierung in diesem Gebiet komplizierter ist als unser Baukasten:

Bernhard Hassenstein, Biologische Kybernetik (1967), 3. Aufl., Heidelberg: Quelle & Meyer 1970; S. 21.

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Prozess im geistlichen Leben

Heinrich Seuse (um 1295 – 1366), Der mystische Weg: Ausfluss und Rückkehr der vernünftigen Kreaturen zu Gott.

A2 — B3 — C2 (rote Linie ohne Pfeile, Leserichtung durch Text evoziert) — D1 und D2

Stiftsbibliothek Einsiedeln, Codex 710 (322), fol. 106 recto > http://www.e-codices.unifr.ch/en/sbe/0710/106r/0/Sequence-1028

Beschreibung des Bilds in: Heinrich Seuse, Deutsche Schriften, hg. Karl Bihlmeyer, Stuttgart 1907, S. 52*–54* und Seuse, »Vita«, Kapitel LIII = Bihlmeyer S. 191f.

(1) Der ewigen gotheit wisloses abgrínde, daz weder anvang hat noch kein ende

(2) Die drei göttlichen Gestalten v.l.n.r.: Gott Vater – der hl. Geist – der Sohn

(3) Der Engel als erstes geschöpfliches Wesen

(4) Aus dem Prozess ausbrechend: Der Engelsturz, der dazu führt, dass der Tod über die Minne der Welt herrscht. (Es ist eine Abzweigung vom Typ B2◊; wenn sie explizit dargestellt würde, müsste ein Pfeil C5 stehen.)

(5) Diz ist menschlichú geschaffenheit gebildet nach der gotheit

(6) Eine mit einer Kette gebundene Nonne, die spricht: »Minen kêr wil ich zuo got nemen …«

(7) Eine Nonne, am Kopf von Pfeilen und Dolchen verwundet, von Schlange und Skorpion (in der Einsiedler Hs. auch von einem Hund) bedrängt, hält ein Kruzifix und spricht »Ach luog, wie muoz ich sterben vnd mit Cristus gecrutzget werden«

(8) Eine ruhende Nonne mit gefalteten Händen: »Gelassenheit mich berouben wil …«

(9) Über das Herz des Kruzifixes führt der Weg in den Busen einer mit Kreuznimbus versehenen Figur; dazu der Text: »Die sinne sind mir entwúrket. Die hohen kreft sind úberwúrket«

(10) Die Seele als Eidolon, gehalten von einer nimbierten Figur (vgl. die Ikonographie der Seelen in Abrahams Schoß) mit dem Text: hie ist der geist in geswungen vnd wirt in der driheit der personen funden

(11) Die Seele, nun selbst nimbiert, spricht: »ich bin in got vergangen, nieman kan mich [hie] erlangen«

(12) Das Ende fällt mit dem Beginn des Wegs zusammen: »In dem inschlag han ich aller ding vergesssen, wan es ist grundlos und vngemessen«

Ein sehr detailreiche Graphik zu den ›Letzten Dingen‹ von Hieronymus Wierix, »Memorare Novissima tua« wird hier besprochen > http://www.symbolforschung.ch/seelenbilder#tocAnchor13

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1. Fassung online 31.8.17 — PM