Chronologisch geordnete Liste von Enzyklopädien,
zusammengestellt von der Forschungsgruppe »Allgemeinwissen und Gesellschaft« an der Universität Zürich; unterstützt von der Gebert-Rüf-Stiftung.

Dies ist kein Klon einer Seite aus der Wikipedia! Sondern beruht auf eigenen Recherchen. Die erste Version dieser Liste stand 2001 im Web.

English translation here (Cluster of Excellence »Asia and Europe in a Global Context: Shifting Asymmetries in Cultural Flows« at Heidelberg University >>> Hidden Grammars of Transculturality – Migrations of encyclopaedic knowledge and power)

Die einzelnen Einträge enthalten: • Bibliographische Angaben (historische Quellen und Neuausgaben) • Kurzkommentare zu Inhalt und Aufbau • gegegebenfalls in einem pop-up-Fenster ausführlichere Kommentare und Inhaltsverzeichnisse • Hinweise auf Sekundärliteratur • Links auf externe Websites zur entprechenden Enzyklopädie und zu Texten im Internet (sei es als Bitmap, sei es als Text erfasst).

= Beleg beruht auf Autopsie; das heisst aber nicht, dass wir alle Auflagen angesehen und alle Bände ganz durchgelesen haben!

Im Pulldown-Menü (im Titelbalken) kann man die linke Seitenspalte (Frame) so einstellen, dass dort nur Enzyklopädien eines bestimmten Typs erscheinen: Enzyklopädien für Kinder – Enzyklopädien mit allegorischer Deutung usw.

Zu den Aufnahmekriterien.

Korrigiert und aktualisiert im Juli 2010; PM

Contact: karidol {apetail} gmx {dot} ch


Sumerische Listen (3. Jahrtausend vor Chr.)

Eine Frühform der Wissenschaft stellt die sumerische Listenwissenschaft dar, bei der umfangreiche Listen aller Phänomene der Welt angefertigt wurden. Die Listen werden z.T. über 800 Jahre lang tradiert. Aus frühdynastischer Zeit (ca. 2600–2300 v. Chr.) sind sie zahlreich. Die Anordnung innerhalb der Listen basiert grundsätzlich auf zwei Kriterien, die aber auch miteinander vermischt sein können: den Keilschriftzeichen und dem Inhalt (z.B. Farbe oder Form der Gegenstände). Funktion: Wenn es nicht bloße Schreiber-Übungen waren, so dienten sie dazu, die Welt zu kategorisieren und so fassbar zu machen.

Beispiel: Die Liste »Lú A« aus der Zeit Uruk IV / Uruk III (ca. 3’100 bis 3’000) enthält 125 Einträge.

Robert K. Englund / Hans J. Nissen unter Mitarbeit von Peter Damerow, Die Lexikalischen Listen der Archaischen Texte aus Uruk, Berlin 1993.

Digital Corpus of Cuneiform Lexical Texts, University of California, Berkeley [www]Cuneiform Digital Library Initiative [www]

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»Onomastikon des Amenemope« (erste Hälfte des 2. Jahrtausends vor Chr.)

Alan H. Gardiner, Ancient Egyptian Onomastica, Oxford 1947.

Die alten Ägypter kannten eine lange Tradition von listenartigen Texten, die eine Gesamtheit erfassen sollten, ausgehend von wirtschaftlichen Aufzählungen (Viehherden, Ländereien, Provinzen, Städten, Fremdvölker, Tribute), über religiöse Texte (Götterlisten, Königslisten, Beschreibungen des Jenseits) bis hin zu wissenschaftlichen Handbüchern (medizinische Handbücher). Ab der ersten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. sind solche Texte belegt, die von den Forschern als Onomastika bezeichnet wurden. Das vollständigste und berühmteste unter ihnen ist das sog. »Onomastikon des Amenemope« (610 Einträge).

Anfang des Texts: Beginn der Lehre, um das Denken zu stimulieren, um den Umwissenden zu unterweisen, um alles zu kennen, was existiert, was Ptah geschaffen hat und was Thot registriert hat; der Himmel mit seinen Bestandteilen; die Erde und diejenigen, die auf ihr sind; das, was die Berge hervorbringen; das was von der (Nil)überschwemmung befeuchtet wird; alle Dinge, die Re (der Sonnengott) beleuchtet; alles, was auf dem Rücken der Erde wächst; erdacht vom Schreiber der Götterbücher im Lebenshaus Amenemope, Sohn des Amenemope: …

Digital Egypt for Universities (University College London) [www]

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Aristoteles (384 – 322 vor Chr.)

Das Werk des Aristoteles kann man nicht als Enzyklopädie i.e.S. bezeichnen, das ›Corpus Aristotelicum‹ [wikipedia] umfasst indessen alle denkbaren Bereiche des Wissens.

Diogenes Laërtius (»Leben und Meinungen berühmter Philosophen«, um 220 n. Chr.), Buch V , §§ 22–27 zählt in kunterbunter Reihe 146 Schriften auf (die Liste geht vielleicht auf einen Bibliothekskatalog des Aristoteles-Biographen Hermippos [gest. ca. 208/204 v. Chr.] zurück), woraus einige zitiert seien, um die Vielfalt aufzuzeigen.

Über die Gerechtigkeit — Über die Dichter — Von der Liebe — Von der Seele — Von der Lust — Von der Erziehung — Von der Hauswirtschaft — Von den Fangschlüssen — Von den Gegensätzen — fünf Bücher Ethik — Von der Bewegung — Neun Bücher Erste Analytik — Vom Erstrebenswerten und Zufälligen — Schlussverfarhen — Vom Schönen — zwei Bücher Thesen über den Staat — Abhandlung über die Dichtkunst — Von der Natur — Wider die Lehre des Gorgias — Neun Bücher über die Tiere —Anatomische Beschreibungen — Von den mythologischen Tieren — Pysiognomik — Von der Heilkunde — Vom Unwetter — Über Astronomie — Von der Optik — Von der Gedächtniskunst — Homerische Streitfragen — Mechanische Probleme — Vom Magneten — Ungeordnete Probleme [!] — Von der Musik — Über Tragödien — Sprichwörter — Gesetze für gemeinsame Mahlzeiten — Von der Auslegung — ...

Auf den in Rom wirkenden Andronikos von Rhodos (ca. 50–70 v.Chr.) geht die systematisierende Einteilung des aristotelischen Œuvres in vier Gruppen zurück:

I. Das sog. Organon, d.h. die Schriften zur Logik (Kategorien, Analytik, Topik, sophistische Widerlegungen)
II. Die Schriften zur Physik, zu den Tieren, zur Anthropologie (Von der Seele u.a.)
            hier ist merkwürdigerweise angefügt die Metaphysik
III. Die Schriften zur Ethik, Politik und Oekonomik
IV. Die Schriften zu Rhetorik und Poetik.

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M. Porcius Cato Censorius (234 – 149 vor Chr.)

Cato schrieb für seinen Sohn in den Jahren 185 bis 180 ein Lehrwerk , das folgende Themen behandelte: Landbau, Medizin, Redekunst, vielleicht auch Kriegskunst und Rechtswissenschaft. Ferner verfasste er für ihn eine römische geschichte »in großen Buchstaben«. Erhalten sind einzig Fragmente sowie die Schrift über den Landbau:

M. Porci Catonis Scripta qvae manservnt omnia = Vom Landbau. Fragmente. Alle erhaltenen Schriften; lateinisch / deutsch, hg. von Otto Schönberger, München: Heimeran 1980 (Tusculum-Bücherei)

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M. Terentius Varro (116 – 27 vor Chr.)

Soll 74 Schriften in 600 Bänden geschrieben haben, nur fragmentarisch überliefert, vgl. die Reflexe bei Augustinus, »de civitate Dei«. Neun artes liberales (unsere 7 plus Medizin und Architektur)

Vgl. den entsprechenden Artikel in der dt. Wikipedia [www] mit Hinweisen auf Textausgaben.

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Aulus Cornelius Celsus (unter Tiberius, 14 – 37)

A. Cornelii Celsi quae supersunt, rec. Fr. Marx, Leipzig/Berlin 1915.

Enzyklopädie in 26 Büchern (Landwirtschaft, Medizin, Rhetorik, Philosophie, Jurisprudenz, Strategie), nur Fragmente erhalten.

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C. Plinius Secundus (›der Ältere‹, 23 – 79 n.Chr.), »Naturalis historia«

Naturalis historia, 38 Bücher: zweisprachige Ausgabe hg. Roderich König und Gerhard Winkler, Düsseldorf/Zürich: Artemis & Winkler (Tusculum).

Deutsche Teil-Übersetzung des 16. Jhs.

Übersicht über das Werk und E-Text (lat.) Bill Thayer, Univ. Chicago [www]

englische Übersetzung von John Bostock und H.T. Riley: Perseus Digital Library [www]

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Aulus Gellius (Mitte des 2. Jahrhunderts u.Z.), »Noctes Atticae«

Noctes Atticae, recogn. brevique adnotatione critica instruxit Peter K. Marshall, Oxonii; New York; Toronto: Oxford Univ. Press, 1968.
Die attischen Nächte, Zum ersten Male vollständig. übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Fritz Weiss, Leipzig 1875. Reprint: Darmstadt: wbg 1965.

Das klassische Werk der sog. Buntschriftstellerei.

Leofranc Holford-Strevens, Aulus Gellius, London: Duckworth 1988; Revised ed. Oxford Univ. Press 2005.

Online-Texte:
www.thelatinlibrary.com [www]
Bibliotheca Augustana [www]

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C. Iulius Solinus (bald nach 200 nach Chr.), »Collectanea«

Collectanea rerum memorabilium = De memorabilibus / mirabilibus mundi = Polyhistor, ed. Th.. Mommsen 1864.

Solinus, de memorabilibus Mundi diligenter annotatus & indicio alphabetico prenotatus. Venundatur Parrhisiis in regione Diui Iacobi sub leone argenteo, 1503. — Diese Ausgabe (als Bitmap) im Web: JALB Emden [www]

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Ambrosius von Mailand (ca. 339 – 397) , »Exameron«

Migne PL 14, 205ff.; ed. C. Schenkl. vol XXXII, part 1, Corpus Scriptorum Ecclesiasticorum Latinorum, Vienna 1937.
dt. Übers. Joh. Ev. Niederhuber, (Bibliothek der Kirchenväter 17), Kempten 1914.

Die ganze Schöpfung entlang dem Sechstagewerk durchgenommen.
Homilien, die in der Karwoche um 389 gehalten wurden. Anregung und Vorlage ist das Hexaëmeron des griechischen Kirchenvaters Basilios (um 330 – 379), das eben gerade ins Lateinische übersetzt worden war.

Die deutsche Übersetzung der BKV als E-Text [www] Gregor Emmenegger vom Departement für Patristik und Kirchengeschichte in Fribourg / Freiburg (Schweiz)

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Martianus Mineus Felix Capella (2. Hälfte des 4. Jhs.), »De nuptiis philologiae et mercurii«

De nuptiis philologiae et mercurii, edidit Adolfus Dick, 2. Aufl. 1925; 3. Aufl. Stuttgart: Teubner 1978.

Transl. (I - II) by Williams Harris Stahl and Richard Johnson, NY 1977.

Die Hochzeit der Philologia mit Merkur, Übersetzt, mit einer Einleitung, Inhalts-Übersicht und Anmerkungen versehen von Hans Günter Zekl, Würzburg: Königshausen und Neumann 2005.

Fanny LeMoine, Martianus Capella. A literary re-evaluation, München: Arbeo-Gesellschaft 1972 (Münchener Beiträge zur Mediävistik und Renaissance-Forschung 10 (Bryn Mawr, College, Diss. 1968).

Sabine Grebe, Martianus Capella, ›De nuptiis Philologiae et Mercurii. Darstellung der sieben freien Künste und ihrer Beziehungen zueinander, Stuttgart 1999.

Inhaltsübersicht [pop-up]

Vgl. die althochdeutsche Übersetzung der ersten beiden Bücher durch Notker Labeo.

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Eucherius von Lyon (ca. 390 – 450/5), »Formulae spiritalis intelligentiae«

Ältere Ausgabe Migne, PL 50, 727 – 772.
Neue Augabe hg. Wotke (CSEL 31), Wien 1894.

Allegorisches Wörterbuch nach Sachgruppen.

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Ioannes Stobaios (5. Jahrhundet nach Christus)

Ioannis Stobaei Anthologivm, recensvervnt Cvrtivs Wachsmvth Et Otto Hense, Berlin: Weidmann, 1884 / 1909 / 1923

Anthologie von Sentenzen und Apophthegmata aus literarischen und philosophischen Texten. Erste lateinische Übersetzung durch Conrad Gesner; deutsche Übersetzung 1551.

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Flavius Magnus Aurelius Cassiodorus Senator (ca. 480 – ca. 580), »Institutiones« (419/426)

Cassiodori Senatoris Institutiones, ed. from the ms. by Roger Aubrey Baskerville Mynors. First publ. 1937. Repr. ... from corr. sheets of the 1. impr. Oxford: Clarendon Press 1961.

James J. O'Donnell, Cassiodorus (Berkeley: University of California Press, 1979).b

Cassiodor, Institutiones Divinarum et Saecularium Litterarum. Einführung in die geistlichen und weltlichen Wissenschaften, [Text der Ausgabe Mynors], übersetzt und eingeleitet von Wolfgang Bürgsens, 2 Bände, Freiburg u.a.: Herder 2003 (Fontes Christiani 39).

Die Ausgabe von O'Donnell als Online-Text: Georgetown University [www]

1. Buch über die geistlichen Wissenschaften: Über die biblischen Bücher und ihre Einteilung – Wie man die Heilige Schrift lesen soll (Philologie und Hermeneutik) – Über die christlichen Geschichtssschreiber – empfehlenswerte Kosmographen – u.a.m.

2. Buch über die weltlichen Wissenschaften: Septem Artes (Grammatik, Rhetorik, Dialektik, Arithmetik, Musik, Geometrie, Astronomie)

Literaturverzeichnis bei Bürgsens, S. 535–546.

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Isidor von Sevilla (um 560 – 636), »Etymologiae«

Kritische Ausgabe: Isidori Hispalensis Episcopi Etymologiarum sive Originum Libri XX, ed. W.M. Lindsay, Oxford 1911. – Ältere Ausgabe: Migne, PL 82, 73-728

Edition im Web: Bibliotheca Augustana [www]    Intratext Digital Library [www] (In kleinste Textelemente aufgeteilt; enthält eine Computer-Konkordanz des Werks)

Erläuterungen [pop-up]

Deutsche Übersetzung: Die Enzyklopädie des Isidor von Sevilla, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Lenelotte Möller, Wiesbaden: Matrixverlag 2008.

Isidor, »De natura rerum«

Isidor von Sevilla, »De natura rerum«: Jacques Fontaine (Ed.), Isidore de Séville, Traité de la Nature, Bordeaux 1960 (Bibliothèque de l'Ecole des Hautes Études Hispaniques, Fasc. 28).
Ältere Ausgabe: Migne, PL 83, 963-1018.

Digitalisat der Hs. MS83II der Dom- und Diözesanbibliothek Köln [www] (nach der Ausgabe von J.Fontaine; mit französ. Übersetzung)

Jacques Fontaine, Isidore de Séville et la Culture Classique dans l'Espace Wisigothique, 2 Bände, Paris: Études Augustiniennes 1959.

Roswitha Klinck, Die lateinische Etymologie des Mittelalters, (Medium Ævum 17), München 1970.

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Beda Venerabilis (673/4 – 735), »De natura rerum«

De natura rerum, Migne, PL 90, 187-278.

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Hrabanus Maurus (um 780 – 856), »De universo« [Der Titel ist nicht original.]

Abdruck bei Migne, PL 111, 1-614.

Online-Text von W. Schipper: University of Newfoundland [www]

Inhaltsverzeichnis [pop-up]

E. Heize, Hrabanus Maurus Enzyklopädie "De rerum naturis". Untersuchungen zu den Quellen und zur Methode der Kompilation, München 1969.

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»Glossarium Salomonis« (um 850)

Das Vocabularium Salomonis, eine Enzyklopädie der Karolingerzeit von 1070 Seiten Umfang, geschrieben von zahlreichen Händen um 900. Das Werk ist nicht ganz vollständig erhalten. Auf Rudimente zurechtgestutztes Wissen des 6./7.Jhs in eine alphabetische Reihenfolge gebracht; enthält Wort- und Sacherklärungen. Entstanden ca. Mitte 8.Jh. in Spanien.

Handschrift St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 905 (e-codices) [www]

Druck: Salemonis ecclesie Constantiensis epi | glosse ex illustrissimis collecte auctoribus incipiuntur fœliciter [Augsburg]: [S. Ulrich und Afra], [ca. 1474] = Hain 14134.

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Konstantinos VII. Porphyropgenennetos

(Byzantinischer Kaiser, 906 – 959), Gerüst einer in 53 Fachgebiete aufgeteilten Enzyklopädie sowie Exzerptsammlungen. Vgl. den Artikel von H. Hunger in: Artemis-Lexikon des Mittelalters VI, 1377f.

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»Suda« (Ende 10. Jh.)

Moderne Ausgabe: Ed. Ada Adler, Suidae Lexikon, 5 Bde., Leipzig 1928–38.

Suidas, Historica, caeteraque omnia quae ulla ex parte ad cognitionem rerum spectant... Opera et studio Hier. Wolfii annis abhinc XVII in latinum sermonem conversa, Basel: Oporin 1581 [1095 Spalten]; emendata et aucta Basel: Hervagen für Episcopius 1581.

(Der Titel bedeutet ›Schanzwerk‹, ›Befestigungsanlage‹, früher fälschlich Suidas genannt). Byzantinisches Lexikon mit über 29'000 Lemmata, Ende 10. Jh., alphabetisch nach Phonemen (so steht zB αι zwischen δ und ε).

Suda online, Published by the Stoa Consortium, ed. Ross Scaife (1960–2008).

Lit.: Pauly / Wissowa, RE IV A 1, 675-717.

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Notker von Sankt Gallen (Abt 971 – 975), ahd. Übersetzung von »De nuptiis Philologiae et Mercurii«

De nuptiis Philologiæ et Mercurii, hg. E.H.Sehrt / T. Starck, (ATB 37), Halle 1935; hg. J.C.King (ATB 87/98), Tübingen 1979/86.

Ahd. Teilübersetzung und Paraphrasierung von Martianus Capella.

Herbert Backes, Die Hochzeit Merkurs und der Philologie. Studien zu Notkers Martian-Übersetzung, Sigmaringen: Thorbecke 1982.

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»Secretum secretorum« (vor Ende des 10. Jh.s)

Das »Secretum secretorum« ist eine anonyme, dem Aristoteles untergeschobene arabische Enzyklopädie (oder doch eher ein Fürstenspiegel?), die vor Ende des 10. Jh.s entstanden ist. Aus dem Arabischen wurde das Werk ins Persische, Osmanisch-Türkische, Hebräische, Kastilische und Lateinische übersetzt.

Die beiden lateinischen Versionen begründeten eine reichhaltige volkssprachliche Tradition in Europa (u. a. italienisch, französisch, englisch, mittelniederländisch, deutsch), in der aber nur die jüngere lateinische Übersetzung sowie die darauf beruhenden volkssprachlichen Texte als enzyklopädisch gelten können.

Arabisch:

‘Abdarrahman Badawi: Al-Usul al-yunaniya li-n-nazariyat as-siyasaia fi l-Islam. 1. Teil. Kairo 1954 (Dirasat islamiya 15).

Lateinisch (Philippus Tripolitanus):

Robert Steele: Opera hactenus inedita Rogeri Baconi. Fasc. 5. Oxford 1920.

Thomas Frenz / Peter Herde: Das Brief- und Memorialbuch des Albert Behaim. München 2000 (MGH: Briefe des späteren Mittelalters 1).

Reinhold Möller: Hiltgart von Hürnheim, Mittelhochdeutsche Prosaübersetzung des Secretum secretorum. Berlin 1963 (DTM 56).

Deutsch (soweit ediert und tendenziell enzyklopädisch):

Zimmernsches Secretum secretorum – Bisher fälschlich Hiltgart von Hürnheim zugeschrieben, tatsächlich aber anonym. Ediert ist nur eine Kurzfassung: Reinhold Möller: Hiltgart von Hürnheim, Mittelhochdeutsche Prosaübersetzung des Secretum secretorum. Berlin 1963 (DTM 56).

Aristotilis heimlichkeit, ed. Wendelin Toischer, in: Programm des K[aiserlich]-K[öniglichen] Staats-Ober-Gymnasiums zu Wiener-Neustadt am Schlusse des Schuljahres 1881-82. I-VI u. 1-42.

Melchior von Königshofen: Das aller edlest vn(d) bewertest Regiment der gesundtheit, Auch von allen verporgnen künsten vnnd Künigklichen Regimenten Aristotelis, Das er dem Großmechtige(n) Künig Alexandro zuo geschriben hat. Auß Arabischer Sprach durch Mayster Philipsen, dem Bischoff von Valentia, der Stat Yerapolis, In das Latein verwandelt, Nachmals auß dem latein in das Teutsch gebracht, Bey Doctor Johann Lorchner zuo Spalt (So beyder Kayser Fridrichs vnd Maximilians Loeblicher gedechtnuß Ratt vnd Mathematicus gewesen) nach seinem tod geschribe(n) gefunde(n), Zuo auffenthaltung vnd fristung in gesundheit menschlichem leben zuo guot Durch Johann Besolt in Truck verordnet. Augsburg: Heinrich Stayner, 1530, 1531, 1532.

Regula Forster, Das Geheimnis der Geheimnisse . Die arabischen und deutschen Fassungen des pseudo-aristotelischen Sirr al-asrar / secretum secretorum, Wiesbaden: Reichert 2006.

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Michael Psellos (1017/18 – um 1078)

Michaelis Pselli Didaskalia pantodapé Sive De Omnifaria Doctrina Capita [et] Qvæstiones ac Responsiones CXCIII ... Græce nunc primum editæ [et] Latine versæ a Jo. Alberto Fabricio = Johann Albert Fabricius. Hamburg Liebezeit 1712. pg. 70-186. [griech.-lat.].

Patrologia Graeca 122, 687-784.
krit. Ausg. von L. G. Westerink, Utrecht 1948.

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Hildegard von Bingen (1098 – 1179)

S. Hildegardis Abbatissæ Subtilitatum Diversarum Naturarum Creaturarum Libri Novem, accurante C. Daremberg. In: Patrologia Latina 197, Sp. 1117-135.[1882]

Enthält zwei Teile: »Physica« (auch Liber simplicis medicinae; Pflanzen, Elemente, Bäume, Steine, Fische, Vögel, Tiere, Reptilien, Metalle) und »Causae et Curae« (auch Liber compositae medicinae; eine systematische Kosmologie und Anthropologie).

Beate Hildegardis Cause et cure, ed. Laurence Moulinier, rec. Rainer Berndt, Berlin: Akademie Verlag 2003 (Rarissima mediaevalia Opera latina 1)

Deutsche Übersetzungen:

»Physica«: Heilkraft der Natur: Rezepte und Ratschläge für ein gesundes Leben; das Buch von dem inneren Wesen der verschiedenen Naturen der Geschöpfe; erste vollständige, Übers. von Marie-Louise Portmann, Freiburg im Breisgau: Herder 1993.

»Causae et Curae«: Der Äbtissin Hildegard von Bingen Ursachen und Behandlung der Krankheiten, übersetzt von Hugo Schulz, München: Gmeli, 1933.

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Lambert von St.-Omer, »Liber floridus« (um 1120)

Lamberti Audomari Canonici Liber Floridus. Codex autographus Bibliothecae Universitatis Gandavensis, editus curante Alberto Derolez, Gent: Story-Scientia 1968.

Inhaltsverzeichnis und Literaturangaben [pop-up]

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Hiltgart von Hürnheim

siehe Secretum Secretorum

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Honorius Augustodunensis, »Imago mundi« (um 1122/52)

De imagine mundi, Migne, PL 172,119–186.

Ed. Yves Levèvre, L'Elucidarium et les Lucidaires, (Bibliothèque des Ecoles françaises d'Athenes et de Rome 180, Paris 1954.

Honorius Augustodunensis, Imago Mundi, hg. von Valerie I.J.Flint (Archives d'Histoire doctrinale et littéraire du Moyen âge 57 (1982), S. 7-153.

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Bernardus Silvestris, »Cosmographia« (um 1145 – 53)

De mundi universitate sive Megacosmus et Microcosmus, hg. Carl S. Barach und Johann Wrobel, Innsbruck 1876.

Dt. Übers. »Über die allumfassende Einheit der Welt«, übers. Wilhelm Rath, Stuttgart: Mellinger o.J.

Cosmographia, ed. Peter Dronke, (Textus minores 53), Leiden 1978.

Zusammenfassung [pop-up]

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Gervasius Tilleberiensis (um 1160 – 1234/35), »Otia Imperalia«

Otia Imperalia ad Ottonem IV. quibus etiam continetur liber de descriptione orbis, et liber de mirabilibus mundi, ed. Godofridus Guilielmus Leibnitius (Scriptores rerum Brunsvicensium illustrationi inservientes ...) - Hanoverae: Förster, 1707.

Des Gervasius von Tilbury Otia imperialia / in einer Auswahl neu hrsg. und mit Anm. begleitet von Felix Liebrecht, Hannover: Rümpler, 1856.

Inhaltsübersicht [pop-up]

Online-Text: Bibliotheca Augustana [www]

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Daniel de Morley (ca. 1140 – ca. 1210), »Liber de naturis inferiorum et superiorum« (nach ca. 1187)

Daniel de Morley [Daniel Morilegus], Liber de naturis inferiorum et superiorum, hg. K. Sudhoff, in: Archiv für Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik 1917 / Nr. 8, S. 1–40.

Müller M., Die Stellung des Daniel von Morley in der Wissenschaft des Mittelalters, Philosophisches Jahrbuch, 1928, n° 41, p. 301-307.

Silverstein Th., Daniel of Morley, English comogonist and student of Arabic sciences, Medieval Studies, 1948, n° 10, p. 176-196. — Artemis Lexikon des Mittelalters

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»Lucidarius« (um 1195)

Ed. F. Heidlauf (DTM 28), 1915.

Der Deutsche »Lucidarius«, Bd. 1: Kritischer Text nach den Hss., hg. Dagmar Gottschall / Georg Steer, (Texte und Textgeschichte 35), Tübingen: Niemeyer 1994.

Inhaltverzeichnis [pop-up]

Der Lucidarius der Heidelberger Universitätsbibliothek (Cod. Pal. germ. 359), um 1420, ist digitalisiert und erschlossen.

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»Apex physicae«

Maire-Odile Garrigues, L'apex physicae, une encyclopédie du XIIe siècle, in: Mélanges de l'Ecole française de Rome 87/1 (1975), S. 303-337.

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»Summarium Heinrici« (um 1032 oder erst um 1250)

Summarium Heinrici, hrsg. von Reiner Hildebrandt:
Bd. 1: Textkritische Ausgabe der ersten Fassung Buch I - X, Berlin / New York: de Gruyter, 1974 (Quellen und Forschungen zur Sprach- und Kulturgeschichte der germanischen Völker N.F. 61 = 185)
Bd. 2: Textkritische Ausgabe der zweiten Fassung Buch I - VI sowie des Buches XI in Kurz- und Langfassung
Berlin 1982 (QF 78 = 202)
Bd. 3: Wortschatz : Register der deutschen Glossen und ihrer lateinischen Bezugswörter auf der Grundlage der Gesamtüberlieferung, Berlin 1995 (QF 109 = 233)

Onomasiologisches Wörterbuch.

Artikel von R. Hildebrandt im Verfasserlexikon.

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Herrad von [Landsberg, Äbtissin von] Hohenburg (vor 1178 – 1196), »Hortus deliciarum«

Hortus deliciarum, ed. Rosalie Green, M. Evans, C. Bischoff, M. Curschmann, (Studies of the Warburg Institute 36), 2 vols., London / Leiden 1979.

Herrad ist urkundlich 1178 bis 1196 öfters bezeugt. Sie war Äbtissin des Augustinerkanonissenstifts Hohenburg/Sainte Odile im Elsass.
Die Handschrift des Hortus hatte 324 Blätter mit 153 Bildern; ist 1870 bei der Beschießung Straßburgs durch die deutschen Truppen verbrannt. Sie ist dank Kopien und Pausen von Benützern des 19.Jhs. einigermaßen rekonstruierbar.
Der Titel hortus deliciarum erklärt sich so: Isidor von Sevilla erklärt in den ›Etymologiae‹ (XIV, iii, 2) das griechische Wort paradisus als hortus; das synonyme hebräische Wort eden als deliciae; wenn man beide Sprachen zusammennimmt ergibt sich hortus deliciorum, gleichsam Inbegriff des Paradieses.
Das Werk will ein Hausbuch sein, eine Enzyklopädie des christlichen und des Schul-Wissens seiner Zeit: Geschichte, Kalenderkunde, Kirchenrecht, Naturlehre, die zentralen Szenen aus beiden Testamenten der Bibel und wichtige Glaubensinhalte, Moralität.
Herrad hat das Buch – in Teamwork mit ihrem Konvent – quasi apicula … ex diversis sacre et philosophice scripture floribus zusammengetragen. Das heisst: es wurden Standardwerke exzerpiert, zum Beispiel Honorius Augustodunensis.

Das enzyklopädische Bild mit den Septem Artes (fol. 32r) ist häufig zu sehen. Vgl. hier die Seite Frontispize.

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Radulfus Ardens (gest. um 1200), »Speculum universale« (1193 – 1200)

Johannes Gründel. Das Speculum Universale des Radulfus Ardens, München 1961.

Speculum universale = summa de vitiis et virtutibus (später als 1191/2), die angekündigte Edition von Johannes Gründel 1995 ist noch nicht erschienen.

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Hugo von Sankt Viktor († 1144), »Didascalicon«

Hugo von Sankt Viktor, Didascalicon de studio legendi [lateinisch-deutsch]. Übers. und eingeleitet von Thilo Offergeld. Freiburg [u.a.]: Herder, 1997 (Fontes Christiani 27)

Hugo von St. Victor, The Didascalicon of Hugh of St. Victor, a medieval guide to the arts. Transl. and ed. Jerome Taylor. New Vork and London: Columbia UP, 1961.

Hierbei handelt es sich weniger um eine Enzyklopädie als um einen Bauplan [pop-up] zu einer solchen.

Online-Text: Bibliotheca Augustana [www]

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(Pseudo-)Hugo von Sankt Viktor, »De bestiis et aliis rebus« (nach 1141)

De bestiis et aliis rebus, PL 177, 15 - 164

Eine auf Tiere spezialisierte Enzyklopädie mit allegorischen Auslegungen

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Richard von Saint-Viktor (nach 1141 – 1173), »Liber Exceptionum«

Liber Exceptionum, texte critique avec introduction, notes et tables publié par Jean Chatillon, Paris: Vrin 1958 [p. 97–373]

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»1001 Nacht«, die enzyklopädisch gebildete Sklavin Tawaddud (wohl Anfang 13. Jh.)

Die 436. bis 462. Nacht in »1001 Nacht« sind Tawaddud, der jungen, schönen Sklavin des Kaufmannssohns Abu el-Husn, gewidmet. Dieser hat das Erbe seines Vaters verprasst und besitzt nur noch Tawaddud. Sie rät ihm: »Führe mich zum Kalifen Harûn er-Raschid und verlange von ihm als Preis für mich zehntausend Dinare!« Der Kaufmanssohn tut dies, und der Kalif befragt die Sklavin, in welchen Wissenschaften sie bewandert sei. Tawaddud anwtortet: »Mein Gebieter, ich kenne die Grammatik, die Dichtkunst, die Rechtswissenschaft, die Auslegung der Heiligen Schrift, ferner bin ich bewandert in der Tonkunst, der Pflichtenlehre, der Rechenkunst in allen ihren Zweigen, der Erdmessung und den Geschichten der Alten. Ich kenne auch den erhabenen Koran. …« Der Kalif beruft Männer, die mit Tawaddud über alle diese Dinge diskutieren sollen. Wenn sie richtig antwortet, will er ihren Preis bezahlen. Die Diskussionen werden in den nächsten Nächten von Schechrezâd erzählt – eine Enzyklopädie. Der Kalif erwirbt die Sklavin, gibt sie dann aber dem Kaufmannssohn zurück, beschenkt sie reich und ernennt ihn zu seinem Tischgenossen.

Quelle: Die Erzählungen aus den tausendundein Nächten. Vollständige deutsche Ausgabe in sechs Bänden; zum ersten Mal nach dem arabischen Urtext der Calcuttaer Ausgabe vom Jahre 1839 übertragen von Enno Littmann. Leipzig : Insel-Verl., 1921ff.

Bremond, Claude / Darbord, Bernard: Tawaddud et Teodor: les enjeux ludiques du savoir. In: Picone, Michelangelo (Ed.). L’ enciclopedismo medievale (Atti del convegno ... San Gimignano 1992), Ravenna: Longo, 1994, pp. 253-273.

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Hugutio (von Ferrara; † 1210), »Derivationes«

Uguccione da Pisa. Ed. critica princeps a cura di Enzo Cecchini.Firenze : Sismel, 2004- (Edizione Nazionale dei testi mediolatini 11)

Wolfgang P. Müller, Huguccio, the life, works, and thought of a twelfth-century jurist, Washington, D.C: Catholic Univ. America Press 1994 (Studies in medieval and early modern canon law 3).

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Alexander Neckam, (1157 – 1217), »De naturis rerum«

De naturis rerum, ed. Thomas Wright, London 1863 (Rerum Britannicarum Medii Ævi Scriptores, Rolls Series, 34), pp. 1–354.

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»Experimentator« (frühes 13. Jahrhundert)

anonyme Enzyklopädie, in 3 Fassungen handschriftlich überliefert.

Thomas von Cantimpré nennt unter seinen Quellen einen anonymen Verfasser, den er als ›Experimentator‹ bezeichnet. Auch Bartholomaeus Anglicus hat von dem Werk profitiert. – Eine Ausgabe gibt es erst seit der Disseration von J. Deus.

Janine Deus, Der "Experimentator". Eine anonyme lateinische Naturenzyklopädie des frühen 13. Jahrhunderts, Diss. Universität Hamburg, FB Geschichtswiss., 1998. — Editionen auf S. 125 ff. und 283ff.

Online-Ausgabe der UB Hamburg als PDF [www]

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Bartholomaeus Anglicus, O.F.M. (Ende 12. Jh. – nach 1250), »De proprietatibus rerum« (nach 1235)

De proprietatibus rerum, Reprint eines Druckes von 1601: Frankfurt (Minerva) 1964.

Bartholomaeus Anglicus, De proprietatibus rerum; kritische Ausgabe unter der Leitung von Christel Meier ...

Vol. 1: Introduction générale, Prohemium, Liber I - Liber IV; ed. Baudouin Van den Abeele) Turnhout: Brepols 2007.

Vol. 6: Liber XVII; ed. Iolanda Ventura, Turnhout: Brepols 2007.

Bartholomaeus lehrte 1230 als Baccalaureus Biblicus in Paris, war 1231 Lektor in Magdeburg. Sein Lebenswerk, die Enzyklopädie, wurde weit verbreitet, in mehrere Volkssprachen übersetzt und bereits zur Inkunabelzeit mehrfach gedruckt (Hain, Repert. 2498 - 2511). De proprietatibus rerum stützt sich auf Kirchenväter und ma. Autoren, antike und sogar einige arabische Autoren. Das Werk will zum tieferen Verständnis der in der Bibel erwähnten Begriffe und Realien beitragen, geht aber stellenweise darüber hinaus. Allegorische Deutungen und Moralisationen fehlen, sind in Handschriften als Marginalglossen (z.B. nota de gula) beigegeben, die auf die Verwendung als Predigtsteller hinweisen (nach LexMA).

Heinz Meyer, Bartholomäus Anglicus, "de proprietatibus rerum". Selbstverständnis und Rezeption, in: Z.f.dt.Altertum 99 (1988), S. 237-274.

Michael C. Seymour, Bartholomaeus Anglicus and his encyclopedia, Aldershot, 1992.

B. van den Abeele, H. Meyer (Hgg.), Bartholomaeus Anglicus, De proprietatibus rerum. Texte latin et réception vernaculaire - Lateinischer Text und volkssprachige Rezeption, Brepols: Turnhout 2005 (De diversis artibus 74).

Monique Paulmier-Foucart / M.-C. Duchenne, Vincent de Beauvais et le Grand Miroir du monde, Brepols: Turnhout 2004 (Témoins de notre histoire).

Inhaltsübersicht [pop-up]

Handschrift des Bartholomaeus Anglicus (University of Victoria, Canada) [www]

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Gregor von Montesacro, »De hominum deificatione« (1231/36)

Peri ton anthropon theopiisis (De hominum deificatione) ed. bei Bernhard Pabst, Gregor von Montesacro und die geistige Kultur Süditaliens unter Friedrich II.: mit text- und quellenkritischer Erstedition der Vers-Enzyklopädie Peri ton anthropon theopiisis (De hominum deificatione), Stuttgart: Steiner, 2002.

Udo Kindermann, Der Dichter vom Heiligen Berge. Einführung in das Werk des mittellateinischen Autors Gregor von Montesacro, mit Ersteditionen und Untersuchungen, Nürnberg: German. Nationalmuseum 1989.

Die Vers-Enzyklopädie des Abtes Gregor von Montesacro (vollendet 1231/36) umfasst 13.000 Hexameter. Die Studie stellt erstmals einen kritischen Text des Gesamtwerkes bereit, erschließt es durch eine detaillierte Inhaltsanalyse und arbeitet seine Stellung und Bedeutung innerhalb der Geistes- und Literaturgeschichte heraus. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Fachgebieten (Theologie, Musik, Botanik, Astronomie/Astrologie, Zoologie, Medizin, Geschichte u.a.) und ihren Quellen: Insgesamt wird die Verwendung von über 200 Texten nachgewiesen.

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Johannes de Garlandia (um 1190 – 1255), »Dictionarius«

Dictionarius. In: Trois traités de lexicographie latine du XIIe et du XIIIe siècle, hrsg. von August Scheler (Jahrbuch für romanische und englische Literatur 6) 1865,. S. 144 - 379.

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Arnoldus Saxo, »De finibus [floribus] rerum naturalium« (um 1225)

Die Encyklopädie des Arnoldus Saxo, zum ersten Mal nach einem Erfurter Codex: De naturis animaliu; De gemmarum virtutibus; De virtute iniversali, hg. von Emil Stange, Beilage zum Jahresbericht des Königlichen Gymnasiums zu Erfurt, Erfurt 1905-07.

Kompilation aus 80 Schriften von 25 Autoren.
Isabelle Draelants (Université Nancy) plant eine Ausgabe der Flores.

E. Stange, Arnoldus Saxo, der älteste Encyclopädist des 13. Jh., Diss Halle 1885.

F.J.Worstbrock, Artikel "A.S." in Verfasserlexikon I, 485ff.

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Freidank, »Bescheidenheit« (um 1230)

Vridanks Bescheidenheit, hg. Wilhelm Grimm, Göttingen 1834; 2. Ausgabe 1860;

Fridankes Bescheidenheit, hg. von H. E. Bezzenberger, Halle: Verl. der Buchhandl. des Waisenhauses, 1872

Sprichwortsammlung.

Günter Eifler, Die ethischen Anschauungen in Freidanks "Bescheidenheit", Tübingen 1969.

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Gossuin de Metz, O.F.M. (1246), »Le Mirouer du monde«

L'image du monde de Maitre Gossouin, rédaction en prose. Texte du manuscrit de la Bibliothèque Nationale, fonds français no. 574; Avec corrections d'après d'autres manuscrits, notes et introduction par O. H. Prior. Lausanne: Impr. Réunies, 1913.

Englische Prosa-Übersetzung: Caxton's Mirrour of the world (1481), edited by Oliver H. Prior, Lausanne and Paris, 1913 (Early English Text Society: Extra ser. 110); Reprint Woodbridge: Boydell & Brewer 1999.

Édition critique par Chantal Connochie-Bourgne, sous presse

Erste Fassung 1246 (6600 Verse), 67 bebilderte Hss.
Zweite Fassung 1248, Umarbeitung, 23 Hss.
Dritte Fassung, 1 Hs.

Bibliographie in den Archives de littérature du Moyen Âge (ARLIMA)

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Etienne de Bourbon O.P. (um 1180 oder 1190/95 – um 1261), »Tractatus de diversis materiis praedicabilibus«

ed. A. Lecoy de la Marche: Anecdotes historiques, légends et apologues tirés du Recueil inédit d'Etienne de Bourbon. Paris 1877.

Auch Stephanus de Bellavilla oder Stepanus de Borbone genannt.

Ein Handbuch für Prediger mit mehr als 3000 Exempla.

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Vinzenz von Beauvais (vor 1200 – 1264), »Speculum majus«

Vincentius Bellovacensis. Speculum majus, Druck in 4 Folio-Bänden, Douai 1624. [Reprint ADVA]

Er soll 2'000 Schriften von 450 Autoren exzerpiert haben.

Bereits in der Inkunabelzeit gedruckt, z.B. Straßburg: Adolf Rusch 1473; Nürnberg: Koburger 1483–86. Der Druck von 1624 bezeugt sein anhaltendes Interesse noch in der Barockzeit.

Weigand, R., Vinzenz von Beauvais. Scholastische Universalchronistik als Quelle volkssprachiger Geschichtsschreibung, Hildesheim 1991 (Germanistische Texte und Studien, 36)

Christel Meier, Vom Homo Coelestis zum Homo Faber. Die Reorganisation der ma Enzyklopädie für neue Gebrauchsfunktionen bei Vinzenz von Beauvais und Brunetto Latini, in: Pragmatische Schriftlichkeit im MA (MMS 65), Mü 1992, S. 157-176.

Von den Brincken, A.-D., Geschichtsbetrachtung bei Vincenz von Beauvais. Die 'Apologia Auctoris' zum 'Speculum Maius'. Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 34 (1978), 410-499.

Inhaltsübersicht [pop-up]
Online-Texte:
Universiteit Utrecht [www]
Universiteit Utrecht [www] (speculum naturale)
Université de Nancy [www] (Atelier Vincent de Beauvais)
Monique Paulmier-Foucart [www] Université Nancy

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Thomas Cantimpratensis [von Cantimpré] (um 1201 – um 1270), »Liber de natura rerum«

Thomas Cantimpratensis, Liber de natura rerum, Teil I: Text, hg. H. Boese, Berlin / New York 1973.

Thomas von Cantimpré war zuerst Augustinerchorherr, dann Dominikaner.

Entstehung der Enzyklopädie durch termini ante/post quem auf 1225 - 1241 datierbar. Das Handexemplar mit nachgetragenen Ergänzungen des Thomas ist überliefert. Danach weitere Überabeitungen und deshalb komplexe Überlieferungsgeschichte. Gelegentlich Moralisationen.

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Guilelmus Peraldus [William Peyraut] († 1271), »Summa virtutum ac vitiorum« (ca. 1248)

Seit der Inkunabelzeit bis ins 16. Jh. gedruckt, z.B. Summa virtutum ac vitiorum Guilhelmi Paraldi Episcopi Lugdunensis de ordine predicatorum, Basel: Johann Amerbach 1497.

Editionsprojekt von Michiel Verweij [www]

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Sydrac le philosophe, »Le livre de la fontaine de toutes sciences« (nach 1268)

Sydrac le philosophe. Le livre de la fontaine de toutes sciences. Edition eines enzyklopädischen Lehrdialogs aus dem XIII. Jh., hg. Ernstpeter Ruhe, (Wissensliteratur im Mittelalter 34), Wiesbaden: Reichert 2000.

(Der erste Prolog ist 1268 datiert.)

Das ›Sydrac le philosophe‹ zugeschriebene Livre de la fontaines de toutes sciences ist ein enzyklopädisches Werk, das während des 13.-16. Jahrhunderts besonders in Frankreich und durch viele Übersetzungen auch in anderen volkssprachlichen Literaturen Europas eine beachtliche Wirkung entfaltet hat. Thematisch breit gefächert, vermittelt es – in Form eines losen Dialoges zwischen dem Philosophen und König Boctus – religiöses, ethisches, medizinisches und naturkundliches Wissen. Auch zu komplexen Problemen – Fragen zum astrologischen Wissen beispielsweise, das hier zum erstenmal in der Volkssprache detailliert zugänglich geht wird – versucht der anonyme Verfasser stets, mit möglichst klaren Anworten Orientierung und Lebenshilfe zu geben. Mit dieser Edition wird die letzte terra incognita im Bereich der volkssprachlichen Enzyklopädien Frankreichs für die Forschung zugänglich gemacht, nachdem die übrigen Werke – Le Livre du Trésor von Brunetto Latini, L’Image du monde von Gossouin de Metz und der anonyme Dialog Placides et Timéo – inzwischen in modernen Ausgaben. (Aus dem Klappentext der Ausgabe)

Mittelniederdeutsche Fassung: Das Buch Sidrach, nach der Kopenhagener mittelniederdeutschen Handschrift v. J. 1479 hrsg. von H. Jellinghaus, Tübingen 1904 (Bibliothek des Litterarischen Vereins in Stuttgart 235).

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John of Wales, »Summa de regimine vite humane« (um 1260)

Joannes Valensis, Summa de regimine vite humane. Venetiis 1496 – Joannes Valensis,: Summa de regimine vite humane seu Margarita doctorum ad omne prepositum ... Lugduni, 1511.

Johannes Gallensis (Valensis) oder Guallensis (aus Wales) lebte wahrscheinlich um 1260 in Paris.

Jenny Swanson, John of Wales. A study of the works and ideas of a thirteenth century friar, Cambridge Univ. Pr., 1989 (Cambridge studies in medieval life and though; Ser. 4,10).

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»Compendium philosophiae« (vor 1277)

Michel de Boüard (Ed.), Une nouvelle Encyclopédie médiévale: Le Compendium Philosophiae, Paris 1936.

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Robert Kilwardby († 1279), »De ortu scientiarum«

Robert Kilwardby, De ortu scientiarum, Ed. by Albert Glenn Judy. London: Oxford Univ. Press, 1976 (Auctores Britannici Medii Aevi 4)

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John of Wales OFM († 1287), Johannes Gallensis, »Communiloquium«

Communiloquium sive summa collationum Johannes Gallensis. [Ulm]: [Johann Zainer], 1281 [vielm. 1481].

Bibliogr. Nachweis: Hain 7443

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Jacob van Maerlant (um 1235 – nach 1300), »Der Naturen bloeme«

Jacob van Maerlant, Naturen blome, ed. Eelco Verwijs, Leiden 1872-1878 (Bibliotheek van Middelnederlandsche Letterkunde)

Gereimte Naturenzyklopädie nach Thomas von Cantimpré, »Liber de natura rerum«.

Jacob van Maerlant, Der Naturen Bloeme, München: Ed. Lengenfelder, 1999 (Codices illuminati medii aevi 56)
Farbmikrofiche-Edition der Handschrift Detmold, Lippische Landesbibliothek, Mscr. 70; literaturhistorische Einführung und Beschreibung der Hs. von Amand Berteloot

Als E-Text [www] auf der Homepage von Ad Davidse, Breukelen (Holland) sowie als E-Text [www] E-text bei der Digitalen bibliotheek voor de Nederlandse Letteren

Amand Berteloot und Detlev Hellfaier (Hgg.) Jacob van Maerlants »Der naturen bloeme« und das Umfeld: Vorläufer – Redaktionen – Rezeption, Münster: Waxmann Verlag 2001 (Niederlande-Studien, Bd. 23).

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Gautier (Gossouin) von Metz, »L'image du monde« (Mitte 13. Jh.)

L’image du monde, poème inédit du milieu du XIIIe siècle, étudié dans ses diverses rédactions françaises d'après les manuscrits des bibliothèques de Paris et de Stockholm, éd. Karl Fant, Upsala: Edv. Berling 1886. — ed. O. H. Prior, London 1912

The mirrour of the world, William Caxton [Übers.], 1481.

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Mainauer Naturlehre (vielleicht noch 13. Jh.)

Meinauer Naturlehre, ed. Wilhelm Wackernagel, Stuttgart 1831 (Bibliothek des Literarischen Vereins in Stuttgart 22.)

Die sogenannte Mainauer Naturlehre der Basler Hs. B VIII 27, Abbildung, Transkription, Kommentar, hg. von Helmut R. Plant, Marie Rowlands und Rolf Burkhart, Göppingen: Kümmerle 1972 (Litterae 18).

Martin Mosimann, Die »Mainauer Naturlehre« im Kontext der Wissenschaftsgeschichte, Tübingen: Francke 1994 (Basler Studien zur deutschen Sprache und Literatur 64) (mit Edition und Quellenvergleich).

Überblick über den Inhalt [pop-up]

E-Text [Bibliotheca Augustana, www]E-Text [University of Hull, GB]

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Konrad von Mure (ca.1210 – 1281), »Novus Grecismus« und »Fabularius« (1273)

Konrad von Mure, Novus Grecismus, herausgegeben von Alexandru N.Cizek, München: Fink 2009 (Münstersche Mittelalter-Schriften 81).

Conradi de Mvre Fabvlarivs, cura et studio Tom van de Loo. Turnhout: Brepols 2006 (Corpvs Christianorvm, Continuatio mediaeualis 210)

Conradus übernahm 1244 das Amt des rector puerorum und leitete die Stiftschule am Zürcher Großmünster bis 1271. Er hat ein umfangreiches Œuvre hinterlassen, eigener Aussage entsprechend schreibt er zum Nutzen der Schüler: ad communem parvulorum utilitatem. (Vgl. die Einleitung von T. van de Loo). Der »Fabularius« wurde 1470 in Basel von B. Ruppel gedruckt.

»Novus Grecismus«: Grammatik (Formenlehre, lat. und griech. Wortschatz); Kosmologie; Zoologie; Anthropologie; artes mechanicæ; Philosophie; Ethik; Mythologie; Theologie.

»Fabularius«: Prolog — Heils- und Profangeschichte (Exzerpte aus der Historia Scholastica des Petrus Comestor, Prosa) — De deorum gentilium origine et natura (aus dem »Novus Grecismus« übernommen; in 474 Hexametern) — alphabetisch geordnetes mythologisches Lexicon von Abas bis Zoroaster (S. 49 – 535 der Edition, Prosa) — drei kurzem alphabetisch geordnete Verzeichnisse von Steinen, Kräutern und Bäumen — Epilog.

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Heinrich Bate von Mecheln (1246 – nach 1310), »Speculum divinorum et quorundam naturalium«

Henricus Bate, Speculum divinorum et quorundam naturalium, ed. E. van de Vyer / H. Boese / C. Steel / Guy Guldentops, Louvain/Paris 1960ff. (Ancient and medieval philosophy Series 1)

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Hugo von Trimberg (um 1260 – nach 1313), »Der Renner«

Hugo von Trimberg, Der Renner, hg. Gustav Ehrismann, (Bibliothek des literar. Vereins Stuttgart, Bde. 247/248/252/256), 1908-1911.

24'611 Verse langes Wissenskompendium, versetzt mit Bußpredigt, Sündenklage, Sittenlehre.

Elektronische Teiledition von Henrike Lähnemann (Newcastle University); mit Bildern von Handschriften und mit dem Registrum des Michael de Leone.

Rudolf Kilian Weigand: Der »Renner« des Hugo von Trimberg. Überlieferung, Quellenabhängigkeit und Struktur einer spätmittelalterlichen Lehrdichtung, (Wissensliteratur im Mittelalter; Band 35), Wiesbaden 2000.

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Brunetto Latini (um 1220 – 1294), »Tresor«

Brunetto Latini, Li Livres dou Tresor ed. P. Chabaille, Paris 1863. — ed. Francis J. Carmody, Berkeley/Los Angeles 1948.

E-Text [www] Die Homepage von Xavier Negre (Lexilogos) bringt das komplette Inhaltsverzeichnis, das kapitelweise mit der Ausgabe von Chabaille bei Gallica verlinkt ist.

Brunetto Latini, The book of the treasure = Li livres dou tresor, transl. by Paul Barrette .... - New York: Garland Publ., 1993 (Garland library of medieval literature v. 90 Series B)

Bunetto Latini, um 1220 geboren in Florenz, geht 1260 ins Exil nach Frankreich, 1266 wieder in Florenz, † 1294. – Bewohner von Inferno XV als Lehrer Dantes. Der Tresor ist in mehr als 70 Handschriften überliefert.

Meier, Christel, Cosmos Politicus. Der Funktionswandel der Enzyklopädie bei Brunetto Latini, in: Frühmittelalterliche Studien 22 (1988), S. 315–356.
Christel Meier, Vom Homo Coelestis zum Homo Faber. Die Reorganisation der ma Enzyklopädie für neue Gebrauchsfunktionen bei Vinzenz von Beauvais und Brunetto Latini, in: Pragmatische Schriftlichkeit im MA (MMS 65), München 1992, S. 157–176.

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»Placides et Timéo« (Ende 13. Jh.; dialogisiert)

Placides et Timéo ou li secrés as philosophes, ed. crit. avec introd. et notes par Claude Alexandre Thomasset, Genève: Droz, 1980 (Textes littéraires français 289).

In Dialogform (Lehrer – Schüler); der Autor ist unbekannt; 8 Handschriften

Claude Thomasset, Commentaire du dialogue de "Placides et Timéo". Une vision du monde à la fin du XIIIe siècle, Genève: Droz, 1982 (Publications romanes et françaises 161).

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Johannes Aegidius (Juan Gil) von Zamora, O.F.M. († nach 1318), »Historia naturalis«

Johannis Aegidii Zamorensis Historia naturalis, Introd., ed. crítica, trad. castellana e índices Avelino Domínguez García, Valladolid: Junta de Castilla y León, Consejería de Cultura y Turismo, 1994 (Estudios de historia de la ciencia y de la técnica 11.1/2/3)

Artikel im BBK

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Ramon Lull [Raimundus Lullus] (1232/34 – 1316), »Arbor scientiae« (1295/96)

Arbor scientiae, Romae in festo Sancti Michaelis Archangeli anno MCCXCV incepta in ipsa urbe kalendis aprilibus anni MCCXCVI ad finem perducta, ed. Pere Villalba Varneda, Turnhout: Brepols, 2000 (= Raimundi Lulli Opera Latina, ed. cur. Fridericus Stegmüller T. 24/25/26; Corpus Christianorum, Continuatio mediaevalis 180 A, B, C)

Struktur des Werks [pop-up]

R. Lull gewidmete Homepage [www] Centre de Documentació Ramon Llull (Facultat de Filologia, Universitat de Barcelona)

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Ramon Lull [Raimundus Lullus] (1232/34 – 1316), »Felix«

Ramon Lull, Felix oder Das Buch der Wunder, Aus dem Katalanischen übersetzt von Gret Schib Torra, Basel: Schwabe 2007.

Katalanische Ausgabe hg. Antoni Bonner, Fèlix o el Llibre de Meravalles, in: Obres selectes de Ramon Llull, Bd. 2, Palma de Mallorca: Moll 1989, S. 7–393.

Das Werk (katalanisch, verf. 1287–1289) wird oft als ›mittelalterliche Enzyklopädie‹ oder ›didaktischer Roman‹ bezeichnet. Durch die Augen des Protagonisten, Felix, wird das ganze damals bekannte Universum betrachtet und in zehn Abteilungen beschrieben: Gott, die Engel, der Himmel, die Elemente, die Pflanzen, die Metalle, die Tiere, der Mensch, das Paradies und die Hölle. Die Anordnung folgt der Reihenfolge der Schöpfung: Gott schuf zuerst die Engel, dann alles, was aus Elementen besteht, bis hin zum Menschen, dessen Bestimmung der Himmel oder – wenn er diesen durch Boshaftigkeit und Unglauben verfehlt – die Hölle ist. Narrative Teile wechseln mit Dialogen ab. Felix begegnet weisen Männern, die ihm seine Fragen anhand von Beispielen, kurzen Erzählungen und Gleichnissen beantworten.

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Petrus de Crescentiis (1230 – 1321), »Ruralium commodorum libri XII«

Petrus de Crescentiis, Erfolgreiche Landwirtschaft. Ein mittelalterliches Lehrbuch. Eingel., übers. und mit Anm. vers. von Benedikt Konrad Vollmann, Stuttgart: Hiersemann, 2007/08 (Bibliothek der mittellateinischen Literatur 3/4).

Das Werk gehört zur Hausväterliteratur. Es gibt Ausgaben seit der Inkunabelzeit (1471); 1518; 1583 und: New Feldt und Ackerbaw / Darinnen Ordentlich begriffen Wie man auß rechtem grund der Natur/ auch langwiriger erfahrung ... jedes Landgut ... bey rechter zeit auffs beste bestellen/ und ... versorgen ... soll ... Neben eingeführter vollkommener Kellermeisterey ... Ferners/ wie ein Gestüd ... auff einem Meyerhoff glücklich zu ziehen und auffzubringen ... Straßburg: Zetzner 1602.

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Johannes de Sancto Geminiano O.P. (gest. um 1333), »Summa de exemplis«

Summa magistri Joha[n]nis de sancto Geminiano de exemplis ac similitudonibus rerum Noviter impr. Venetiis 1497.

Summa magistri Joha[n]nis de sancto Geminiano ordinis fratru[m] predicato[rum] de exemplis [et] si[mi]litudinibus re[rum], Basili[ae]: Petri /Froben, 1499.

Svmma De Exemplis Et Rervm Similitvdinibvs Locvpletissima: Verbi Dei Concionatoribvs, Cvnctisqve Literarvm Studiosis maximo vsui fututa / F. Ioanne à S. Geminiano ordinis Praedicatorum Auctore. Nunc demum post omnes alias editiones, ... Adiectus est primùm Index certissimus, optimam quamà ac desioderatum materiam ordine .... Antverpiae, sumptibus Viduæ & hæredum Petri Belleri, 1609

Enzyklopädie mit Allegoresen nach Designaten geordnet: Abstinentia, Acidiae Tentatio, Avaritia

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Konrad von Megenberg (1309 – 1374)

Buch der Natur, ed. F. Pfeiffer, Stuttgart 1861.

Neuausgabe: Konrad von Megenberg, Kritischer Text nach den Handschriften, hrsg. von Robert Luff und Georg Steer, Tübingen: Niemeyer 2003 (Texte und Textgeschichte 54).

Eine mittelhochdeutsche Bearbeitung von Thomas von Chantimpré.

E-Text [www] TITUS Text Retrieval Engine, Universität Frankfurt/M.

Dagmar Gottschall, Konrad von Megenbergs Buch von den natürlichen Dingen. Ein Dokument deutschsprachiger Albertus-Magnus-Rezeption im 14. Jahrhundert, Leiden: Brill, 2004 (Studien und Texte zur Geistesgeschichte des Mittelalters 83).

Traude-Marie Nischik, Das Volkssprachliche Naturbuch im späten Mittelalter. Sachkunde und Dinginterpretation bei Jacob van Maerlant und Konrad von Megenberg, Tübingen: Niemeyer 1986 (Hermaea, N.F. 48).

Ulrike Spyra, Das »Buch der Natur« Konrads von Megenberg. Die illustrierten Handschriften und Inkunabeln, Köln: Böhlau 2005 (Schriftenreihe: Pictura et poesis 19).

Gerold Hayer, Konrad von Megenberg ›Das Buch der Natur‹. Untersuchungen zu seiner Text- und Überlieferungsgeschichte, Tübingen: Niemeyer 1998 (Münchener Texte und Untersuchungen zur deutschen Literatur des Mittelalters 110).

»Von der Sel«

Von der sel, hg. Georg Steer, (Kleine Prosadenkmäler des Mittelalters 2), München 1966.

Teilausgabe.

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Franciscus Petrarca (1304 – 1374), »De remediis utriusque fortunae« (1354 / 1367)

Petrarch’s Remedies for fortune fair and foul. A modern English translation of De remediis utriusque fortune, with a commentary by Conrad H. Rawski, Bloomington [u.a.]: Indiana University Press, 1991. (Vol. 1: Remedies for Prosperity - Translation. Vol. 2: Remedies for Prosperity - Commentary. Vol. 3: Remedies for Adversity - Translation. Vol. 4: Remedies for Adversity - Commentary. Vol. 5: References: Bibliography, Indexes, Tables and Maps) [kein lat. Text!]

Pétrarque, Les Remèdes aus deux fortunes. De remediis utriusque fortune (1345–1366). Vol. I. Texte et traduction par Christophe Carraud, Vol. II: Commentaires, notes et index, Grenoble: Editions Jérôme Millon 2002. [zur Zeit der einzige moderne lat. Text dieses Traktats]

An »De Remediiis utriusque fortunae« hat Petrarca (1304–1374) von 1354 bis 1367 gearbeitet. Der Begriff fortuna hat zwei Bedeutungen: ›Glück‹ / ›blindwütendes Geschick‹. Nach beiden Aspekten gliedert Petrarca sein Werk:
Im ersten Teil (122 Kapitel) weist die personifizierte Vernunft (Ratio) nach, dass alles, was den Menschen glücklich zu machen scheint, eitel ist. Im zweiten Teil (132 Kapitel) führt die Vernunft Trostgründe gegen das vermeintliche Übel an. Der eine Aspekt der Fortuna ist zu beargwöhnen, der andere auszuhalten. Im einen Fall sagt Ratio warnend ›das ist aber kein Wert!‹, im anderen Fall palliativ: ›das braucht dich aber nicht anzufechten!‹.

Der Text ist pseudo-dialogisch organisiert. Es sprechen die Personifikationen von Grundemotionen: im ersten Teil tragen Gaudium, Spes (ab I,.109) die Anlässe der ›fortuna prospera‹ vor; im zweiten Teil Dolor, Metus (II, 91.92. 115–117 ) die Anlässe der ›fortuna adversa‹ In jedem Kapitel lässt Ratio einen Hagel von Argumenten auf Gaudium bzw. Dolor niederprasseln.

Die Anordnung der einzelnen Kapitel erfolgt assoziativ; es lassen sich Kapitelverbünde ausmachen; punktuell gibt es in den beiden Teilen Pendants.

Inhaltsverzeichnis [PDF 160 kB, 8 Seiten]

Deutsche Übersetzungen des 16. Jhs.

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Petrus Berchorius [Bersuire, Pictavensius] (Ende 13. Jh. – nach 1361), »Reductorium morale«

Reductorii moralis fratris Petri Berchorii libri quatuordecim; perfectam officiorum atque morum rationem ac pene totam nature complectentes historiam nusquam hactenus excusi gentium: summa fide ac diligentia ad vetera exemplaria castivati || Parrisijs: apud Claudium Cheuallon […] mensis Martij die .xij. Anno dni Millesimo quingenetsimo vigesimoprimo [= 1521]

Sein immenses Werk gliedert sich (nach modernen Kriterien) in folgende Gruppen:

Die Bezeichnung »Reductorium« für die folgende Inkunabel (und ähnliche) ist irreführend; es handelt sich um den »Liber biblie moralis expositionum interpretationumque historiarumque ac figurarum veteris novique testamenti« (B):
Ulm: Johann Zainer der Ältere 1474. Digitalisat der BSB [www]

Bei folgender Ausgabe handelt es sich ebenfalls nicht um das »Reductorium« im eigentlichen Sinne (A), sondern um das ›Repertorium‹ (C) und um den »Liber moralitatum« (wie oben in der 1474er-Ausgabe: B):
Morale reductorium super totam Bibliam: fratris Petri Berthorij Pictauiensis/ ordinis diui Benedicti: diuinarum literarum studiosissimi: quatuor et triginta libris consummatum: singulisque ... capitibus aptissime distinctum: vbi notabiliorum, historiarum, ac figurarum veteris et noui testamentor[m: praemissa compendiosa textus summa: Tropologica seu Allegorica ... subnectitur explanatio: Adiectis Biblae concordantijs. Basiliae 1517. Digitalisat der BSB [www]

Bei der Ausgabe Paris 1521 – [4], CCCLXV, [1] f.; 2º (32 cm) – scheint es sich um die Editio princeps des »Reductorium« (A) zu handeln. – Weitere Drucke erscheinen bis ins 17.Jh., z.B. Köln 1684.

Charles Samaran / Jacques Monfrin, Article "Pierre Bersuire", in: Histoire littéraire de la France t. 39 (1962), pp. 259–450.

Paul Michel, ›Thesaurierte Exegese‹ bei Petrus Berchorius, in: Homo Medietas. Festschrift für Alois Haas zum 65.Geburtstag, hg. Claudia Brinker-von der Heyde und Niklaus Largier, Bern: Lang 1999, S. 97–116.

Inhaltsübersicht [pop-up]

Auszug daraus in deutscher Übersetzung: Aegidius Albertinus

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Heinrich von Herford, O.P. († 1370), »Catena aurea entium«

Noch unpubliziert, nur in Handschriften überliefert.

Der Index des Werks ist publiziert in: Enrico di Herford, Catena aurea entium. Tabula quaestionum I-VII, a cura di Loris Sturlese, Pisa, 1987 (Centro di Cultura Medievale 2) + Enrico di Herford, Catena aurea entium. Tabula quaestionum VIII-X, a cura di A. Palazzo. Presentazione di L. Sturlese, Pisa, 2004 (Centro di Cultura Medievale 12 ). — Vgl. Ventura p. 43–45 [PDF].

K. P. Schumann, Heinrich von Herford. Enzyklopädische Gelehrsamkeit und universalhistorische Konzeption im Dienste dominikanischer Studienbedürfnisse, Münster 1996 (Quellen und Forschungen zur Kirchen- und Religionsgeschichte 4)

Iolanda Ventura, On Philosophical Encyclopaedism in the Fourteenth Century: the Catena aurea entium of Henry of Herford, in: Une lumière venue d’ailleurs. Héritages et ouvertures dans les encyclopédies d’Orient et d’Occident au Moyen Age. Actes du colloque de Louvain-la-Neuve, 19-21 mai 2005, édités par G. de Callataÿ et B. Van den Abeele (Centre de recherche en histoire des sciences; Projet FSR «Encyclopédies comme images du monde et comme vecteurs d’échanges intellectuels dans l’Islam et l’Occident au Moyen Âge», Louvain-la-Neuve: Centre de recherche en histoire des sciences 2008, pp. 1–47.

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Mandeville, Jean de [John, Johannes von] (14. Jh.)

Sir John Mandevilles Reisebeschreibung [mhd., Velser Version], hg. E. J. Morrall, Berlin 1974.
Nhd. Übersetzung von Gerhard Grümmer, Leipzig 1986.

• Ernst Bremer, Artikel »Mandeville« in Verfasserlexikon 5, 1201ff.; dort auch Hinweise zu den Ausgaben französischer Versionen, lat. Übersetzungen.
• A. Bovenschen, Die Quellen für die Reisebeschreibung des Johann von Mandeville, 1888.

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Muḥammad ibn Mūsá al-Damīrī (geb. 1344 A.D.; gest. 1405/808 n.d.H.), »Kitāb Ḥayāt al-ḥayawān«

ad-Damîrî's Ḥayāt al-Ḥayawān. A zoological lexicon, transl. from the Arabic by Atmaram Sadashiva Grandin Jayakar, London 1906-1908. — Reprint: Frankfurt am Main: Inst. for the History of Arabic-Islamic Science at the Johann Wolfgang Goethe University 2001.

Das Buch »Hayat al-Hayawan« behandelt in alphabetischer Anordnung 931 Tiere, die im Koran, der Tradition (Hadith), Poesie und Sprichwörterliteratur erwähnt sind. Es sind über 500 Prosaautoren und 200 Dichter exzerpiert.

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Domenico Bandini (um 1335 – 1418), »Fons memorabilium uniuersi«

Offenbar nie gedruckt, eine Handschrift liegt in Oxford, Balliol College MS. 238A

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Pierre d'Ailly (1350 – 1420), »Ymago mundi«

Pierre d'Ailly, Ymago mundi, texte latin et traduction françaises des quatre traités cosmographiques de d'Ailly et des notes marginales de Christophe Colomb ; étude sur les sources de l’auteur. Edmond Buron [Bearb.], Paris: Maisoneuve, 1930.

Peter of Ailly, Concepts and Insolubles: an annotated translation by Paul Vincent Spade, Dordrecht, Holland; Boston: Reidel, 1980 (Synthese historical library 19)

Olaf Pluta, Die philosophische Psychologie des Peter von Ailly: ein Beitrag zur Geschichte der Philosophie des späten Mittelalters, Amsterdam: Grüner, 1987 (Bochumer Studien zur Philosophie 6).

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Heinrich Wittenwiler (1387 bis 1426 bezeugt), »Der Ring«

Heinrich Wittenwiler, Der Ring, hg. Edmund Wiessner 1931. Ergänzungband = Kommentar von Wiessner.
Mhd./nhd., Übersetzung von Horst Brunner, (RUB 8749), Stuttgart 1991.

In fastnächtliche Erzählung inserierte enzyklopädische Lehren; insofern als alle Theorie praktisch einen Welt-Krieg nicht verhindern hilft, vermutlich als Parodie.

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Dietrich Engelhus (um 1362 – 1434), »Promptus«

»Promptus« (ca. 1420er/30er-Jahre; in 2 Hss. überliefert, nur der Prolog ist ediert) alphabetisch geordnet, eingelagert Sammelartikel und kleinere 'Nester'.

Volker Honemann (Hg.): Dietrich Engelhus. Beiträge zu Leben und Werk, (Mitteldeutsche Forschungen 104), Köln: Böhlau 1991; darin Nikolaus Henkel, Der "Promptus" und seine Stellung innerhalb der mittelalterlichen enzyklopädischen Tradition S. 179–202. – Volker Honemann, Zu den Quellen des Promptus S. 203–236.

Udo Kühne, Engelhus-Studien, Freiburg/Schweiz: Univ.-Verlag, 1999 (Scrinium Friburgense 12)

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Giovanni Marchesini, »Mammotrectus super Bibliam«, 1476

Murachisinus: [I]Mpatiens p[ro]prie impericie ac ruditati compatiens pauper[um] clericor[um] qui ad predicac[i]o[n]is officiu[m] promouentur. decreui biblia[m] perlege[n]do exponere ... Mammetractus poterit appellari ... [Köln : Winters], 1476.

Der Verf. wird im Kolophon genannt: frater Murachisinus de sacro ordine minorum. ... explicit feliciter. Anno a natiuitated[omi]ni.M.CCCClxxsexto.in vigilia s[an]c[t]a natalis d[omi]ni

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Das mittelalterliche Hausbuch von Schloss Wolfegg (ca. 1480)

Das mittelalterliche Hausbuch, hg. Helmuth Th. Bossert / Willy F. Storck, Leipzig 1912. — dass., hg. von Christoph Graf zu Waldburg Wolfegg, Faksimile und Kommentarband, München: Prestel 1997.

Gedächtniskunst – Planetenkinder – Badehaus – Turniere – Jagd und Liebe – der obszöne Liebesgarten – Hausmittel und Rezepte – Bergwerk, Verhüttung, Münzwesen – Kriegstechnik

Gundolf Keil, Artikel »Wolfegger Hausbuch«, in: Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon, 2. Auflage. Band 10 (1999), Sp. 1322–1326. — Eintrag in der Wikipedia

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»Hortus Sanitatis« (1491)

Ortus Sanitatis, Mainz: Jacob Meydenbach, 23. Juni 1491.

Folio zweispaltig; unpaginiert, nicht foliiert. 453 Blätter, 7 ganzseitige und 1066 spaltenbreite Holzschnitte. – Die Kräuter bilden mit 530 Kapiteln den größten Bestand; die übrigen Bücher umfassen zwischen 106 und 146 Kapitel.

De herbis – De piscibus – De lapidibus – De animalibus – De avibus – de lapidibus pretiosis – de urinis – Register.

Digitalisat der Bayerischen Staats-Bibliothek [www]

Nachdruck der Ausgabe Venedig 1511: Würzburg: Edition Georg Popp 1978.

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Hartmann Schedel (1440 – 1514), Weltchronik (1493)

Liber cronicarum cum figuris et imaginibus ab initio mundi, auctore Hartmanno Schedelio, Nürnberg: Koberger 1493.

Weltchronik. Kolorierte Gesamtausgabe von 1493. Einleitung u. Kommentar von Stephan Füssel. Köln: Taschen 2001.

Digitalisat der deutschen Ausgabe 1493 [www, Bitmap/OCR, Wikisource]

Historiographie vom Alten Testament über Kultur und Politik der Antike und der mittelalterlichen Kirchen- und Kaisergeschichte bis auf die Gegenwart 1493;
Geographie von der überlieferten Kenntnis fabelhafter Kreaturen in den entlegenen Gebieten Asiens und Afrikas über detaillierte Stadtansichten aus der bekannten Welt bis hin zum landeskundlichen Kommentar und der ersten gedruckten Deutschlandkarte;
Personen- und Sachkommentare zu Geschichte und Gesellschaft wie der Aufbau des Reichs, Bedeutung des Kaisertums, der Ursprung des Adels oder kunstvoll gestaltete Stammbäume, biblische Motive und Portraits, z. B. von Sappho, St. Benedikt oder Mohammed;
Neuigkeiten über Kometen, Hagelschlag, Flut und Pestilenz.

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Georgio Valla (um 1430 – 1500)

Georgii Vallae ... De Expetendis, Et Fugiendis Rebus Opus, In Quo Haec Continentur De Arithmetica libri iii. ... De Musica libri v. ... De Geometrica libri VI. ... Venetiis: Manutius, 1501 [650 Bl.; 2°]

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Polydorus Vergilius Urbinas (um 1470 – 1555), »de inventoribus rerum« (1499 / 1521)

Polydori Vergilii Vrbinatis De Inventoribvs Rervm Libri Tres. Venetiis: De Pensis, 31.VIII.1499.

De inuentoribus rerum libri octo, ex accurata autoris castigatione, locupletationeque non uulgari, […] Basileae: Frobenius, 1521.

Von den erfyndern der dingen. WIe und durch wölche alle ding / nämlichen alle Künsten / handtwercker / auch all andere händel / Geystliche und Weltliche sachen [...] von anfang der Wellt her / biß auff dise unsere zeit geübt und gepraucht [...] durch Marcum Tatium Alpinum grüntlich / vnd aufs fleissigst jnns Teutsch transferiret unnd gepracht / mit schönen figuren durchauß gezyeret, / jedem Menschen nutzlich und kurtzweylig zuo lesen. Augspurg: Heynrich Steyner MDXXXVII.

Digitalisat der Ausgabe Argentoraci, 1509 [VD16 V 744] [www, Bayerische Staatsbibliothek]

Handwerke, Künste (Schreiben, Astrologie, Messen, Wahrsagen, Mnemotechnik, Strategie usw.), Riten (Ehe, Begräbnis, Fasten, monastisches Leben usw. — Die erste Ausgabe von »De rerum inventoribus« stammt aus dem Jahr 1499 (erst drei Bücher); 1521 erscheint eine erweiterte Ausgabe (in acht Büchern). Das Werk erlebt zu seines Autors Lebzeiten bereits 30 Auflagen und wird in viele Volkssprachen übersetzt.

Supplemento a Virigilio Polidoro: Cervantes beschreibt 1615 im »Don Quixote« (II,22) einen namhaften Gelehrten, der nebst einem Buch über 703 Gewänder und einer Fortsetzung der ovidischen Metamorphosen auch einen Nachtrag zum Polydorus Virgilius verfasst habe, worin Dinge erörtert würden, die P.V. übergangen hat, zum Beispiel: wer den ersten Schnupfen in der Welt gehabt hat und wer sich zuerst der Salben gegen die Franzosenkrankheit bediente (las vnciones para curarse del morbo Galico); dabei beruft er sich auf über fünfundzwanzig Autoritäten... Sancho fragt den Mann, wer sich zuerst am Kopf gekratzt hat und wer der erste Luftspringer in der Welt war.

Denys Hay, Polydore Vergil. Renaissance Historian and Man of Letters, Oxford: Clarendon Press 1952.

Beginnings and discoveries: Polydore Vergil's De inventoribus rerum; an unabridged translation and edition, with introd., notes and glossary by Beno Weiss .... - Nieuwkoop: de Graaf, 1997 (Bibliotheca humanistica & reformatorica 56)

Helmut Zedelmaier, Karriere eines Buches. Polydorus Vergilius »De inventoribus rerum«, in: Sammeln – Ordnen – Veranschaulichen. Wissenskompilatorik in der Frühen Neuzeit, hg. v. F. Büttner, M. Friedrich, H. Zedelmaier, Münster: LIT 2003, S.175-203.

zum Aufbau der Artikel [pop-up]

Polydorus-Vergilius-Projekt der HAB Wolfenbüttel [www]

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Gregor Reisch, »Margarita Phylosophica« (1503)

Aepitoma omnis phylosophiae. alias Margarita Phylosophica tractans de omni genere scibili, Freiburg 1503.

Margarita philosophica. Mit einem Vorwort, einer Einleitung. und einem neuen Inhalts-Verzeichnis von Lutz Geldsetzer, Photomechanischer Nachdruck der 4., Auflage Basel 1517. Düsseldorf: Stern-Verlag Janssen 1973.

Digitalisat der Ausgabe Freiburg 1503 [www: BSB]

Digitalisat der Ausgabe Basel 1508 [www: BSB]

Robert Ritter von Srbik, Die Margarita philosophica des Gregor Reisch, in: Denkschriften der Akademie der Wissenschafen in Wien, Math.-nat,wiss. Klasse 104 (Wien 1941), 85–205.

Gustav Münzel, Der Kartäuserprior Gregor Reisch und die Margarita philosophica, in: Zeitschrift des Freiburger Geschichtsvereins 48 (1938), S. 1—87.

Lucia Andreini, Gregor Reisch e la sua Margarita Philosophica, Salzburg 1997 (Analecta Cartusiana 138)

Aufsatz von Hugh Cahill auf der Website des King’s College; University of London.

Inhaltsübersicht [pop-up]

Titelbild [pop-up] (Straßburg: Johann Grüninger 1504) — Schemazeichnung [pop-up]

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Dominicus Nanus Mirabellius, »Polyanthea« (1503)

Dominicus Nanus Mirabellius, Polyanthea, Hoc est, opvs svavissimis floribvs celebriorvm sententiarvm, tam Graecarvm qvam Latinarvm, exornatvm, Savona 1503.

Nannus (bzw. Nanni), Archipresbyter am Domkapitel zu Savona, war Poet, Arzt und Doctor juris canonici (nach Jöcher). Das Werk bietet in alphabetischer Ordnung Zitate, Definitionen, Etymologien u.a., zusammengetragen aus der Bibel, den Klassikern, Kirchenvätern, italienischen Dichtern und Humanisten wie Dante, Petrarca, Baptista Mantuanus, Poggio, usw. Viele griechische Autoren werden im Original zitiert, zusammen mit der Übersetzung.

Viele weitere Ausgaben; dann 1607 in einer Neuberarbeitung durch Joseph Lang[e] — der auch eigene Sammlungen publiziert — und erfährt weitere Auflagen.

Digitalisat der Ausgabe Strassburg 1517 [www BSB München]

Polyanthea Nova, Hoc Est, Opus Suavissimis Floribus Celebriorum Sententiarum Tam Græcarum Quam Latinarum refertum: Quod ex innumeris fere cum factis tum profanis autoribus ... summa fide olim collegere ... / Dominicus Nanus Mirabellius, Bartholomæus Amantius, & Franciscus Tortius ... studio & opera Josephi Langii .... Francofurti: Zetznerus 1607.

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Marcus Antonius Coccius Sabellicus (1436 – 1506), »Exempla« (1509)

Marcus Antonius Coccius Sabellicus , Exemplorum libri decem, Argentorati: Schürer 1509

Exempelbuch Marci Anthonij Sabellici von wunderlichen Geschichten, Und gleichsam eyn zeyger aller Historien, der Juden, Christen vnd Heyden, ... / durch M. Leonard Brunner ... verteutscht. Zu Straßburg durch Jacob Cammerlandern von Mentz getruckt, 1535.

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Ludovicus Caelius Rhodiginus [Ricchieri] (1450–1525), »Lectiones antiquae« (1516)

Ludovici Caelii Rhodigini lectionum antiquarum libri XVI, Venetis: Aldus 1516.

Ludovici Caelii Rhodigini Lectionum antiquarum libri XVI. Basileae, apud Ioannem Frobenium 1517. [Folio. 40 Bll., 862 S.] — Antiquarum lectionum libri XVI. Pari: Jean Petit 1517 [anders aber seitenidentisch mit der Basler Ausgabe gesetzt]

Lodovici Caelii Rhodigini Lectionvm Antiqvarvm Libri XXX. Recogniti Ab Avctore, Atqve ita locupletati, ut tertia plus parte auctiores sint redditi: qui ob omnifariam abstrusarum & reconditiorum tam rerum quàm uocum explicationem (quas uix unius hominis ætas libris perpetuò insudans obseruaret) meritò Cornvcopiae, seu Thesavrvs Vtriusqve Lingvae appellabuntur, quòd in quocunque studiorum genere, non minor ipsorum, quàm ingentis bibliothecæ, aut complurium commentariorum, possit esse usus. Index est additus, in quo nihil desideres. Basileae: Froben 1542 — Dies zweite Ausgabe ist wesentlich vermehrt.

Spätere Ausgaben: Venetiis: Apud Bartholomaeum Caesanum 1551 — [Frankfurt am Main] Apud heredes Andreae Wecheli, Claudium Marnium & Ioannem Aubrium 1599. — Die letzte Ausgabe Francofurti: Gerlachius, 1666.

Eine Realenzyclopädie des gesamten Gedankenkreises des klassischen Altertums; auf Exzerpten beruhend. Ein Umschlagplatz des antiken Wissens für viele Autoren des 16. Jhs. (Montaigne, Rabelais).

D. G. MORHOF, Polyhistor, Tomus I: Polyhistor literarius (1688), Liber I. Bibliothecarius, Caput XXI. de Locorum Communium Scriptoribus, p. 249: LUDOVICUS CAELIUS RHODIGINUS vir fuit doctissimus, rerum naturalium et humanioris doctrinae peritissimus, et, qvod non parum ad laudes ejus facit, J. Caesaris Scaligeri Praeceptor. Extat ejus liber lectionum antiqvarum titulo, qvo continentur multa memorabilia, tam in naturali philosophiâ, qvam in Medicinâ, praecipuè verò in humaniori doctrinâ. Est inter praecipuos Bibliothecarum thesauros, & vario modo utilis: Qvæ enim per totam ille vitam collegit, vel observavit, in hunc unum librum videntur congesta, ut non immeritò Cornucopiæ vocari debeat.

Michela Marangoni, L'Armonia del sapere: i lectionum antiquarum libri di Celio Rodigino, Venezia 1997 (Memorie / Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti, Classe di Scienze Morali, Lettere ed Arti 68)

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Johannes Ravisius Textor (1480 – 1524), »Officina«, (1522)

Ioannis Ravisii Textoris Nivernensis Officina, vel potius naturae Historia, in qua copiosissime est dispositum, quicquid habent Autores in omnibus disciplinis omnes, quod & ad rerum & verborum cognitionem ullo modo facere potest, Basileae: Westhemer, 1538

Der Autor: Jean Tixier, Seigneur de Ravisi. Zedler nennt als erste Ausgabe der »Officina« einen Druck 1522 – Viele weitere Drucke, einer der spätesten: Ioh. Ravisii Textoris Nivernensis, ..., Officina, Sive Theatrum Histor. Et Poeticum, Ex Nat. Comite, Linocerio Et Gyraldo: Cum Indice, ad perfectionem illustratum, ... Nova hac editione A J. Jac. Grassero ... cum augmento exornatum, Basileae, Sumptibus Ludovici Regis, ..., 1665, 942 S., [36] Bl.
In den frühen Ausgaben ist das Material assoziativ angeordnet; in späteren haben Herausgeber eine gewisse Systematik erreicht,

Walter J. Ong, »Commonplace, Rhapsody: Ravisius Textor, Zwinger and Shakespeare«, in: Classical Influences on European Culture 1500–1700, ed. J.J.Bolgar. Cambridge, London, 1976, pp 107–159.

  1. Buch: Götter, Religion, Kult (35 Kapitel)
  2. Buch: der Mensch (104 Kapitel)
  3. Buch: Staat, Gesetz, Krieg (39 Kapitel)
  4. Buch: Wissenschaften und Künste (107 Kapitel)
  5. Buch: Gesellschaftsleben, Tugenden und Laster (70 Kapitel)
  6. Buch: Zeitrechnung (8 Kapitel)
  7. Buch: Elemente, Pflanzen Tiere, fremde Völker (103 Kapitel)
  8. Buch Fabeln der Dichter (ungeordnete Sammlung)

Johannes Ravisius, Officinae epitome, Lugduni apud Sebastianum de Honoratis 1560
Ioh. Ravisii Textoris Nivernensis, ..., Officina, Sive Theatrum Histor. Et Poeticum, Ex Nat. Comite, Linocerio Et Gyraldo : Cum Indice, ad perfectionem illustratum, ... Nova hac editione A J. Jac. Grassero ... cum augmento exornatum. Basileae: Regi 1665. [wohl die letzte Ausgabe]

Online-Text der Ausgabe Lyon 1560 mit dem systematischen Inhaltsverzeichnis (das mit den Kapiteln verlinkt ist): Mateo [www]

D. G. MORHOF, Polyhistor, Tomus I: Polyhistor literarius (1688), Liber I. Bibliothecarius, Caput XXI. de Locorum Communium Scriptoribus, p. 246: JOHANNIS RAVISII Officina liber utilissimus est ad omnem doctrinam. Nam exempla vera, fabulosa sub titulis suis collegit; sed breviter admodum, ne nimiâ mole opus gravaretur. Ad carmen scribendum non parum conducit, ubi exempla fabulosa utramqve paginam faciunt. Horum autem magna ac benè digesta ibi farrago est, & ita compendiose instituta, ut carere illo non possint, qvi exercitia oratoria et poetica tractant. Exiguo illo libro feliciùs uti possumus, qvam diffusis Zvvingeri et Beierlingii libris. Ipsa illa officina dudum non ampliùs comparuit in officinis librariis. Ejus epitome aliqvoties impressa est. Hoc librô tanqvam locis communibus in hoc genere uti qvis potest, adjectis vel in margine, vel mundâ chartâ interposita, qvae illic non notantur.

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Alexander ab Alexandro (1461 – 1523), »Dies Geniales« (1522)

Alexandri de Alexandro Dies geniales, Romae: In aedibus Iacobi Mazochii 1522.

Mehrere Male gedruckt und augmentiert.

Genialium dierum libri sex, varia ac recondita eruditione referti, accuratius quà antehac excusi, cum duplici indice, Parisiis: Johannes Petrus 1532. [Ausgabe Frankfurt 1626 ]

Alexandri ab Alexandro, Genialium Dierum libri sex, cum integris commentariis Anderae Tiraquelli, Dionysii Gothofredi, J.C.Christophori Coleri & Nic Merceri. Accessere indices capitum, rerum & verborum loccupletissimi. Lugduni Batavorum: Hack 1673. [wohl die letzte Ausgabe]

Auch Jean Paul kannte Alexander, vgl. Götz Müller, Jean Pauls Exzerpte, Würzburg: Königshausen & Neumann, 1988; im Register.

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Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim (1487 – 1535), »De incertitudine et vanitate scientiarum declamatio invectiva« (1526)

Agrippa von Nettesheim, Über die Eitelkeit und Unsicherheit der Wissenschaften, dt. F. Mauthner, München 1913.
Agrippa von Nettesheim, Über die Fragwürdigkeit, ja Nichtigkeit der Wissenschaften, Künste und Gewerbe, hg. Siegfried Wollgast, Berlin: Akademie-Verlag 1993

Entstanden 1526, gedruckt September 1530 in Antwerpen mit kaiserl. Privileg. Bis 1531 zahlreiche Nachdrucke. Von der Sorbonne gleich nach Erscheinen im Februar 1531 verurteilt wegen lutheran. Inhalt und weil das Werk gegen kirchliche Riten gewandt ist und kanon. Autoritäten nicht würdig behandelt; publice exurendus. Kommt am 2. März 1531 auf den Index.

Inhaltsverzeichnis [pop-up]

Deutsche Übersetzung (München 1913) als E-Text bei Zeno.org

G. Rudolph, "De incertitudine et vanitate scientiarum", Tradition und Wandlung der wiss. Skepsis von AvN bis zum Ausgang des 18. Jh., in Gesnerus 23, Aarau 1966.

Bowen, Barbara C., Cornelius Agrippa's De vanitate: Polemic or Paradox? in: Bibliotheque d'Humanisme et Renaissance 334, Genève 1972.

Metzke, E., Die "Skepsis" des AvN. in ders., Concidentia oppositorum. Ges. Schr. z. Philos. gesch., hg. K. Gründer, Witten 1961.

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Bartélémy Chasseneux (1480 – 1544), »Catalogus gloriae mundi« (1529)

Bartélémy Chasseneux (Chasseneuz, Chasseneo, Cassaneus), Catalogus gloriae mundi, Lugdunum [= Lyon]: Dionysius de Harsy / Simon Vincentius 1529.

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Juan Luis Vives (1492 – 1540), »De Disciplinis« (1531)

Ioannis Lodovici Vivis Valentini De Disciplinis libri 20; In 3 tomos distincti. Coloniae: Gymnicus, 1531.

Teilausg. von: Vives, Juan Luis: De disciplinis. Über die Gründe des Verfalls der Künste = De causis corruptarum artium / Juan Luis Vives. übers. von Wilhelm Sendner unter Mitarb. von Christian Wolf und Emilio Hidalgo-Serna. Hrsg., kommentiert und eingeleitet sowie mit Vive's Leben, Bibliogr. und Personenreg. vers. vom Emilio Hidalgo-Serna. Lat.-dt. Ausg. Erschienen: München : Fink, 1990 (Humanistische Bibliothek: Reihe 2, Texte; Bd. 28)

Darin: De causis corruptarum artium – De tradendis disciplinis – De artibus

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Francesco Petrarca (1304 – 1374), »De remediis utriusque fortunae« (1531; 1539)

[Erste deutsche, illustrierte Übersetzung durch Peter Stahel und Georg Spalatinus 1531:] Von der Artzney bayder Glück / des guoten vnd widerwertigen. Vnnd weß sich ain yeder inn Gelück vnd vnglück halten sol. Aus dem Lateinischen in das Teütsch gezogen. Mit künstlichen fyguren durchauß / gantz lustig vund schön gezyret. Gedruckt zuo Augspurg durch Heynrich Steyner. M.D.XXXII.
[Reprint Edition Leipzig & Verlag Wittig Hamburg 1984]
Neue Übersetzung durch Stephanus Vigilius in der Ausgabe 1539.

zur lateinischen Ausgabe

Aufsatz über die Bilder des Petrarcameisters [pdf; 2,8 MB]


Joachim Fortius Ringelberg (1499–1556), »Kyklopaideia« (1541)

Ioachimi Fortii Ringelbergii Andoverpiani Lvcvbrationes uel potius absolutissima kyklopaideia [in griech. Buchstaben]: nempe liber de Ratione studij, utriusque linguae, Grammatice, Dialectice, Rhetorice, Mathematice, & sublimioris Philosophiae multa […], Basileae: Apvd Bartholomevm Westhemervm Anno M.D.XLI.

Joachim Fortius Ringelberg, Opera, Facsimile of the ed. Lyons 1531: Nieuwkoop: Graaf 1967 (687 S.) Series: Monumenta humanistica belgica 3.

Titelbild und Inhaltsverzeichnis [pop-up]

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Sebastian Münster (1488 – 1552), »Cosmographia« (1544)

Cosmographia. Beschreibung aller Lender durch Sebastianum Munsterum/ in welcher begriffen Aller völcker/ Herrschafften/ Stetten und namhafftiger flecken/ herkommen: Sitten/ gebreüch/ ordnung/ glauben/ secten vnd hantierung/ durch die gantze welt/ vnd fürnemlich Teutscher nation. Was auch besunders in iedem landt gefunden/ vnnd darin beschehen sey. Alles mit figuren vnd schönen landt taflen erklert/ vnd für augen gestelt. Basel: Heinrich Petri 1544. [VD16 M 6689]

Cosmographiae uniuersalis Lib. VI in quibus iuxta certioris fidei scriptorum traditionem describuntur, Omnium habitabilis orbis partium situs ... Regionum Topographicæ effigies ... Omnium gentium mores, leges, religio, res gestæ ... Item regum & principum genealogiæ / Autore Sebast. Munstero, Basileae: Henricpetri 1550.

Und was enthält diese frühere Ausgabe?: Cosmographei. Mappa Europae: Eygentlich fürgebildet, außgelegt unnd beschribenn; Von aller land und Stett ankunfft, Gelegenheyt, sitten, ietziger Handtierung und Wesen / durch Sebastianum Munsterum an tag gebn. Sebastianus Munsterus. Franckfurt am Main: Egenolff, 1537.

Es gibt viele, stets erweiterete Ausgaben des Werks, vgl. Karl Heinz Burmeister, Sebastian Münster. Versuch eines biographischen Gesamtbildes, 2. Aufl. Basel / Stuttgart: Helbing & Lichtenhahn 1969 (Basler Beiträge zur Geschichtswissenschaft; Bd. 91). Die letzte Ausgabe, Basel: Henricpetri 1628, hat 1’748 Seiten in Folio, 26 Holzschnittkarten, 72 doppelblattgroße Holzschnitte und 1’490 kleinere, z.T. wiederholte Holzschnitte.

Reprint nach dem Druck Basel 1588 im Verlag K. Kölbl, Gründwald 1977.

Wikipedia deutsch [www] dort auch Links zu drei (Nov. 09) Digitalisaten im Web.

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Francesco Alunno (1480–1556), »La Fabrica del mondo« (1548)

Francesco [del Bailo] Alunno, La Fabrica del mondo, nella quale si contengono tutte le voci di Dante, del Petrarca, del Boccaccio & d'altri buoni autori, con la dichiaratione di quelle, & con le sue interpretationi latine, Vinegia: [de Bascarini] 15[46–]48.

Di nuovo ristamp., ricorr., et ampl. Vinegia: Gherardo 1557 — Venetia: Sansovi, 1560 und öfters bis 1600.

Ein frühes volkssprachl. onomasiologisches Wörterbuch.

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Conrad Gesner (oder Gessner; 1516 – 1565), »Bibliotheca universalis« (1545/1548)

Bibliotheca universalis seu Catalogus omnium scriptorum locupletissimus in tribus linguis, Latina, Graeca et Hebraica extantium et non extantium, veterum et recentiorum in hunc usque diem ... publicatorum et in bibliothecis latentium; Opus novum et non bibliothecis tantum publicis privatisne instituendis necessarium sed studiosis omnibus cuiuscunque artis aut scientiae ad studia melius formanda utilissimum, authore Conrado Gesnero. Tiguri, apud Chr. Froschouerum 1545.

Pandectarvm Sive Partitionum uniuersalium Conradi Gesneri Tigurini, medici & philosophiæ professoris, libri XXI. : Ad Lectores: Secvndvs hic Bibliothecae nostræ Tomus est, totius philosophiæ & omnium bonarum artium ... Tiguri: Froschover 1548

Der zweite Band der Bibliotheca universalis; von pandectēs, ae, m. (πανδέκτης) ›der alles in sich fassende (enthaltende)‹, daher ein Buch, das alles oder allerlei in sich fasst.

[Von Jacob Simler erweitert:] Bibliotheca instituta et collecta primum a Conrado Gesnero deinde in Epitomen redacta et novorum librorum accessione locupleta, iam vero postremo recognita et in duplum post priores editiones aucta per Josiam Simlerum. Tiguri apud Chph. Froschouerum 1574.

[Von J. J. Fries erweitert:] Bibliotheca Institvta Et Collecta, Primvm A Conrado Gesnero: Deinde in Epitomen redacta, et nouorum Librorum accessione locupletata, tertio recognita, & in duplum post priores editiones aucta per Iosiam Simlerum: Iam vero postremo aliquot mille, cum priorum tum nouorum authorum opusculis ex instructissima Viennensi Austriae Imperatoria Bibliotheca amplificata, per Ioannem Iacobum Frisium Tigurinum. Tiguri, Excvdebat Christophorvs Froschovervs, 1583.

45’000 Titel bibliografisch erfasst im Gegensatz zu ca. 15’000 der 1. Auflage.

Digitalisat 1545 [www HAB]

Digitalisat 1555 [www HAB]

Digitalisat 1548 [www HAB]

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Giulio Camillo detto Delminio (1480 – 1544), »Teatro« (1550)

L'Idea del theatro dell'eccellen. M. Giulio Camillo, Fiorenza: Torentino 1550.

E-Text, italienisch [www]
E-Text, italienisch, PDF [www]

Richard Bernheimer, Theatrum Mundi, in: The Art Bulletin, Vol. 38, No. 4 (Dec., 1956), pp. 225-247.

Frances A. Yates, The art of memory, London: Routledge & Kegan Paul 1966 = Gedächtnis und Erinnern, Berlin: Akademie-Verlag 1997, S. 123ff.

Gianfranco Miletto, Glauben und Wissen im Zeitalter der Reformation. […], Berlin: De Gruyter 2004, S. 72–87.

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Girolamo Cardano (1501 – 1576), »de subtilitate rerum« (1550) – »de rerum varietate« (1557)

Hieronymi Cardani Medici Mediolanensis De Svbtilitate Libri XXI, Ad illustriss. Principem Ferrandum Gonzagam, Mediolanensis prouinciæ Præfectum.Norimbergæ: apud Ioh. Petreium, iam primo impressum, 1550.

Hieronymi Cardani de rerum varietate libri XVII: adiectus est capitum, rerum & sententiarum notatu dignissimarum index, Basileae: Petri, 1557.

[Erste deutsche Übersetzung:] Offenbarung der Natur unnd Natürlicher Dingen auch mancherley subtiler würkungen. | Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum/ Doctorn der atzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgegangen. | Darin kunstlich die art und eigenschafft deß gantzen umbkreyß der welt / beide himmelischer und elementischer Spheren angezeiget werdend / Auch der Cometen / deß Gestirns / Metallen / Gesteinen / vnnd einfluß würckungen. mitt sampt den pflantzungen / vnnd seltzammen arten der Beümen / Thieren / vnnd Menschen. Item von Trib vnnd bewegnussen natürlicher vnnd kunstlicher dingen/ als des Feüwrs / Gemeiner künsten vnnd handtwercken / auch anderer geringeren künsten vnd verborgener sachen / deren man sich / geleich als ob sie wider die natur geschehen / wol zuo verwunderen hat. Weitters von mancherley seltzammen gebreüchen / viler landen / völckeren / vnd Stetten / oder anderem der geleichen / so bißhar durch wenig angezeiget vnnd beschriben seind/ heitere vnderrichtung. Wie dann sollichs weitleüffiger in vollkommenem Register zu finden ist. | Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren zu gutem Teütscher nation / gantz fleissig und auff das treüwlichst verteütschet. | Mit Kay. Mt. Gnad vnd Freyheit in fünff jaren nit noch zuo trucken. | Getruckt zu Basel. [Heinrich Petri 1559]

Ein kurtzer außzug vnd inhalt aller fürnemmen vnd nutzlicher puncten vnd artcklen/ so n des hochgelerten Hieronymi Cardani/ artzet zuo Meyland/ ein vnnd zwentzig bücheren von den subtylen hendlen begriffen. Allen liebhaberen der nateürlichen vnd künstlichen sachen/ gantz lustig vnnd nutzbarlich zuolesen. Verteütscht vnnd geordnet durch D. Henricum Pantaleonem/ in der Universitet zuo Basel ordenlichen vnd bestelten Physicum. Anno M.D.lix.

Folio, zusammen 26 Bll. + 934 Seiten Inhaltsverzeichnis [pop-up]

Girolamo Cardano, »De subtilitate«. Ed. crit. a cura di Elio Nenci, Milano: Angeli, 2004 (Filosofia e scienza nell'età moderna : 3, Testi inediti o rari 16). — Von »De rerum varietate« gibt es offenbar keine moderne Edition.

M. Fierz, Girolamo Cardano, Basel 1977.

Ingo Schütze, Die Naturphilosophie in Girolamo Cardanos »De subtilitate«, München: Fink, 2000 (Humanistische Bibliothek: Reihe 1, Abhandlungen 49).

Online Texte: Opera Omnia [www Università Milano] — »De subtilitate« in einer Ausgabe von 1663 (Text wahlweise als Bitmap oder als ASCII) im ARCHIMEDES-Projekt [www] — Die deutsche Ausgabe von 1559 digitalisiert bei ECHO [www]

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Christophorus Mylaeus (†1570), »De Scribenda Vniversitatis Rervm Historia Libri Qvinqve«, (1551)

De Scribenda Vniversitatis Rervm Historia Libri Qvinqve.Christophoro Mylæo Autore. Basileae, Ex Officina Ioannis Oporini, Anno salutis humanæ MDLI. Mense Martio, 1551.

De scribenda universitatis rerum historia commentarius, complectens naturae, artium, reip. principatuum, doctrinarum atque literorum hominum ab ipsis primordiis ad nostra usque tempora perbreven enumerationem, Florentiae: Torrentini, 1557

Aufsatz von Martin Schierbaum [pdf]

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Stobaeus, [Anthologie; in deutscher Übersetzung] (1551)

Joannis Stobei Scharpffsinniger Sprüche, auß den schrifften der aller vernünfftigsten, eltisten, hochgelerten Griechen, inn der zale, ob zwaihundert vnnd fünfftzig zusamen getragen. Ain übertreffenlich, alle menschliche tugendt vnd vernunfft innhaltend, Buch. Durch Georgen Frölich, genant Letus, von der Lömnitz, erstmals auß Latinischer, inn Teütsche sprache gebracht ... Mit ainer vorrede, den wege zum verstandt, vnd nutzbarkait dises herrlichen Buchs klärlich zaigende, Gedruckt zu Basel, by Johann Herbst, genant Oporino, als man zalt nach der geburt vnsers herren vnd seligmachers Jesu Christi, Tusend, fünffhundert, fünfftzig vnd ein Jar [1551]

Die Anthologie des Stobaios wurde 1543 von Conrad GESNER erstmals ins Lateinische übersetzt: Ioannis Stobaei Sententiæ ex thesauris Græcorum delectæ, quarum autores circiter ducentos & quinquaginta citat, & in sermones siue locos communes digestæ, nunc primum a Conrado Gesnero ... in Latinum sermonem traductæ, sic ut Latina Græcis e regione respondeant. ... Adiecta sunt & alia quædam ... Accessit quoque locupletiss. rerum ac uerborum toto Opere memorabilium Index, Tiguri excudebat Christoph. Froschoverus, 1543

Information über die Fröhlichsche Übersetzung bei Frank Hieronymus (Uni Basel)

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Plinius (deutsche Teil-Übersetzung der »Naturalis historia« 1556)

Caij Plinij Secundi / Des furtrefflichen Hochgelehrten Alten Philosophie / Bücher und schrifften / von der Natur / art vnd eigentchafft der Creaturen oder Geschöpffe Gottes / Als nemlich: Von den menschen / jrer Geburt / Aufferziehung / Gestalt / Wandel / Gebreuchen / Künsten / handtierung / Leben / Kranckheit / Sterben / Begrebniß. Von den vierfüssigen Thieren [...] Von den Fischen [...] Von den vögeln [...] Vnd von den Schlangen / kreichenden Würmern / mit sampt andern mindern Thierlin / den Eimeissen / Bienen vnd jres gleichen. [...] auß dem Latein verteutscht durch M. Johannem Heyden / Eifflender von Dhaun [...] Frankfurt: Sigmund Feyerabend 1556.

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Pierre Boaistueau († 1566), »Le Théâtre du Monde« (1558)

Le Théâtre du Monde. Paris 1558.

Spätere Ausgabe: Le Théâtre du monde, ou il est fairt un ample discours des misères humaines. Composé en Latin par P. Boaystuau surnommé Launay, puis traduit par luy-mesme en François; Ques un brief discours de l'excellence et dignité de l'homme, Anvers 1573.

Pierre Boaistuau, Le théâtre du monde, Edition critique par Michel Simonin (Textes littéraires français 297), Genève: Droz 1981.

[Deutsche Übersetzung:] Peter Boaysteau, genannt Launay. THEATRUM MUNDI, Das ist Schauwplatz der Welt: Darinnen von ellend und arbeitseligkeit des Menschen / durch alle und jede Alter und Stände menschlichs Lebens gehandelt wirt; und sonderbarem Tractätlein von Fürtrefflichkeit und Wierde des Menschen [...]. [deutsche Übersetzung von] Rotmundus Sangallensis, Basel: J. Trew 1606; 1607?.

Weitere deutsche Übersetzungen:

Spiegel des Menschlichen Lebens. In welchem Des Menschen vielfältiges Elend auffgedeckt/ und die/ heutiges Tags im schwang gehende Laster/ vorgestellet werden, … übersetzt durch J.T. V.D.M., Basel: Genath, 1671.

Wahrer Lebens-Spiegel/ Das ist: Die verhaste Wahrheit/ Verdeckte Eitelkeit/ Und Das verborgende Elend aller Menschen : Zu Ehren Der ewigen Wahrheit/ Zu Vermeidung der Eitelkeit/ Und Zur Erkäntniß unserer selbst/ In XL Capituln/ frey heraus gesagt/ auffgedecket und eröffnet / Megander, Veit Ludwig. Hamburg: Rebenl. 1688.

!Beachte die verschiedenen Namenformen: Peter Boaysteau, Pierre Launay, Bouistuau, Boaistuau, Bouaistuau, Boisteau, Chelidonius Tigurinus u.ä.

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Alessandro Citolini (1500 – 1582), »La Tipocosmia« (1561)

Alessandro Citolini, La Tipocosmia, Venezia: Vincenzo Valgrisi 1561.

Enzyklopädisches Werk des Wissens, der Wissenschaften, Künste, des Handwerks und der Regierungskunst, in Dialogform und eingeteilt in sieben "giornata" genannte Kapitel, "com' era costume del tempo ... quante Dio volle stare a crear il mondo; perché appunto in quest sette giornate distributivamente fa egli menzione di tutte le cose di questo mondo; per lo che cominciando dallo intelligibile, percorre ogni maniera d'arti e di scienze fino all' arte di pulirsi, mangiare, vestire ... Come Leon Battista Alberti, come Leonardo da Vinci, come Cardano, Citolini fa propria l'immagine del libro della natura, dell'universo nel libro, mentre Lorenzo Valla, Erasmo, Ermolao Barbaro gli offrono I linguaggi e le techniche per decirarlo. Nasce la Tipocosmia, un' enciclopedia di tutte le arti liberali, la nuova enciclopedia, alla cui stesura il grammatico trevigiano si dedicò per diversi anni, almeno, stando a ciò che nel proemio dell' opera egli stesso riferisce, dal 1551" (L. Della Giustina). – Freundlicher Hinweis des Antiquariats Erasmushaus in Basel.

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Charles Estienne, (1504–1564), »L'agriculture et maison rustique« (1564)

L'agriculture et maison rustique; en laquelle est contenu tout ce qui peut estre requis, pour bastir maison champestre, nourrir & medeciner bestiail & volaille de toutes sortes, dresser iardins ... entretenir les prez, viuiers & estangs ... Plus vn bref recueil de la chasse & de la fauconnerie, Paris: Du Pui, 1564.

Ein Werk der Hausväterliteratur; deutsche Übersetzung durch M. Sebizius 1579.

vorzügliches Digitalisat der Ausgabe Paris 1564 durch archive.org (auf DjVu klicken!)

lausiges Digitalisat der Ausgabe Paris 1572 durch die BNF, gallica

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Theodor Zwinger der Ältere (1533 – 1588), »Theatrum Vitæ Humanæ« (1565)

Theatrum Vitae Humanae, Omnium ferè eorum, quae in hominem cadere possunt, Bonorum atque Malorum Eexempla historica ... in XIX. Libros digesta, comprehendens ... À Conrado Lycosthene Rubeaquense ... iampridem inchoatum: Nunc Verò Theodori Zvinggeri Philosophi atque Medici Basiliensis opera, studio & labore, eò usque deductum, ut omnium ordinum hominibus at uitam preclarè instituendam ... iucundum sit futurum. Cvm Gemino Indice, Basileae: Joh. Oporinus; Ambrosius & Aurelius Frobenius, 1565. — Folio, zweispaltig; 1428 Seiten Text.

Theodor Zwinger benutzte das Material seines Stiefvaters Conrad Wolffhart (Lycosthenes) (1518–1561), das er mehrfach augmentierte. Zwei weitere, erweiterte Ausgaben:

Theatrum Vitae Humanae: Hoc Est, Eorum omnium fere quae in hominem cadere possunt Bonorum atque Malorum Exempla historica, Ethicae philosophiae praeceptis accommodata …, Basileæ: Per Ambrosivm Et Avrelivm Frobenios, Fratres 1571. 3455 Seiten Text

Theatrum Humanae Vitae Theodoris Zvingeri Bas., Tertiatione Nouem Voluminibus locupletatum, interpolatum, renouatum. cum tergemino Elencho, Methodi scilicet, Titulorum & Exemplorum. Basileae: per Evsebium Episcopivm, 1586/87. Folio, 4372 Seiten Text; die letzte zu Zwingers Lebzeiten erschienene Ausgabe.

Theatrvm Hvmanae Vitae Theodori Zuingeri Bas. Tertiatione Nouem Volvminibvs locupletatum, interpolatum, renouatum Jacobi Zvingeri Fil. recognitione plurium inprimis recentiorum Exemplorum auctario, Titulorum [et] Indicum certitudine ampliatum. Cum quadrigemino Elencho, Methodi scilicet, Titulorum, Exemplorum, Rerum [et] Verborum, Basileæ, per Sebastianvm Henricpetri, 1604. 4374 Seiten + 306 Bl. — von Zwingers Sohn postum herausgegeben.

Zur Frage der taxonomischen Einteilung, die dieser Enzyklopaedie zugrunde liegt, vgl. den Artikel Geschweifte Klammern [pdf; 2,7 MB]

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Samuel Quiccheberg (1520–1567), »Theatrum« (1565)

Inscriptiones Vel Titvli Theatri Amplissimi, Complectentis rerum vniuersitatis singulas materias et imagines eximias, ut idem recte quo[ue dici possit. Promptuarium artificiosarum miraculosarumque rerum ... autore Samuele à Quiccheberg Belga, Monachii Ex Officina Adami Berg typographi 1565.

Theorie mit praktischer Anleitung zu Ordnung und Präsentation der Objekte in einer Kunstkammer / einem Museum.

Übersicht [PDF]

Der Anfang der Museumslehre in Deutschland. Das Traktat »Inscriptiones vel tituli theatri amplissmi« von Samuel Quiccheberg; lateinisch - deutsch, hrsg. und kommentiert von Harriet Roth, Berlin: Akademie-Verlag 2000. [Digitalisiert bei Google Books] — Vgl. die kritische Rezension von Markus Friedrich.

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Andreas Hondorff (um 1530 – 1572), »Promptuarium Exemplorum«, 1568

Promptuarivm Exemplorvm. Historienn vnd Exempelbuch [...] Aus Heiliger Schrifft, unnd vielen andern ... Schrifften gezogen ... Durch Andream Hondorff. Zum Spiegel der warhafftigen christlichen Buß / jedermenniglichen zu diesen letzten vnd gefehrlichen zeiten für die Augen gestelt, Leipzig 1568. [weitere Drucke 1570 bis 1598 fast jährlich; zuletzt 1687]

Lutheranische Exempelsammlung, geordnet nach dem Dekalog.

Eine lateinische Übersetzung: »Theatrum Historicum Sive Promtuarium Illustrium Exemplorum Ad Honeste, Pie, Beateque Vivendum«, Editio Tertia Prioribus Emendatior, Francofvrti 1598 ist bei MATEO digitalisiert.

Heidemarie Schade, Andreas Hondorffs Promptuarium Exemplorum, in: Wolfgang Brückner (Hg.), Volkserzählung und Reformation, Ein Handbuch zur Tradierung und Funktion von Erzählstoffen und Erzählliteratur im Protestantismus, Berlin: E.Schmidt 1974, S. 647–703.

Vgl. Walter Haug und Burghart Wachinger, Exempel und Exempelsammlungen, (Fortuna Vitrea 2), Tübingen: Niemeyer 1989.

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Konrad Heresbach (1496–1576), »Rei Rvsticae Libri Quatuor« (1570)

Conradus Heresbachius, Rei Rvsticae Libri Qvatvor, Vniversam Rvsticam Disciplinam Complectentes, vnâ cum appendice oraculorum rusticorum Coronidis vice adiecta. Item, De Venatione, Avcvpio Atqve Piscatione compendium, in vsum Heroum patrumque familiâs ruri agentium concinnatum. Auctore D. D. Conrado Heresbachio Iurisconsulto, Illustrissimi Ducis Iuliacensis, Cliuensins, Montensis, &c. Consiliario, Coloniæ Apud Ioannem Birckmannum 1570.

Das Werk gehört zur Hausväterliteratur. Eine zweite Auflage erschien 1594. — Konrad Heresbach, Vom Landbau, Nachdruck der lat. Ausgabe Köln 1570 mit deutscher Übersetzung und mit krit. Quellennachweis von Helmut Dreitzel und Wilhelm Abel, Meisenheim: Hain 1970 (offenbar nur 1 Band erschienen).

Digitale Ausgabe bei den Fondos digitalizados de la Universidad de Sevilla.

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Estienne / Sebizius, Siben Bücher Von dem Feldbau (1579)

Siben Bücher Von dem Feldbau/ vnd vollkommener bestellung eynes ordenlichen Mayerhofs oder Landguts. Etwann von Carolo Stephano und Johanne Liebhalto/ der Artzeney Doctorn/ Frantzösisch beschrieben. Nun aber seines hohen nutzes halben, gemeynem Vatterland zulieb/ von dem Hochgelehrten Herren Melchiore Sebizio Silesio, der Artznei Doctore, inn Teutsch gebracht. […]. Getruckt zu Straßburg/ bei Bernhard Jobin. 1579 [Titelauflage ? 1580 ]

VD16 E 3999; Digitalisat der Ausgabe 1580 der Sächsichen Landsbibliothek Dresden

= Übersetzung des Hausväterbuchs von Charles Estienne / Jean Libault, L’agriculture et maison rustique; en laquelle est contenu tout ce qui peut estre requis, pour bastir maison champestre, nourrir & medeciner bestiail & volaille de toutes sortes, dresser iardins ... entretenir les prez, viuiers & estangs ... Plus vn bref recueil de la chasse & de la fauconnerie, Paris: DuPuys 1567.

Aufbau: 1. Von dem Feldbau und ordentlicher Anstellung einer Meyerey, oder eines bekömmlichen Meyerhofs — 2. Von Anstellung der Gärten — 3. Vom Lustgarten — 4. Von Wisen und Matten — 5. Von Ackerfeldern. Von Jucharten und Feldmessungen — 6. Vom Weydwerck/ Hawung der Wäld und Gehöltz/ vom Jagen und Hagen — 7. Von der Wolffjagt. Beschriben vom Herrn Johan von Clamorgan.

Erweiterte Ausgabe: XV. Bücher Von dem Feldbaw vnd recht volkommener Wolbestellung eines bekömmlichen Landsitzes/ vnnd geschicklich angeordneten Maierhofs oder Landguts/ Sampt allem/ was demselben Nutzen vnd Lusts halben anhängig. Deren etliche vorlängst vn Carolo Stephano vnd Joh. Libalto/ Frantzösisch vorkommen. Welche nachgehends ... theyls vom Hochgelehrten Herrn Mechiore Sebizio/ der Artznei Doctore/ theyls auß letsten Libaltischen zusätzen durch nachgemelten inn Teutsch gebracht seind. Etliche aber an jetzo auffs New/ erstlich auß dem Frantzösischen...Exemplar/ So dann/ auß des Herrn Doctoris Georgij Marij Publicirter Gartenkunst/ vnd fortter/ des Herrn Joh. Fischarti I.V.D. Colligirten Feldbawrechten vnd Landsitzgerechtigkeiten/ &c. zu lust vnd lieb dem Teutschen Landmann hinzu gethan worden. Getruckt zu Straßburg/ bei Bernhart Jobin. 1588.

[nicht zu verwechseln mit:] Siben Bücher Von dem Feldbau vnd Ackerwerck/ darinnen nach längs/ vnd mit allem fleiß von allem dem jenigen gehandelt wirdt/ so eynem jeden, der sich desselbigen vnterfangen will. […] Etwan durch den Edlen vnd Vesten Herren Africum Clementem von Padua/ inn Welscher Sprach beschriben ... Nun aber durch Hieremiam Martium bestellten Doctorn der Artznei zu Augspurg […] inn gemeyne Teutsche Sprach gebracht/ vnd mit grossem fleiß transferiert. Straßburg: Jobin 1580.

Explicit S. 296: End deß sibenden vnd letsten Buchs/ auß Augustino Gallo gezogen. = Übersetzung von Africo Clemente, Della Agricoltura, 1572 — Digitalisat der BSB auf Google Books

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Pierre Grégoire / Petrus Gregorius Tolosanus (1540–1617), »Syntaxes« (1575/81)

Syntaxes artis mirabilis, in libros septem digestae. Per quas de omni re proposita, multis rationibus disputari aut tractari, omniumque summaria cognitio, haberi potest. Authore Petro Gregorio, Lugduni: Ant. Gryphius, 1575–1581.

Commentaria In Syntaxes Artis Mirabilis... : In Quatuor Tomos, Octo libros continentes digesta ... / Auctore Petro Gregorio Tholosano ... Teil: 1/2 Coloniæ : Zetzner, 1610 Umfang: [5] Bl., 892 S., [33] Bl.

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Francisco Sánchez (1552 – 1632), »Quod nihil scitur« (1581)

Quod nihil scitur. Lugduni, apud Ant. Gryphivm, 1581

That nothing is known, [by] Francisco Sanches. Introd., notes, and bibliogr. by Elaine Limbrick. Latin text established, ann., and transl. by Douglas F. S. Thomson. Cambridge u.a.: Cambridge University Press, 1988.

Der Verfasser, möglicherweise jüdischer Abkunft und Professor der Medizin in Monpellier und Toulouse, »war einer der ersten, die eine umfassende systematische Kritik der scholastischen Philosophie entwickelten. Zusammen mit Montaigne vertrat er die neue Schule des philosophischen Skeptizismus, besonders im Hinblick auf die Naturwissenschaften. Sanchez lehrte, daß mit der von den scholastischen Philosophen verwendeten syllogistischen Methode der logischen Schlußfolgerung keine Erkenntnis zu gewinnen sei, da sie von willkürlichen Begriffsbestimmungen ausging, deren Gültigkeit er für zweifelhaft hielt... Vollkommene Erkenntnis ist dem Menschen unmöglich – daher der einigermaßen orakelhafte Titel des Buches, den man mit 'Warum man nichts wissen kann' oder 'nichts ist gewiß' übersetzen könnte« (Carter/M.)

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Johannes Freigius, »Paedagogus« (1582)

Ioan. Thomæ Freigii Paedagogvs, Hoc Est, Libellvs Ostendens Qva Ratione Prima Artium Initia pueris quàm facillimè tradi possint, Basileæ: Per Sebastianvm Henricpetri, 1582.

Johannes Thomas Freige (1543–1583) war u.a. ein Schüler von Petrus Ramus. Inhalt: "Grammaticae minoris liber I. de etymologia"; "Grammatica graeca", "Grammatica hebraea", "De rhetorica", "De logica", "De arithmetica", "De musica", "De geometria", "De asse", "De architectura", "De physica", "De oeconomica", "De jurisprudentia", "De medicina" u.a.

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Samuel Siderocrates (Eisenmenger), »Cyclopaedia Paracelsica Christiana« (1585)

Samuel Siderocrates, Cyclopaedia Paracelsica Christiana. Drey Bücher von dem waren ursprung und herkommen der freyen Künsten, auch der Physiognomia, obern Wunderwercken unn Witterungen, Straßburg 1585.

Stefan Rhein in: Franz Eybl / W. Harms / H.-H. Krummacher / W. Welzig (Hgg.), Enzyklopädien der Frühen Neuzeit. Beiträge zu ihrer Erforschung, Tübingen: Niemeyer 1995. S. 81–97.

Inhaltsübersicht [pop-up]

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Tommaso Garzoni (1549 – 1589), »La piazza universale« (1585)

La piazza universale di tutte le professioni del mondo ...; con l'aggionta d'alcune bellissime annotationi a discorso per discorso / nouvamente ristampata ... da Thomaso Garzoni. Venetia: Somasco, 1585.

Tomaso Garzoni, La piazza universale di tutte le professioni del mondo; a cura di Giovanni Battista Bronzini; con la collab. di Pina De Meo e Luciano Carcereri, Firenze: Olschki, 1996 (Biblioteca di "Lares"; nuova serie, vol. 49).

Deutsche Übersetzungen: 1619; 1626; 1641; 1659: Piazza universale, Das ist: Allgemeiner Schawplatz / oder Marckt / vnd Zusammenkunfft aller Professionen / Künsten / Geschäfften / Händeln vnd Handtwercken / so in der gantzen Welt geübet werden: Deßgleichen Wann / vnd vom wem sie erfunden: auch welcher massen dieselbige von Tag zu Tag zugenommen: Sampt außführlicher Beschreibung alles dessen / so darzu gehörig [...] Nicht allein allen Politicis, sondern jedermänniglich waß Standes sie seynd / sehr lustig zu lesen. [...] Anjetzo auffs trewlichste verteutscht [...] Franckfurt am Mayn, MDCXXVI.

Inhaltsverzeichnis [pop-up]

Aus dem »Zonagri« hat sich Grimmelshausen bedient. vgl. Günther Weydt, Nachahmung und Schöpfung im Barock. Studien um Grimmelshausen, Bern 1968.

I. M. Battafarano, Vom polyhistorischen Traktat zur satirischen Romanfiktion. Garzonis "Piazza Universale" bei Albertinus und Grimmelshausen, in: I. M. Battafarano (Hg.), Tomaso Garzoni. Polyhistorismus und Interkulturalität in der frühen Neuzeit, (IRIS 3), Bern 1991, S.109–124.

Joseph B. Dallett, Auf dem Weg zu den Ursprüngen: Eine Quellenuntersuchung zu Grimmelshausens Schermesser-Episode, in: Carleton Germanic papers 4 (1976), p. 1–36.

Joseph B. Dallett, Mensch und Tierreich im "Simplicissimus". Neue Perspectiven zu den Quellen, in: Daphnis 5 (1976), S. 217-265.

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Christoph de Savigny, »Tableaux Accomplis De Tous Les Arts Liberaux«, 1587

Tableavx Accomplis De Tous Les Arts Liberavx: Contenans Brievement Et Clerement Par Singvliere Methode De Doctrine, Vne Generale Et Sommaire Partition Des Dicts Arts, Amassez Et Redvicts En Ordre Povr Le Sovlagement Et Profit De La Ievnesse. Par Monsieur Christofle De Savigny, A Paris: Par Iean & François de Gourmont freres, demeurants ruë Sainct Iean de Latran, 1587.

Die graphisch aufwendig gestaltete Enzyklopädie von Christoph de Savigny (1530–1608) mit ramifizierenden Synopsen ist digitalisiert zugänglich:
HAB Wolfenbüttel [www]

Ein Nachfolger von de Savigny ist der Engländer Richard Blome († 1705), The Gentlemans Recreation. In two parts. The first being an encyclopedy of the arts and sciences ... The second part, treats of horsmanship, hawking, etc London: S. Roycrof, 1686.

Steffen Siegel: Tabula. Figuren der Ordnung um 1600, Berlin: Akademie-Verlag 2009. Vgl. die Rezension von Markus Wild in der FAZ vom 16.4.09.

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Johann Fischart, »Catalogus Catalogorum perpetuo durabilis« (1590)

Johann Fischart, Catalogus Catalogorum perpetuo durabilis, hg. Michael Schilling, Tübingen: Niemeyer 1993.(Neudrucke deutscher LiteraturwerkeN.F. 46)

Satirische Kritik an Enzyklopädien; vgl. das Vorwort von Schilling.

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Ioannes Colerus (1566 – 1639), »Calendarium oeconomicum & perpetuum« (1591)

[Johannes Coler] Calendarium oeconomicum & perpetuum. Vor d. Haußwirt, Ackerleut, Kauffleut, Wanderßleut, Weinherrn, Gertner und alle diejenige so mit Wirtschafft umbgehen. Darinnen begriffen ist: Eine gemeine Prognostication auff e. jedere zeit d. Jahrs alle Kreuter, Wurtzeln, Blumen und Samen, d. man in e. jeden Monat zur Artzney nützlich samlen sol...Wittenberg 1591 — Neudruck d. Erstausgabe: Edition Leipzig 1988.

Oeconomia ruralis et domestica Darin(n) das gantz Ampt aller trewer Hauß-Vätter, Hauß-Mütter, beständiges und allgemeines Hauß-Buch, vom Haußhalten, Wein- Acker- Gärten- Blumen und Feld-Baw, begrieffen, Auch Wild- und Vögelfang, Weid-Werck, Fischereyen, Viehzucht, Holtzfällungen, und sonsten von allem was zur Bestellung und Regierung eines wolbestellten Mayerhoffs ... nützlich und vonnöthen seyn möchte. Sampt beygefügter einer experimentalischer Hauß-Apotecken und kurtzer Wundartzney-Kunst, wie dann auch eines Calendarii perpetui. (u. ) Ander Theil ... Darinnen beschrieben und angezeiget wird, was zu Erhaltung, auch Wiederbringung Menschlichen Leibs Gesundheit nütz und dienlichen sey: Von allerley Wasser, ... schönen Chymischen Spiritibus, oleis, und andern Chymischen Medicamentis ... Von mancherley Kranckheiten durch alle Gliedmassen deß Menschlichen Leibs ... von der abschewlichen Seuche der Pestilentz, und derselben Cura ... Von schwangern Weibern ... Von Kindern, wie dieselben nützlich auffzuerziehen seynd. (Vermehret um das Traumbuch Apomasaris). Jetzo aber, auff ein Newes in vielen Büchern mercklich corrigirt, vermehret und verbessert, in Zwey Theil abgetheilet und zum Ersten mahl mit schönen Kupfferstücken ... in Truck verfertiget. 2 Bde (= 4 Teile) in 1 Bd. Mainz, N. Heyl, 1645 - 1651. Folio. Drucktitel, 2 Bl., 128 S., 6 Bl. Register, 732 S., 18 Bl. Register; 358 S., 5 Bl. Register, 57 S., 1 (v. 3) S. Register m. zus. 102 Textholzschnitten u. 24 Textkupfern

Colers Kalender ist immer wieder in erweiterten und aktualisierten Ausgaben aufgelegt worden; er gehört zur Hausväterliteratur.

Inhaltsübersicht [pop-up]

Gotthardt Frühsorge, Nachwort im Reprint 1988 — Kurt Lindner, Das Hausbuch des Johann Coler, in: Festschrift für Claus Nissen, Wiesbaden 1973, S. 503–564.

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Georg Rollenhagen (1542 – 1609), »Froschmeuseler« (1595)

Froschmeuseler: der Frösch und Meuse wunderbare Hoffhaltunge ... in dreyen Büchern auffs newe mit Vleiss beschieben und zuvor im Druck nie aussgangen, Magdeburgk: Geh, 1595.

Georg Rollenhagen, Froschmeuseler, kommentierte Ausgabe hg. von Dietmar Peil, Frankfurt a.M. 1989. (= Bibliothek der frühen Neuzeit, Bd. 12 / Bibliothek deutscher Klassiker 48).

On-line-Text [www: Zeno] [die Ausgabe von K. Goedeke, Leipzig 1876]

Rollenhagen baut die pseudohomerische Geschichte vom Froschmäusekrieg (Batrachomyomachia) aus. Das erste Buch handelt vor allem von den Individualtugenden und den Regeln für das zwischenmenschliche Zusammenleben. Das zweite Buch bietet vor allem die Diskussion um die bestmögliche Staatsform und erörtert die Frage nach dem Verhältnis zwischen Kirche und Staat. Das dritte Buch entwickelt eine lange Diskussion über Krieg und Frieden und umfassende Erörterungen zu Problemen der Kriegsführung. Nach den Individualtugenden und den zwischenmenschlichen Beziehungen werden Probleme. der innerstaatlichen Ordnung und schließlich Fragen der Kriegs- und Bündnispolitik erörtert. – Die Fülle der verschiedenen Erzählstoffe verschmilzt Rollenhagen zu einem einheitlichen Ganzen, indem er das in der Tierepik übliche Prinzip der narrativen Assimilation von in kleineren Erzählformen überlieferten Stoffen mit dem Prinzip der abgestuften Erzählerebene kombiniert. (nach D. Peil)

Roland Richter, Georg Rollenhagens Froschmeuseler: Ein rhetorisches Meisterstück, Bern/Frankfurt a.M. 1975.

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Jean Bodin (1530 – 1596), »Universae naturae theatrum« (1596)

Vniversae Natvrae Theatrvm In Qvo Rervm Omnivm effectrices causae & fines quinque libris discutiuntur. Avtore Ioan. Bodino. Lvgdvni: Rovssin, 1596.

Jean Bodin, La Theatre De La Nature Vniuerselle De Iean Bodin Iurisc: Auquel on peut contempler les causes efficientes & finales de toutes choses, des quelles l'ordre est continué par questions & responces en cinq livres ... Traduict du Latin par M. François De Fougerolles Bourbonnois Docteur aux Arts & en Medecine, A Lyon, Par Iean Pillehotte, à l'enseigne du nom de Iesus, ..., 1597 [40], 917 pp.

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Jakob Ayrer d. J. (1569 – 1625), »Historischer Processus juris« (1597)

Historischer Processus juris, in welchem sich Lucifer über Jesum, darumb, daß er ihm die Höllen zerstöret, eingenommen, die Gefangenen darauß eröst, und hingegen Lucifern gefangen und gebunden habe, auff das allerhefftigste beklaget. Darinnen ein gantzer ordentlicher Proceß, von Anfang der Citation sampt allen andern Acten und Actitaten zu finden seyn. Durch Jacob Ayerern beyder Rechten Doctoren vnd Aduocaten in Nürenberg 1597.

Eine freie Bearbeitung des »Processus Belial« des Jacobus de Theramo († 1417; vgl. den Artikel von Norbert Ott s.v. im Verfasserlexikon), in welchem das kanonisch-rechtliche Prozeß-Verfahren bis ins Detail anhand des fiktiven Rechtsstreits zwischen Luzifer und Jesus modellhaft abgehandelt wird. Digitalisat einer Ausgabe:

Belial zu teutsch. Ein gerichtzhandel zwischen Beleal hellischem verweser/ als kleger einem teil/ vnd Jesu Cristo/ hymmelischem got/ antwurtet/ andern teile/ Also: obe Jhesus den hellischen fürsten/ rechtlichen die helle zerstöret/ beraubet/ vnd die tüfel darjnn gebunden haeb &c. Alles mit clag/ antwurt/ red widerred/ appellierung/ rechtsatzung &c. wie man sich jm rechten bruchen sol Straßburg: Johannes Prüß 1508. durch die Bayerische Staatsbibliothek [www]

Neuauflagen der Fassung von Ayrer bis 1737.

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Antoine d'Averoult S.J., »Les Fleurs des exemples« (1603)

Les Fleurs des exemples ou Catechisme historial, Douai 1603.

lat.: Flores exemplorum, auctore Antonio Davroultio. Sive Catechismus historialis, 1614 u.ö.

Historischer Catechismus Darinnen auserlesne Exempel, Historien und Wunderzaichen zu bestettigung deß wahren Catholischen Glaubens begryffen seynd. Auß heiliger Schrifft ... erstlich durch ... Antonivm Daverovltivm ... zusammen gezogen vnd in Latein beschriben. Anjetzt ... in die Teutsche Sprach vbersetzt. München: Henricus 1629.

Exempla-Sammlung geordnet nach dem Katechismus (Artikel des Glaubensbekenntnisses, Vaterunserbitten, Dekalog, sieben Sakramente, sieben Todsünden, vier evangelische Räte, vier letzten Dinge u.a.m.)

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Johann von Wowern (1574 – 1612), »Polymathia« (1603)

Ioan. A Wovver De polymathia tractatio. integri operis de studiis veterum apospasmation. [Hamburg]: Frobenius, 1603.

De Polymathia Tractatio. Integri Operis De Studiis Veterum Apospasmation; Accesserunt praeterea Autoris Vita & Elogia: In Polymathiam item Tabellae Synopticae, cum Indice rerum ac verborum.Editio Nova, Cum Praefatione M. Jacobi Thomasii. Lipsiae: Cörnerus / Michael 1665.

Luc Deitz, Ioannes Wower of Hamburg, Philologist and Polymath. A Preliminary Sketch of His Life and Works. In: Journal of the Warburg and Courtauld Institutes, Vol. 58. (1995), pp. 132–151.

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Hans Rudolf Rebmann (1566–1605), Gastmahl des Niesen und Stockhorns (1606)

Ein Neuw/ Lustig/ Ernsthafft/ Poetisch Gastmal/ vnd Gespräch zweyer Bergen/ In der Löblichen Eydgenoßschafft/ vnd im Berner Gebiet gelegen: Nemlich deß Niesens vnd Stockhorns/ als zweyer alter Nachbaren: Welches Innhalt Ein Physicam Chorographicam vnd Ethicam descriptionem von der gantzen Welt in gemein/ und sonderlich von Bergen vnnd Bergleuten: Sonneten weiß gestellt Durch H. Hans Rudolph Räbmann/ Dieneren deß Worts Gottes. Getruckt zu Bern bey Johann LePreux 1606.

In der ersten Auflage ca. 14’000; in der zweiten Auflage (Bern: Werli 1620) 18’000 Knittelverse. Die zweite Auflage basiert möglicherweise auf dem Manuskript der ungekürzten ersten. — Miserabler Scan der Ausgabe 1606 (aber immerhin!) bei Google Books.

Hans FORSTER, Hans Rudolph Rebmann und sein »Gastmahl zweyer Berge, Frauenfeld/Leipzig: Huber 1942 (Wege zur Dictung XXXVI)

Rosmarie ZELLER, Die Wunderwelt der Berge. Literarische Form und Wissensvermittlung in Hans Rudolf Rebmanns Gastmal und Gespräch zweier Berge. In: Barbara Mahlmann-Bauer (Hrsg.): Scientiae et artes. Die Vermittlung alten und neuen Wissens in Literatur, Kunst und Musik. Wiesbaden 2004, S. 979–996.

Inhalt [pop-up]

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Johann Heinrich Alsted (1588 – 1638), »Clavis« (1609)

Johann Heinrich Alsted: Clavis artis Lullianae. et verae logices duos in libellos tributa. Id est, solida dilucidatio artis, magnae, generalis, et ultimae, quam Raymundus Lullius invenit, ut esset quarumcunque artium et scientiarum clavigera et serperastra: edita in usum et gratiam eorum, qui impendio delectantur compendiis, et con-fusionem sciolorum, qui juventutem fatigant dispendiis. [Reprint der 1609 in Straßburg erschienenen Ausgabe: Olms 1983]

R. R. Davies et al. (eds.), Johann Heinrich Alsted 1588-1638, between Renaissance, Reformation, and Universal Reform, Howard Hotson, Oxford Historical Monographs, 2000

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Hippolyt Guarinonius, »Die Grewel der Verwüstung Menschlichen Geschlechts« (1610)

Die Grewel der Verwüstung Menschlichen Geschlechts: In sieben unterschiedliche Bücher und unmeidenliche Hauptstucken/ sampt einem lustigen Vortrab/ abgetheilt ... / Durch Hippolytus Guarinonius, Ingolstatt: Angermayr, 1610. [Reprint Bozen 1993]

Elmar Locher (Hg.), H. Guarinonius im interkulturellen Kontext seiner Zeit. Acta der Tagung Neustift 1993, Bozen 1995.

Anton Dörrer, Franz Grass et al., Hippolytus Guarinonius (1571-1654). Zur 300. Wiederkehr seines Todestages. Schlern- Schriften, hg. R. Klebelsberg.Innsbruck: Wagner, 1954.

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Jan Gruter (1560 - 1627), »Florilegivm ethico-politicum« (1610)

Florilegivm ethico-politicum: nunquam antehac editum: nec non P. Syriac L. Senecae sententiae aureae / recognoscente, Jano Grutero ... accedunt gnomae paroemiaeque ... - Francofvrti: Rhodius, 1610. Mikrofilm: New Haven: Research Publications, 1973. (German baroque literature, Harold Jantz collection; no. 98, reel 20).

Lampas, Sive Fax Artivm Liberalivm, Hoc Est, Thesavrvs Criticvs: In Qvo Infinitis Locis Theologorum, Jurisconsultorum, Medicorum, Philosophorum, Oratorum, Historicorum, Poetarum, Grammaticorum, scripta supplentur, corriguntur, illustrantur, notantur ...; ex otiosa bibliothecarum custodia erutus, [et] foras prodire iussus; ... cum indice [et] locorum [et] memorabilium a Iano Grutero, Francofurti : Rhode, 1602-1623.

Janus Gruterus, Florilegii Magni Seu Polyantheae Tomus Secundus Jani Guteri. Formatus Concinnatusque Ex Quinquginta minimum auctoribus vetustis, Græcis, Latinis, Sacris, Profanis Quorum Tamen Nullus Fere Comparet In Tomo Primo ... Acessere [et] heic quoque nova Apophtegmata, Emblemata, Mythologica: item XXV Monastichorum Latinorum missia; totidem redolentia Definitiones, Sententias, Dogmata, Similit udines, Proverbia, Exemplar [etc.] decerpta pene ad verbum ex literati orbis Scriptoribus claßicis, Elenchus Titulorum totius Operis Epistolæ adjunctus, Argentorati: Zetzner 1624

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Abraham ben David Portaleone (1542 – 1612) »Shilte ha-Gibborim« (1612)

Ausgabe: Mantova 5372 [= 1612 AD nach christl. Zeitrechnung]

deutsche Übersetzung: Die Heldenschilde des Abraham ben David Portaleone; vom Hebräischen ins Deutsche übers. und kommentiert von Gianfranco Miletto, Frankfurt/M.: Lang 2003 (Judentum und Umwelt 74)

»Šilte ha-Gibborim« (dt. ›Die Schilde der Helden‹ nach Hohelied 4,4; hebr. שלט, st. constr.: šiltē) ist ein enzyklopädisches Werk in hebräischer Sprache, das zunächst eine rekonstruierende Beschreibung des Salomonischen Tempels (vgl. insbes. 1 Kön 6,1ff. und 2 Chr 3,3ff.) ist, die in die rabbinische Überlieferung zum israelitischen Kult hinführt und somit den Gerechten eine Hilfe zum frommen Leben bietet; aus gegebenem Anlass jedoch – und weil gilt, dass in der Tora alles enthalten ist – auch allerlei profane, ›moderne‹ Betrachtungen über Medizin, Alchemie, Kriegskunst u.a. vermittelt:

• Tempelmusik > Musiktheorien (Kap. 4–13)
• Aufgaben der Priester im Tempeldienst > soziale Struktur des alten Israel, inkl. Truppenaufstellung im Kampf (Kap. 40–43)
• Gewänder und Efod der Hohenpriester > Abhandlung über Edelsteine bis hin zu den Preisen von Diamanten (Kap. 48/49)
• Tieropfer und Weihrauch > Zoologie und Botanik (Kap 50–56; 77–85)
• Maße des Tempels > Maße und Gewichtseinheiten, Münzen (Kap. 72).

Gianfranco Miletto, Glauben und Wissen im Zeitalter der Reformation. Der salomonische Tempel bei Abraham ben David Portaleone (1542–1612), Berlin: De Gruyter 2004 (Studia Judaica 27).

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Aegidius Albertinus, S.J. (um 1560 – 1620), »Der Welt Tummel= und Schaw-Platz« (1612)

Der Welt Tummel= und Schaw-Platz. Sampt der bitter=süssen Warheit. Darinn mit einführung viler schöner und fürtrefflicher Discurscen, nit allein die Natürliche, sondern auch Moralische und sittliche Eigenschafften und Geheimnussen der fürnemsten Creatuen und Geschöpf sehr lustig, Geist= und Politischer Weiß erklärt, und auf die Weltläuf gezogen werden. Acht Theil begreiffendt.
Im ersten wirdt gehandelt von GOtt, von den Himmeln, von der Höllen, guten und bösen Engeln, Sonn, Mohn, Sternen Elementen, Wolcken, Winden, Regen, Regenbogen, Morgenröth, Hagel, Reiff, Schnee, Thaw, Meer, Liecht, Finsternuß, etc. Im andern von den grossen vnd kleinen, wilden vnd zämen verfüssigen Thieren. Drittens, von kriechenden Thieren. Viertens von allerhandt Vögeln. Zum fünfften von Fischen. Zum sechsten von Bäumen, Pflantzen, Früchten, Blumen, Kräutern vnd Samen. Sibendens von allerhandt Edelgesteinen, Corallen, Glaß, Saltz, Wein, Oel, Honig, Wachß, Milche, Butter, Käß vnd Brot, etc. Im achten von dem Menschen, und dessen äusserlichen vnd innerlichen Geheimbnussen.
Allen StandtsPersonen, vnd sonderlich den Predigern sehr dienlich. Durch Aegidivm Albertinvm, Bayrischen Secretarium colligiert. Getruckt zu München, bey Nicolao Henrico MDCXIII, in Verlegung Hansen Krugern.

Es handelt sich um Auszüge aus des Berchorius »Reductorium« in deutscher Übersetzung.

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Antonio Zara (1574 – ?), »Anatomia ingeniorum et scientiarum« (1615)

Anatomia ingeniorum et scientiarum sectionibus quatuor comprehensa. Avctore Antonio Zara, Venetiis, ex typographia Ambrosii Dei, & Fratrum, 1615.

Vier Teile: (1) der Mensch – (2) Imaginatio (hierunter fallen u.a. Poetik, aber auch Architektur, Optik, Kriegskunst) – (3) Intellectus (Logik, Metaphysik, Jurisprudenz u.a. enthaltend) – (4) Memoria (Geschichte, Schöpfung, Apokalypse u.a.m.)

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Caspar Jugel (1581 – ?), »Oeconomia« (1616)

Caspar Jugel, Oeconomia, Oder Nothwendiger Unterricht und anleitung, wie eine gantze Haußhaltung am nützlichsten und besten (sofern Gottes Segen unnd gedeyen darbey) kan angestellet, Item Vom Ackerbaw, wie derselbe bestellet unnd beschickt, in gleichen, wie die Schäffereyen, Forbergs- unnd andere Gütere sollen ausgethan und verpachtet werden. Darzu auch Ein außführlicher Unterricht / wie man die Maulwürffe aus den Gärten / Wiesen und Feldern ... außtilgen und los werden kan Alles auff Anordnung Churfürstens Augusti (von Sachsen) Christseliger Gedächtniß durch einen Vornehmen von Adel auff die Churfürstlichen Forberge gestellet. Jetzo erstlich in Druck verordnet / unnd ... an Tag gegeben Durch Casparum Iugelium Crimmicensem
Frankfurt, H. Groß[e] 1616. — Weitere Auflagen 1617 [erweitert]; 1675 1705.

Digitalisat [www] der Sächsischen Landesbibliothek, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

Jugel gab die vom Hofmeister der Kurfürstin Anna von Sachsen, Abraham von Thumbshirn (1535–1593), verfasste Schrift aufgrund der Originalhandschrift und mehrerer Abschriften ein Druckmanuskript heraus. Ein Werk der Hausväterliteratur.

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Nicolas Caussin (1583 – 1651), »Polyhistor symbolicus« (1618)

Polyhistor symbolicus, electorum symbolorum et parabolarum historicarum stromata, XII libris complectens, authore Nicolao Caussino, Parisiis, 1618

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Jan Ámos Komenský (Comenius, 1592 – 1670), »Theatrum universitatis rerum« (1616–1618?)

[Comenius, Johann Amos] Epistula ad Montanum. Problemata miscellanea. Sylloge quaestionum controversarum. Theatrum universitatis rerum. Amphitheatrum rerum. O vycházení a zapadání přednějších hvězd oblohy osmé. Mara Moravy. Moudrost starých Čechú, Praha: Academia 1969 = Johannis Amos Comenii opera omnia 1.
Theatrum universitatis rerum edd. Jiří Daňhelka / Karel Hádek / Antonín Škarka pp. 97–165.

Auf Tschechisch verfasste Enzyklopädie; es gibt keinen zeitgenössischen Druck. — 1. Teil: Theatrum vitae naturae • 2. Teil: Theatrum vitae humanae • 3. Teil: Theatrum orbis terrarum [Geographie] • 4. Teil: Theatrum seculorum [Geschichte]

Wilhelm Schmidt-Biggemann, Topica universalis. Hamburg: Meiner 1983; S. 139–154.

Ulrike Bollmann, Wandlungen neuzeitlichen Wissens. Historisch-systematische Analysen aus pädagogischer Sicht, Würzburg: Königshausen & Neumann, 2001, S. 163–187.

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Francis Bacon (1561 – 1626), »Instauratio magna« (1620ff.)

Francisci de Verulamio Summi Angliæ Cancellarii Instauratio magna. Londini: Apud Joannem Billium Typographum Regium, 1620.

Sein enzyklopädisches Werk, die »Instauratio magna«, konnte Bacon nur zum Teil realisieren. Es sollte 6 Teile haben.

Als Vorarbeit publizierte er 1605 auf Englisch: »The Proficience and Advancement of Learning« (lateinische Übersetzung und Erweiterung: »De dignitate & augmentis scientiarum« 1623)

I: The Divisions of the Sciences – Partitiones Scientiarum (Einteilungen der Wissenschaften); dies bereits in »De dignitate & augmentis scientiarum«

II: The New Organon; or Directions concerning the Interpretation of Nature – Novum Organum sive Indicia de Interpretatione Naturæ (Neues Denk-Instrument oder Von den Anleitungen zur Erklärung der Natur); dieses Werk, in 130 + 52 Aphorismen, ist ausgeführt.

III: The Phenomena of the Universe; or a Natural and Experimental History for the Foundation of Philosophy – Phenomena Universi, sive Historia Naturalis & Experimentalis ad condendam Philosphiam (Von den Erscheinungen des Weltalls oder von der beobachtenden Naturbeschreibung, als Grundlage der Philosophie); daraus sind ca. 30 Seiten entworfen; eine spätere, hierzu gehörende Arbeit ist »Sylva Sylvarum« (1627).

IV: The Ladder of the Intellect – Scala Intellectus (Leiter der Erkenntnis).

V The Forerunners; or Anticipations of the New Philosophy – Prodromi, sive Anticipationes Philosophiæ Secundæ (Von den Vorläufern oder von den im Voraus aus der zweiten Philosophie entlehnten Sätzen).

VI: The New Philosophy; or Active Science – Philosophia secunda, sive Scientia Activa (Von der zweiten Philosophie oder von der tätigen Wissenschaft).

Novum Organon (1620). Neues Organon, hg. von Wolfgang Krohn, Hamburg: Meiner 1990 (lat. Text der Ausgabe von James Spedding et al., 1858; dt. Übersetzung Rudolf Hoffmann, Berlin 1962).

Francis Bacon, Über die Würde und die Förderung der Wissenschaften, aus dem Englischen übertragen von Jutta Schlösser. Hrsg. und mit einem Anhang versehen von Hermann Klenner, Freiburg u.a.: Haufe 2006. [Aus dem Anhang geht irgendwie hervor, dass als Vorlage die 1640 erschienene englische Rückübersetzung von Bacons autorisierter lateinischer Fassung von »De dignitate & augmentis scientiarum« 1623 diente.]

Bacon bei den e-Texten der University of Adelaide

Online-Text des Novum Organon: nur lateinisch (Académie de Nice) — lateinisch/englisch zweispaltig: [unbekannter Provider] [www]

The Proficience and Advancement of Learning (London, 1605), ins Netz gestellt von Hartmut Krech.

The Cambridge companion to Bacon, edited by Markku Peltonen, Cambridge Univ. Press, 1996.

Wolfgang Krohn, Francis Bacon, 2., überarb. Auflage, München: Beck 2006 (Beck’sche Reihe 509).

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Samuel Fabricius (1577 – 1625), »Cosmotheoria Sacra« (1625)

Samuel Fabricius, Cosmotheoria Sacra. Heilige Welt-Betrachtung, Oder Meditationes vber den Hundert vnd Vierten Psalmen Davids von Gottes Geschöpffen vnd allerley grossen lieblichen Wunderwercken. Gefasset vnd abgetheilet in Sieben Bücher, in welchen die Lehre des Propheten erkläret, vnd von den Geschöpffen Gottes ordentlich, doch kurtz, Theologisch vnd Historisch gehandelt wirdt ... / Zugericht vnd verfertiget durch Samuel Fabricium Islebiensem Dienern am H. Wort Gottes im Fürstenthumb Anhalt zu Zerbst, Franckfurt am Mayn / Hanau: Aubry / Schleich 1625.

Cosmotheoria sacra […] Anjetzo aber auff einständigtes Begehren von neuem wiederum auffgelet, corrigirt und verbessert, Basel: König 1665.

Die zweite Auflage enthält keine substantiellen Änderungen im Text; neu ein ausführliches Register.
Was sich gibt als physiko-theologische Meditation über den 104. Psalm, ist eine ausgewachsene Enzyklopädie, weil Fabricius (wie später Scheuchzer) alles in den Kommentar gestopft hat, was er in Büchern fand.

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Johann Heinrich Alsted (1588 – 1638), »Encyclopædia« (1630)

Johannis Henrici Alstedii Encyclopaedia, septem tomis distincta, I, Præcognita disciplinarum, libris quator. II. Philologia, libris sex. III. Philosophia theoretica, libris decem. IV. Philosophia practica, libris tribus. V. Tres superiores facultates, libris tribus. VII. Farragines disciplinarum, libris quinque, Herborn 1630. Reprint 1988ff.

Howard Hotson, Johann Heinrich Alsted 1588-1638. Between Renaissance, Reformation, and Universal Reform. Oxford University Press 2001.

Wilhelm Schmidt-Biggemann, Topica universali.s Eine Modellgeschichte humanistischer und barocker Wissenschaft, Hamburg: Meiner, 1983.

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Johann Amos Comenius (1592 – 1670), »Janua linguarum reserata« (1631)

Janua linguarum reserata: sive seminarium linguarum, et scientiarum omnium, hoc est compendiosa latinam linguam perdiscendi methodus – 1. Fassung 1631; 2. Fassung 1649.

Moderne, kritische Ausgabe: Johann Amos Comenius, Janua linguarum reserata : editio synoptica et critica quinque authenticos textus Latinos necnon Junualem Comenii textum Bohemicum continens. Praecedit commentatio de Comenii Janua linguarum reserata / curavit Jaromir Cervenka, Praha: Statni Pedagogické Nakl., 1959

Aufgeschlossene Sprachen Thür: Oder Ein Pflantz Garten aller Sprachen und Wissenschaften. Dasz ist: Kurtze, und Vorthelihaftige Anleitung, die Lateinische und alle andere Sprachen, zugleich mit den Gründen der Wissenschaften, und Künste, wol zu lernen, in hundert Capitel, und tausend vollkommene Sprüche gefasset. Die dritte Auszfertigung, welche nicht allein reiner ... umb tausend Wörter vermehret ist, sampt einer richtigen Deutschen Verdolmetschung, und vollkomenem Register der Capitel und Wörter, 3. Ausfertigung, Leipzig: Gross, 1633.

Im Kern ein onomasiologisches Wörterbuch

Eine kritische Überarbeitung erfolgte durch: Michael Pexenfelder, Apparatus Eruditionis tam Rerum quam Verborum, per omnes Artes et Scientias, Sultzbach 1687.

Inhaltsübersicht [pop-up] (Ausgabe von 1631)

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Peter Lauremberg (1590 – 1658), »Acerra Philologica« (1633 und weitere Auflagen)

Acerra philologica: Das ist: Zwey hundert außerlesene, nützliche, lustige und denckwürdige Historien und Discursen, zusammen gebracht auß den berühmsten griechischen und lateinischen Scribenten, Rostock: Hallerfordt, 1633.

Buntschriftstellerei • Die 1. Auflage 1633 der »Acerra Philologica« umfasste 200 Stücke; 1637 (das ist die letzte von Lauremberg selbst betreute Auflage) kommen nochmals 100 dazu. Die Sammlung wird stets erweitert: 1646 sind es 400 Stück; 1656 sind es 600 Stück; 1688 sind es 700 Stück. 1754 erscheint die letzte deutsche Ausgabe.

Der Zürcher Pfarrer Gotthard Heidegger hat Laurembergs (und seiner Nachfolger) Text 1708 überarbeitet, d.h. viele Stücke kommentiert und in den 4. bis 7. Dekaden ca. 100 Stück ausgetauscht.

Thomas Bürger, Die ›Acerra Philologica‹ des Peter Lauremberg. Zur Geschichte, Verbreitung und Überlieferung eines deutschen Schulbuchs des 17.Jahrhunderts, in: Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte 12 (1987), S.1–24.

Neue und vermehrte Acerra philologica, Das ist: Sieben Hundert auserlesene, nützliche, lustige und denckwürdige Historien und Discursen, aus den berühmtesten griechischen und lateinischen Scribenten zusammengetragen. Darinnen zu finden die meisten Gedichte der Poeten / von Göttern und Göttinnen, die fürnehmsten Geschichte der alten Römer und Griechen, etliche gebräuchliche Sprichwörter / unterschiedliche natürliche Dinge. Allen Liebhabern der Historien zur Ergetzung /insonderheit der studierenden Jugend zu mercklicher Ubung und Wissenschafft beförderlich, Frankfurt am Main, Leipzig, 1717.

Diese Ausgabe als E-Text bei Zeno [www]

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Charles Sorel (1602 – 1674), »La Solitude et l’Amour Philosophiqve de Cleoméde« (1640)

Von menschlicher Vollkommenheit/ Worbey die waaren Güter betrachtet werden/ insonderzeit der Seelen ihre; Samt den Lehr-Arten der Wissenschaften. übers. von Johann Wilhelm von Stubenberg. Hack, Leiden 1668.

Charles Sorel (1602–1674) kleidete in seinem Buch »La Solitude et l’Amour Philosophiqve de Cleoméde« (Paris 1640) den Wissensstoff als Vorbereitung zur Lektüre seiner Enzyklopädie »La Science Vniverselle« in dichterische Form.

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Joseph Lang [Lange, Langius] (um 1570 – 1615), »Polyanthea« (1645)

Florlegii Magni, seu POLYANTHEÆ Floribus Novissimis Sparsæ, Libri XX. Opus præclarum, suavissimis celebriorum sententiarum, vel Græcarum, vel Latinarum flosculis refertum. [...] Studio & operâ Josephi Langii, meliore ordine dispositum, innumeris fere Apophthegmatis, Similitudinibus, Adagiis, Exemplis, Emblematis, Hieroglyphicis, & Mythologiis locupletatum, atque perilustratum, [...]. Agentorati, Sumptibus Hæredum Lazari Zetzneri, MDCXLV.

Joseph Lang (Lange, Langius): um. 1570 Kaisersberg/Elsaß – 1615 (Freiburg/Br.); 103/4 konvertiert er zum Katholizismus.
Diese Sammlung von Zitaten aus der Weltliteratur ist von Auflage zu Auflage angewachsen:

Adagia sive Sententiae Proverbiales... Straßburg: Josias Rihel, 1596. (846 S.)

Loci communes, sive Florilegium rerum et materiarum selectarum praecioue sententiarum, apophthegamtum, similitudinum, exemplorum, hieroglyphicorum Additus est index fabularum, emblematum ac symbolorum, Straßburg 1598: Richels Erben Oktav, 639 Bll — geschätzt gegen 2,65 Megabytes

Polyanthea nova, hoc est Opus suavissimus floribus floribus celebriorum sententiarum tam graecarum quam latinarum refertum, Frankfurt: Zetzner 1612. Folio 1258 Seiten.

Florilegii magni, seu Polyantheae, floribus novissimus sparsae [1645, wie oben zitiert] Folio, 3206 Spalten — geschätzt gegen 15,4 Megabytes.

Aufbau der Artikel [pop-up]

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Laurentius Beyerlinck, »Magnum theatrum vitae« (1631)

Magnum theatrum vitae, hoc est Rerum divinarum humanarumque syntagma. Catholicum, Philosophicum, Historicum, Dogmaticum, alphabetica serie, polyantheae vniversalis instar. ...auctore LAVRENTIO BEYERLINCK, 8 Bände, Köln 1631.

Spätere Auflagen: Lugduni: Huguetan & Ravaud, 1656 – Lugduni, Sumptibus Joannis Antonij Huguetan, 1678 – Venetiis: Balleonium, 1707. 8 tom. fol.

Digitalisat [www] der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel (Ausgabe 1656)

Es handelt sich um eine alphabetische Umarbeitung von Zwingers Theatrum.

Gilbert Heß, Konstanz und Beweglichkeit in frühneuzeitlichen Florilegien und Enzyklopädien, in: Autorität der Form – Autorisierung – institutionelle Autorität, hg. Wulf Oesterreicher u.a., Münster: Lit 2003 (Pluralisierung & Autorität 1), S. 75–84.

Gilbert Heß, Formen der Validierung in frühneuzeitlichen Florilegien, in: Eule oder Nachtigall? Tendenzen und Perspektiven kulturwissenschaftlicher Werteforschung, hg. Marie Luisa Allemeyer u.a., Göttingen: Wallstein 2007, S. 73–103.

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Peter Lauremberg (1590 – 1658), »Pansophia« (1633)

Petri Laurembergi Rostochiensis: Pansophia, sive paedia philosophica: Instructio generalis, accurata & solida, ad cognoscendum ambitum omnium disciplinarum, quas humanae mentis industria excogitavit ... Omnia ad methodum Aristotelicam. Rostochii, 1633.

Frühere Ausg.: 1630.

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Gerardus Joannes Vossius (1577 – 1649), »De Theologia Gentili« (1641)

Gerardi Ioannis Vossii De Theologia Gentili, Et Physiologia Christiana; sive De Origine Ac Progressv Idololatriæ, ad veterum gesta, ac rerum naturam, reductæ; Deqve Natvræ Mirandis, quibus homo adducitur ad Deum, Liber ... Amsterdami: Blaeu 1641 [1653 Seiten + Indices — Nachdruck New York: Garland 1976.]

Der Titel täuscht. Nur Buch I ist der antiken Mythologie gewidmet, und sie scheint eher ein Aufhänger für naturphilosophische Spekulation zu sein. — Buch II: Naturalium cultus (Erde, Feuer, Sterne, Luft …). — Buch III: Ab elementis acceditur ad meteora — Buch IV: Tiere, Pflanzen, Fossilien usw. — Der Passus quibus homo adducitur ad Deum verweist auf ein physikotheologisches Anliegen.

Cornelis Simon M. Rademaker, Life and work of Gerardus Joannes Vossius (1577-1649). Assen. Van Gorcum 1981.

Nicholas Wickenden, G. J. Vossius and the humanist concept of history, Assen: van Gorcum 1993 (Respublica literaria neerlandica 8)

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Sir Thomas Browne (1605 – 1682), »Pseudodoxia Epidemica« (1646)

Pseudodoxia Epidemica or Enquiries Into very many Received Tenents And commonly presumed Truths, by Thomas Brown. London, T.H. for Edward Dod, 1646.

Des vortrefflichen Engelländers Thomae Brown ... Psevdodoxia Epidemica. Das ist Untersuchung derer Irrthümer, so bey dem gemeinen Mann ... im Schwange gehen : In Sieben Büchern ... und dann ferner in denen übrigen sechs Büchern von den Irrthümern, die Mineralien, Gewächse, Thiere ... betreffend. Aus dem Englischen und Lateinischen übersetzt durch Christian Peganium, in Teutsch Rautner genannt. Franckfurt und Leipzig, in Christoff Riegels Verlag, 1680

Online-Text: University of Chicago [www] (Edition, sechste und letzte Ausgabe von 1672 durch Thomas Brown Knight)

Thomas Kühn, Sir Thomas Brownes ›Religio Medici‹ und ›Pseudodoxia Epidemica›. Eine ideengeschichtl. Unters. mit bes. Berücks. d. Begriffs ›reason‹, Frankfurt am Main [u.a.]: Lang 1989 (Neue Studien zur Anglistik und Amerikanistik 44)

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Martin Zeiller (1589 – 1661), »Episteln« (1640/1651)

Episteln, oder, Sendschreiben von underschidlichen Politischen, Historischen und andern Materien und Sachen / gestellt vnd verfertigt durch Martin Zeillern. Getruckt zu Heylbronn bey Christoff Krausen in Verlegung Johan Görlins, Buchhändlers in Ulm, 1640-51.

Buntschriftstellerei. Vgl. W. Kühlmann, Lektüre für den Bürger, in: Literatur und Volk im 17. Jahrhundert. Probleme populärer Kultur in Deutschland. hrsg. von Wolfgang Brückner (Wolfenbütteler Arbeiten zur Barockforschung 13) Wiesbaden: Harrassowitz 1985, S. 917–934.

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Martin Zeiller (1589 – 1661), »Dialogi« (1653)

Ein hundert Dialogi, oder Gespräch von vnderschidlichen Sachen : zu erbaulicher Nachricht auch nutzlichem Gebrauch vnd Belustigung .../ also eingetheilt und verfertigt durch Martin Zeillern. Ulm : Görlin, 1653.

 Microfilm-Ausg.: Yale University Library collection of German Baroque literature; reel 158, no. 656f.

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Gasparus Schottus (1608-1666), »Magia universalis« (1658)

P. Gasparis Schotti Regiscuriani E Societate Jesu Magia universalis naturae et artis, sive recondita naturalium & artificialium rerum scientia, cuius ope per variam applicationem activorum cum passivis, admirandorum effectuum spectacula, abditarumque inventionum miracula, ad varios humanae vitae usus eruuntur: opus quadripartitum. Herbipoli: Schönwetter, 1658.

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Johann Amos Comenius (1592 - 1670), »Orbis sensualium pictus« (1658)

Joh. Amos Comenii Orbis sensualium pictus. Hoc est omnium fundamentalium in mundo rerum & in vita actionum pictura & nomenclatura. Die sichtbare Welt / das ist / Aller vornemsten Welt=Dinge und Lebens=Verrichtungen Vorbildung und Benahmung, Nürnberg: Michael Endter 1658. (Reprint: Die bibliophilen Taschenbücher, Dortmund 1978.)

In einem Probebogen des 1653 unter dem Titel LVCIDARIUM gedruckten »Orbis« ist der Titel handschriftlich gändert in: "Seu Encyclopaediola Sensvalium. ad ocularem demonstrationem deducta" [G.H.Turnbull]

Klaus Schaller, Die Pädagogik des Johann Amos Comenius und die Anfänge des pädagogischen Realismus im 17.Jh., Heidelberg 1967.

Kurt J. Pilz, Johann Amos Comenius. Die Ausgaben des Orbis sensualium pictus. Eine Bibliographie, Nürnberg 1967.

E-Text mit Bildern [www]Digitalisat einer Ausgabe Wien 1778 [www UB Braunschweig]Digitalisat einer englischen Ausgabe von 1659 [www Centro de Investigación MANES]

Spätere Werke in dieser Tradition: in dieser Liste: GailerLauckhard

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Gasparus Schottus (1608-1666), »Physica curiosa« (1662)

Gasparis Schotti Physica curiosa: sive Mirabilia naturae et artis Libris XII. comprehensa ; quibus pleraque quae de Angelis, Daemonibus, Hominibus, Spectris, Energumenis, Monstris, Portentis, Animalibus, Meteoris &c. rara, arcana, curiosaque circumferuntur ad veritatis frutinam expenduntur ... ; cum figuris aeri incisis, & privilegio. Herbipoli: Endter, 1662

Reprint: Hildesheim: Olms, 2003 (Schriftenreihe: Documenta technica: Reihe 2, Quellenschriften zur Technikgeschichte)

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Jacob Sturm, »Der frommen Weiber Tugend Lob« (1662)

Der frommen Weiber Tugend Lob, der bösen Männer Laster-Prob, Historisch-Poetisch beschrieben, mit vielen Kupffer-Bildnüssen und einem Achtsamen Blat-Zeiger gezieret durch Jacob Sturmen von Spreenberg. Nürnberg: Fürst 1662.

Durchgehender Text in Alexandrinern von tugendhaften Frauen und lasterhaften oder unglücklichen Männern. Ganzseitige Kupfer von einigen Heiligen Frauen und Frauen der Geschichte mit Namensüberschrift dort eingefügt, wo sie im Text vorkommen.

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Samuel Bochart (1599 – 1667), »Hierozoicon« (1663)

Hierozoicon sive bipertitum opus de Animalibus Sacrae Sripturae. Auctore Samuele Bocharto, excudebat Tho. Roycroft, impensis Joh. Martyn et Jac. Allestry 1663.

Alle in der Bibel vorkommenden Tiere, in allen antiken Sprachen wie auch arabisch, persische uw.

weitere Auflagen:

  1. Francofurti ad Moenum: Zunner, 1675;
  2. Lugduni Batavorum: Boutesteyn & Luchtmans, 1692
  3. Lugduni Batavorum, Apud Cornelium Boutesteyn, & Samuelem Luchtmans. Et Trajecti ad Rhenum, Apud Guilielmum vande Water, 1712
  4. Leipzig: Weidmann, 1793-1796
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Brandenburg-Bayreuth, Erdmuth Sophie Markgräfin von (1644 – 1670), 1666.

Handlung von der Welt Alter, Desz Röm. Reichs Ständen, und Derselben Beschaffenheit. O. O. 1668. (1. Ausg.1666, Bayreuth).

Ausgabe von 1696 entspricht derjenigen von 1678. Auch unter dem Titel: Sonderbare Kirchen- Staat- und Welt-Sachen

Die Tochter des Kurfürsten Johann Georg II. stand in enger Verbindung mit dem Nürnberger Dichterkreis um Sigmund von Birken.

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Samuel Greifnson vom Hirschfeld [Anagramm für Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen], »Satyrischer Pilgram« (1667)

Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, Satyrischer Pilgram, hg. Wolfgang Bender, Tübingen: Niemeyer 1970.

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Athanasius Kircher S. J. (1602–1668), »Ars magna Sciendi« (1669)

Athanasii Kircheri Ars magna sciendi in XII libros digesta, qua nova & universali methodo per artificiosum combinationum contextum de omni re proposita plurimis & prope infinitis rationibus disputari, omniumque summaria quedam cognitio comparari potest. Amstelodami: Weijerstraet, 1669.

Als Digitalisat bei ECHO [www]

Thomas Leinkauf, Mundus combinatus. Studien zur Struktur der barocken Universalwissenschaft am Beispiel Athanasius Kirchers SJ (1602 - 1680), Berlin: Akademie-Verlag 1993.

Paula Findlen (Ed.), Athanasius Kircher: The Last Man Who Knew Everything. New York and London: Routledge 2004 (xii + 465 pp.)

Athanasius Kircher Image Gallery von Michael John Gorman an der Stanford University

Werke von Athanasius Kircher im Internet [www] , zusammengestellt von der Forschungsstelle »Von der Präsentation zum Wissen« an der Universität Luzern. Auf dieser Website steht auch eine Bibliographie zu A.K.

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Michael Pexenfelder S.J. (1613–1685), »Apparatus Eruditionis« (1670)

Apparatus eruditionis tam rerum quam verborum per omnes artes et scientias instructu. Opera et studio Michaelis Pexenfelder, Norimbergae: Endter, 1670

Das von Comenius beeinflusste Werk stellt einen systematischen Grundriß des Wissens dar, das an Lateinschulen des 17. Jahrhunderts, insbesondere Jesuitengymnasien, vermittelt wurde. Es erschien in mehreren Auflagen (1680, 1687, 1704, 1744, 1798).

Digitalisat der Ausgabe 1670 [www] (MATEO, Universität Mannheim)

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Louis Moréri (1643-1680), »Le grand dictionnaire historique« (1674)

Louys Morery, Le grand dictionnaire historique ou le mélange curieux de l'histoire sacrée et profane qui contient …, 1. Ausgabe Lyon 1674.

Le Grand Dictionnaire Historique, ov Le Mélange Cvrieux de L’Histoire Sacrée et Profane, qui contient en abregé: les vies des patriarches, des ivges et des rois de l’ancien testament, des souverains pontifes de l’eglise; des saints peres & docteurs orthodoxes, des evêques des quatre eglises patriarchales, des cardinaux, des prelats celebres; & des heresiarques: Celles des emperevres de Rome, de Grece, d’Allemagne, chrétiens, payens & ottomans; des rois, des princes illustres & des grands capitaines; des auteurs grecs et latins anciens & modernes; des philosophes, des inventeurs des arts, & des autres personnes de toute sorte de profession, renommées par leur erudition, par leurs ouvrages, ou par quelque action éclatante. Il fait aussi remarquer les plus importants traitez des auteurs; leurs opinions particuliers des philosophes, & les principaux dogmes des heresiarques; Et comprend les descriptions des etats, empires, royaumes, provinces, villes, isles, montagnes & fleuves considerables de l’ancienne & nouvelle geographie, où l’on remarque exactement les bornes, la situation & les qualitez des pais; les mœurs, les coûtumes, le gouvernement & la religion des peuples; Avec l’histoire des conciles generaux et particuliers, des synodes, des conciliabules , & des autres assemblées ecclesiastiques, en parlant des villes où ils ont été tenuës; le nom, l’établissement, la propagation des ordres religieux et militaires, la vie de leurs fondateurs; les genealogies, & les actions memorables de plusieurs familles illustres; et l’histoire fabuleuse des Dieux, et des Heros de l’antiquité payenne. Le tout enrichy de remarques et de dissertations curieuses, tant pour l’éclaircissement des difficultez de la chronologie, que pour la decision des controverses historiques. Seconde edition, divisée en deux tomes, revuë, corrigée, & augmentée de la moitié. Par M. LOVYS MORÉRI, père, docteur an théologie. A Lyon chez Iean Girin, & Barthelemy Riviere, ruë merciere, à la prudence, M.DC.LXXXI. Avec Privilege du Roy

Ausgaben nach 1674:

Zu Moréris Dictionnaire wollte Pierre Bayle ursprünglich nur eine Rezension einiger Artikel schreiben. Die beiden so verschiedenen Diktionäre erscheinen dann postum nebeneinander in immer neuen Auflagen.

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Johann Jacob Hofmann (1635-1706), »Lexicon Universale« (1677)

Lexicon Universale Historico-Geographico-Chronologico-Poetico-Philologicum : Continens Historiam Omnis Aevi, Geographiam omnium Locorum, Genealogiam principum Familiarum, addita ubique Chronologia tum veteri tum recentiore, Mythologiam insuper omnium Fabularum, Discussionem Philologicam illustrium circa haec occurrentium Difficultatum; Aliaque plurima scitu dignissima ; Cum Indicibus variis, Rerum imprimis locupletissimo, memorabilia huius Lexici per Locorum Communium titulos Lectori illico spectanda exhibente / Opera Et Studio Joh. Jacobi Hofmanni, Gr. Ling. in Acad. Basil. Profess. Genevae: Widerhold / Basileae: Bertschius, Genathius 1677. — Supplement 1683.

Lexicon Universale, Historiam Sacram Et Profanam Omnis aevi, omniumque Gentium; Chronologiam Ad Haec Usque Tempora; Geographiam Et Veteris Et Novi Orbis; Principum Per Omnes Terras Familiarum [...] Genealogiam; Tum Mythologiam, Ritus, Caerimonias, Omnemque Veterum Antiquitatem [...]; Virorum [...] Celebrium Enarrationem [...]; Praeterea Animalium, Plantarum, Metallorum, Lapidum, Gemmarum, Nomina, Naturas, Vires Explanans. - Editio Absolutissima [...] Auctior [...]. - Leiden: Jacob. Hackius, Cornel. Boutesteyn, Petr. Vander Aa, & Jord. Luchtmans, 1698.

Internetausgabe der Fassung 1698 bei CAMENA = ›Corpus Automatum Multiplex Electorum Neolatinitatis Auctorum‹ der Universität Mannheim (vorbildlich sowohl als Bitmap-Präsentation und als EDV-lesbarerer html-File; mit Schnellzugang übers Alphabet!)

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Giorgio de Sepi, Beschreibung des Kircher’schen Museums in Rom (1678)

ROMANI COLLEGII SOCIETATIS JESU MUSAEUM CELEBERRIMUM, Cuius magnae Antiquariae rei, statuarum imaginum, picturarumque partem. Ex Legato ALPHONSI DONINI, S.P.Q.R. A Secretis, munificâ Liberalitate relictum. P. ATHANASIUS KIRCHERUS SOC. JESU, novis & raris inventis locupletatum, compluriumque principum curiosis donariis magno rerum apparatu instruxit; Innumeris insuper rebus ditatum, ad plurimorum, maximè exterorum, curiositatisque doctrinae avidorum instantiam urgentesque preces novis compluribusque machinis, tum peregrinis ex Indiis rebus publicae luci votisque exponuit GEORGIUS DE SEPIBUS Valesius, Authoris in Machinis concinnandis Executor, Amstelodami: Ex Officina Janssonio-Waesbergiana 1678.

Das Museum Kircherianum stellte eine materialisierte Enzyklopädie dar. Über de Sepi, den Mechaniker dieser Kunstkammer, scheint man nichts zu wissen; seine Beschreibung umfasst 66 Seiten.

Digitalisat bei ECHO [www]Digitalisat der UB Heidelberg [www]

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Tobias Lohner, S.J. (1619-1697), »Instructissima bibliotheca« (1681)

Instructissima bibliotheca manualis concionatoria in qua de virtutibus, vitiis, sacramentis. novissimis, aliisquae similibus materiis in ecclastiaca cathedra tractare solitis copiosa et selecta per concionibus [...] materia, nempe definitiones, divisiones, sententiæ SS. Scripturæ & SS. Patrum, historiæ sacræ et profanæ similitudines, motiva [...] singulari delectu & industriâ collecta, facilique, ordinatâ & gratâ methodo digesta proponuntur. 4 Folio-Bände Dillingen 1681.

Predigthilfe. - Neuauflagen bis 1872; deutschsprachiger Auszug in 3 Bänden Wien 1838/9.

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Eberhard Werner Happel (1647–90), »Denckwürdigkeiten« (1682)

E. G. Happelii gröste Denckwürdigkeiten dieser Welt: Oder so genannte Relationes curiosae: Worinn dargestellet, und Nach dem Probier-Stein der Vernunfft examiniret werden, Alle so Physicalische, alß Mathematische, Historische und andere merckwürdige Seltzamkeiten ... Hamburg: Wiering, 1682.

5 Bde. 1683 – 1691. – Buntschriftstellerei

vgl. Dünnhaupt: Personalbibliographie zu den Drucken des Barock, 3. T. (1991): S. 1957f.

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Wolff Helmhard von Hohberg (1612–1688), »Georgica Curiosa« (1682)

Georgica Curiosa. Das ist: Umständlicher Bericht und klarer Unterricht Von dem Adelichen Land- und Feld-Leben/ Auf alle in Teutschland übliche Land- und Haus-Wirthschafften gerichtet/ ... Durch ein Mitglied der Hochlöbl. Fruchtbringenden Gesellschafft [d.i. Wolff Helmhard von Hohberg] ans Liecht gegeben Nürnberg: Endter 1682.

Das Werk gehört zur sog. Hausväterliteratur. Es gibt erweitere Ausgaben 1695; 1701 ; 1715 und dann: Herrn Wolff Helmhard von Hohberg Oesterreichisches Hauß- und Wirtschaffts-Buch/ Worinnen nützliche und geheime Nachrichten I. Vom Feld- und Acker-Bau, auch Verbesserung der Felder. II. Vom Brandwein brennen. III. Vom Bierbräuen; nebst einem Anhang von Mahlen und Müller-Ordnung und andern dienlichen Haus- und Wirtschaffts-Sachen; Allen Herrschafften, Haußverwalthern, Mayern und Landleuthen zu sonderbahren Nutzen heraus gegeben Erschienen: Wien, zu finden bey Peter Conrad Monath, ..., 1745

Aufbau: I. Theil: 1. Land=Gut — 2. Hauß=Vatter — 3. Haus=Mutter — 4/1. Wein=Garten — 4/2. Obst= und Baum=Garten — 5. Kuchen= und Artzney= Garten — 6. Blumen=Garten — II. Theil: 7. Ackerbau — 8. Pferdzicht — 9. Mayerhof — 10. Von den Bienen — 11. Wasser=Lust — 12. Holtz und Weidwerk.

Reprint in Auswahl: Georgica Curiosa, das ist Adeliges Land- und Feldleben; Bericht und Unterricht auf alle in Deutschland üblichen Land- und Hauswirtschaften / von Wolf Helmhard von Hohberg. [hg. von Heinrich Wehmüller] 2. Aufl. Wien: Karolinger, 1995

Otto Brunner, Adeliges Landleben und europäischer Geist : Leben und Werk Wolf Helmhards von Hohberg 1612 - 1688, Salzburg: Müller, 1959 (1.Aufl. 1949).

Vgl. die entsprechende Seite in der dt. Wikipedia.

Artikel auf der Website des Deutschen Museums [www]

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Wilhelm Dilich (1571 oder 1572 – 1650), »Kriegs-Schule« (1689)

Wilhelmi Dilichii, ... Hochvernünfftig gegründet- und auffgerichtete/ in gewisse Classen eingetheilte/ bissher verschlossen gelegen/ numehr aber Eröffnete Krieges-Schule :Worinnen/ nach genau und zuwissen genugsamer/ Der alten Römer und Griechen zu Wasser und Land geführten/ mit so viel als lebendigen Farben dargestellten Streit-Methode/ zusamt deren vorgezeigten/ damal üblichen/ Waffen und Rüstungen; statt ordentlicher allen dessen Unterrichts Begehrenden vor- und auffgegebenen Lectionen/ vermittelst kluger und verständlicher Lehr-Art/ gewiesen wird/ welcher gestalt Generals-Personen/ hohe Befehlichshaber/ zusamt denen nachgesetzten Obern / in Anricht- Werb- und Musterung einer Armee/ Erziehlung rechtschaffener/ erfahrner Soldaten/ durch fleissig und zeitliche Anführung zu denen gewöhnlichen Exercitien/ nothdürfftiger derselben Verplegung/ Anstellung einer Schlacht-Ordnung/ haltendem Treffen/ Belägerungen/ Stürmen/ wohl anzubringenden Kriegs-Listen/ etc. sich klüglich zu verhalten... Franckfurt am Mayn/ In Verlegung Johann David Zunners/ Buchhändlers. Gedruckt bey Johann Philipp Andreae. Anno MDCLXXXIX

Eine Armee im dreissigjährigen Krieg ist eine Welt im kleinen; das Kriegsbuch ist dementsprechend eine Enzyklopädie, umfassend: Metallurgie (Geschützguss), Mathematik (Ballistik der Geschosse), Chemie (Pulverherstellung), Architektur (Fortifikationsbau), Ingenieurwissenschaften (Sappeur-Wesen), Oekonomie (Abrechnung des Soldes), Logistik (Bewegung der Truppen, Nachschub), Veterinärmedizin (Rossarzneikunde), Chirurgie (zwecks Amputation von Gliedmassen), selbstverständlich Strategie, ja sogar Ethik (Stärkung der Moral der Truppe).

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Antoine Furetière (1619 – 1688), »Dictionnaire universel« (1690)

Antoine Furetière, Dictionnaire universel, contenant généralement tous les mots françois tant vieux que modernes & les termes de toutes les sciences et des arts, La Haye & Rotterdam: Leers, 1690
Nouvelle éd. / revû, corrigé et considerablement augmenté par Jean Baptiste Brutel de la Rivière, Den Haag, 1727

Le Dictionnaire universel de Furetière, sous la direction d' Hélène Merlin-Kajman, Paris: Champion, 2003 (Littératures classiques 47)

Sorbonne: Dictionnaires de Langue Française [www]

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Daniel Georg Morhof (1639 – 1691), »Polyhistor« (1688/1692)

Danielis Georgii Morhofii Polyhistor in tres tomos: T. I: Polyhistor literarius; T. II: Polyhistor philosophicus; T. III Polyhistor practicus, 1. Ausgabe Lübeck 1688-92; 2. Ausgabe Lübeck 1708. [Reprint der 4. Ausgabe von 1747 Aalen 1970].

Nicht auf Schreibfehler hin korrigierte, edv-lesbare Abschrift (© HAB Wolfenbüttel 2006).

Aufbau des Polyhistor [pop-up]

Conrad Wiedemann, Polyhistors Glück und Ende. Von Daniel Georg Morhof zum jungen Lessing [1967], in: C.W., Grenzgänge: Studien zur europäischen Literatur und Kultur, Heidelberg: Winter 2005 (Beiträge zur neueren Literaturgeschichte; [Folge 3] 221), S. 107-132

Siegfried Seifert, Historia literaria an der Wende zur Aufklärung. Barocktradition und Neuansatz in Morhofs "Polyhistor", in: Europäische Barock-Rezeption, hg. Klaus Garber, (Wolfenbütteler Arbeiten zur Barockforschung 20), Wiesbaden 1991, S. 215-228.

Françoise Waquet (Hg.), Mapping the world of learning: The Polyhistor of Daniel Georg Morhof, Wiesbaden: Harrassowitz, 2000 (Wolfenbütteler Forschungen Band 91) = Proceedings of a conference in cooperation with the Foundation for Intellectuel History, London, Herzog-August-Bibliothek, Wolfenbüttel, September 10-11, 1998

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Pierre Bayle (1647 – 1706), »Dictionaire historique et critique« (1696/97).

Dictionaire historique et critique, R. Leers, Rotterdam 1697.

Die erste Auflage, Amsterdam: chez Reinier Leers 1697, war zweibändig, 1299 Seiten.

Die zweite Auflage – noch zu Lebzeiten Bayles – erschien in Rotterdam: chez Reinier Leers 1702, in drei Foliobänden, mit den Erweiterungen jetzt 3190 Seiten.

›Troisième édition‹, Rotterdam: Geneva, Fabri et Barrillot 1715 (édition pirate = Raubdruck).

Troisième édition, revue, corrigée et augmenté par l'auteur, Rotterdam: chez Michel Bohm 1720, vier Bände.

Quatrième édition, revue, corrigée, et augmentée [by Prosper Marchand]. Avec la vie de l'auteur par Mr Des Maiseaux. 4 tom. (Amsterdam, Leide: chez P. Brunel, et al. 1730). — Remarques critiques [Anthelme de Tricaud] sur la nouvelle édition du Dictionaire historique de Moréri, donnée en 1704. Avec une préface & des observations de Mr Bayle, pour servir d’instruction aux nouveaux éditeurs du dictionnaire de Moréri. Troisième édition. Augmentée de nouvelles observations [Pierre Des Maizeaux] sur ces remarques critiques, & sur l'édition de Moréri publiée en 1725.

Weitere Auflagen: 1734; 1738 (Basel: Brandmuller; une réimpression de l’édition de 1730); 1740 (réimpression de l’édition de 1730); 1741; 1801/1804; 1820; 1830.

Herrn Peter Baylens, weyland Professors der Philosophie und Historie zu Rotterdam, Historisches und Critisches Wörterbuch, nach der neuesten Auflage von 1740 ins Deutsche übersetzt; auch mit einer Vorrede und verschiedenen Anmerkungen sonderlich bey anstößigen Stellen versehen, von Johann Christoph Gottscheden, Leipzi: Breitkopf 1741–1744 [Reprint Hildesheim 1974-78].

Online-Texte: Bibliothèque Nationale de France, Gallica-Server (Bitmap der Ausgabe von 1697, leider oft kaum lesbar) — American and French Research on the Treasury of the French Language (ARTFL Project, University of Chicago), die 4. Auflage 1730 als Bitmap, sehr gut lesbar (über Public Search Form einsteigen!).

Pierre Rétat, Le Dictionnaire de Bayle et la lutte philosophique au XVIIIe siècle; Paris: Société d'Edition les Belles Lettres 1971
"Pierre Bayle Homepage" [www] (Università degli Studi del Piemonte Orientale)

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Andreas Glorez (um 1620, † um 1700), »Vollständige Hauß- und Land-Bibliothec« (1699/1700)

Andreas Glorez, Vollständige Hauß- und Land-Bibliothec / Worinnen Der Grund unverfälschter Wissenschafft zu finden ist / deren sich bey jetziger Zeit ein Hof- Handels- Hauß- Burgers- und Land-Mann zu seinem reichlichen Nutzen bedienen kan. Abgetheilt in Vier Theil.
Der Erste Theil handelt: I. Was ein Hauß- und Land-Herr bey Kauffung eines Guths auf dem Land in Obacht zu nehmen habe / und wie er das gantze Jahr hindurch seine Haußhaltung ordentlich anstellen solle ...
In dem Andern Theil ist begriffen eine Anatomische Beschreibung deß gantzen Menschlichen Cörpers ... wie nehmlich der Mensch bey seiner Gesundheit zu erhalten ...
Der Dritte Theil offenbahret gantz seltsame Künste und die rareste Erfindungen dieser Zeit ...
Der Vierte Theil lehret mancherley Art lieblich fliessender Send-Schreiben/ Quittungen/ Erictionen/ Reversalen/ Geburths- Abschieds- Heyraths-Zeugnüß ... ordentlich einzurichten / etc., Regenspurg zu Statt am Hof: Heyl, 1699-1700; 2. Auflage 1701(-02).

Hausväterliteratur. Allgemeine Land- und Hauswirtschaft, Pferdehaltung, Viehzucht, Kochen (mit zahlr. Rezepten und Abbildungen), Jagd, Vogelfang, Bienenhaltung, , Ackerbau, Bierbrauen, Feldmessen, medizinische Ratschläge, handwerkliche Tätigkeiten (Glas, Töpferei, Eisenschmelze und Spiegelmachen, Feuerwerk), Wasserkunst, Mühlen.

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Beer Schmuel Issachar ben Jehuda Löw Eibschiz Perlhefter, »Beer Scheva« (um 1700)

Beer Scheva, jiddisch, nur handschriftlich überliefert, Edition in Vorbereitung.

Das Werk wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts vom Prager Rabbiner Beer (um 1650 bis nach 1713) und seiner gebildeten Frau Bila Perlhefter als Erinnerungs- und Trostbuch nach dem Tod ihrer sieben Kinder angefertigt. In sieben Teilen werden zunächst die himmlische Gerichte, das Purgatorium (Gehinom) und das Paradies beschrieben. Sodann folgt eine Darstellung der Geschichte Israels von der Erschaffung der Welt bis zum Babylonischen Exil, welche in einer Erörterung zur messianischen Zeit mündet.

Nathanael Riemer, Zwischen Tradition und Häresie. »Beer Sheva« – Eine Enzyklopädie des jüdischen Wissens der Frühen Neuzeit, Wiesbaden: 2010.
Nathanael Riemer in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon BBKL [www]

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Vicenzo Coronelli O.F.M., »Bibliotheca universale sacro-profana« (1701/1709)

Vicenzo Coronelli, Bibliotheca universale sacro-profana (Venedig, 1701- 1709); 7 von 45 geplanten Foliobände mit 300000 Stichwörtern; allein der Buchstabe A unfasst 4 Bde mit 26778 Stichwörtern.

www.coronelli.org [www]

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Andreas Spanner S.J., »Polyanthea Sacra« (1701)

Polyanthea Sacra: Ex Universæ Sacræ Scripturæ Utriusque Testamenti Figuris, Symbolis, Testimoniis, Nec Non E Selectis Patrum, Aliorumque Authorum, Sententiis, eruditis Interpretationibus, Similitudinibus, rarisque Historiis collecta, Et Copiosis, Exquisitisque Materiis Moralibus De Virtutibus Et Vitiis Pro Concionibus efformandis Adornata, Atque ad communem sacrorum præsertim Oratorum utilitatem in lucem edita / Labore & Studio R. P. Andreæ Spanner ..., Augustae Vindelicorum [=Augsburg]; Dilingae: Bencard, 1701; S. 979

Es gibt weitere Ausgaben, z.B. Andreas Spanner, Polyanthea sacra, ex universae Sacrae Scripturae utriusque Testamenti figuris, symbolis, testimoniis, necon e selectis Patrum, aliorumque authorum, sententiis ... collecta, & copiosis, exquisitisque materiis moralibus de virtutibus et vitiis ... adornata. 2 Bde (nebst:) Auctarium Polyantheorum sacrorum ... , Venedig, Balleoni, 1741. Folio. 4 Bl., 544 S.; 603 S.; 156S.

De Backer / Sommervogel. VII, 1419

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Paul Jacob Marperger (1656 – 1730), »Der Geöffnete Ritter-Platz« (1702ff.)

[P. J. Marperger / Johann Gröning / Samuel Reyher] Der Geöfnete Ritter-Platz Worinnen Die vornehmsten Ritterlichen Wissenschafften und Ubungen, Sonderlich, was bey der Fortification, Civil-Bau-Kunst, Schiff-Fahrt, Fechten, Reiten, Jagen, Antiquen so wol als Modernen-Müntzen und Medaillen, Hauptsächliches und Merckwürdiges zu beobachten, In Erörterung der nohtwendigsten und gewöhnlichsten Kunst-Wörter, wie auch einer kurtzgefasten Beschreibung, und zierlichen Kupffer-Figuren Denen Liebhabern zum Vergnügen, vornemlich der Politischen Jugend zu Nutzen und denen Reisenden zur Bequemlichkeit an das Licht gestellet werden, Hamburg: Benjamin Schiller 1702–1707.

1. Theil 1. Abtheilung: Die geöfnete Festung; Beschreibung der Armee; Die zum Vergnügen der Reisenden geöfnete Baumeister-Academie; Der geöfnete See-Hafen; Fortsetzung des geöffneten See-Hafens
 
1. Theil 2. Abtheilung: Der geöffnete Fecht-Boden; Der geöffnete Reit-Stall; Das geöffnete Jäger-Hauss; Das geöffnete Müntz-Cabinet; die geöffnete Historie der modernen Medaillen
 
2. Theil: Das neu-eröffnete Rüst-Zeug oder Machinen-Haus; Das neueröffnete Arsenal; Das geöffnete Antiquitäten Zimmer; Die neueröffnete Bibliothec; Kurtzgefasste allgemeine Rechts-Geschichte; Historie der heutigen Religionen
 
3. Theil: Die geöffnete Raritäten- und Naturalien-Kammer; Das neueröffnete Berg-Werck; Die neueröffnete Kauffmans-Börse; Das neueröffnete Manufacturen-Hauss; Curieuse Nachricht von Erfindungen und Erfindern.

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Franz Philipp Florinus (1649 – 1699), »Oeconomvs Prudens et legalis« (1702/1719)

Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis. Oder Allgemeiner Klug- und Rechts-verständiger Haus-Vatter, bestehend In Neun Büchern, ... mit Rechtlichen Anmerckungen auf allerhand vorfallende Begebenheiten, versehen, Durch Johann Christoph Donauern ... Nürnberg /Franckfurt / Leipzig: Riegel 1702. — 1719 Oeconomus … Continuatus [= Zusatzband zu Themen der adligen Hofhaltung].

Früher wurde dieses Werk der Hausväterliteratur dem Pfalzgrafen (Florinus) Philipp von Sulzbach (1630–1705) zugeschrieben. Nach einer Untersuchung von Martin Schulze a. d. J. 1967 stellt sich ein Autorenkollektiv mit dem evangelischen Pfarrer Franz Philipp Florinus als »richtungsgebendem Verfasser« als Verfasserschaft heraus. — Die Auflage 1722 ist bearbeitet von Johann Christoph Donauer; weitere Ausgabe: Nürnberg/Franckfurt/Leipzig 1751.

Faksimile-Ausg. der Ausgabe 1722: Stuttgart: Stuttgarter Faks.-Ed., 1981. — Frontispiz [pop-up]

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›Hübner‹, Conversationslexicon (1704 ff.)

Reales Staats-, Zeitungs-Lexicon, worinnen sowohl die Religionen und Orden, die Reiche und Staaten, Meere, Seen, Flüsse, Städte, Vestungen, Schlösser, Häfen, Berge, Vorgebürge, Pässe, Wälder und Unterschiede der Meilen, die Linien teutscher hoher Häuser, die in verschiedenen Ländern übliche Ritter-Orden, Reichs-Täge, Gerichte, Civil- und Militair-Chargen zu Wasser und Lande, Müntzen, Maß und Gewichte, die zu Kriegs-Bau-Kunst, Artillerie, Feld-Lägern, Schlacht-Ordnungen, Schiffahrten, Unterschied der Schiffe, und derer darzu gehörigen Sachen gebräuchliche Benennungen; als auch Andere in Zeitungen und täglicher Conversation aus allerhand Sprachen bestehende Termini Artis, denen Gelehrten und Ungelehrten zu sonderbarem Nutzen klar und deutlich beschrieben werden. Nebst zweyfachen Register und Vorrede Herrn Johann Hübners, Rectoris des Fürtl. Gymnasiums zu Merseburg, Leipzig: Gleditsch 1704.

Verfasst wurde das Lexikon von Balthasar Sinold von Schütz (1657–1742); es wird aber nach dem Verfasser der Vorrede Johann Hübner (*1668 Türchau in der Oberlausitz, † 1731 Hamburg; Biographie vgl. Zedler) »Hübner« genannt.

Das Werk erlebt 31 Auflagen unter modifizierten Titeln bis bis 1824–1828 (4 Bde.). Seit der 3. Auflage (1708) auch »Conversationslexicon« betitelt. Bibliotheca lexicorum. Kommentiertes Verzeichnis der Sammlung Otmar Seemann; bearb. von Martin Peche, hg. von Hugo Wetscherek, Wien: Inlibris, 2001; Nr. 282–327. Dazu kommen Raubdrucke. Übersicht in einem Artikel der dt. Wikipedia [www]

Regenspurg / Wien: Emrich Felix Bader 1757 – Hinweise zur Verlegerdynastie Gleditsch [pop-up]

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›Dictionnaire de Trévoux‹ (1704 ff.)

Dictionnaire Universel français et latin Contenant la signification et la définition tant des Mots de l'une et l'autre Langue, avec leurs différents usages […] ; la description de toutes les choses […]; l'explication de tout ce que renferment les Sciences et les Arts […]. Avec des remarques d'érudition et de critique. Le tout tiré des plus excellents Auteurs, des meilleurs Lexicographes, Etymologistes et Glossaires qui ont paru jusqu'ici en différentes Langues. Trévoux 1704.

2e édition (1721) — 3e édition (1732) — 4e édition (1743) — 5e édition (1752) — 6e édition (1771)

Der Titel »Dictionnaire« meint nicht, dass es sich um ein reines Wörterbuch handelt; es ist eine veritable Enzyklopädie. Man schaue sich nur schon den Artikel über die Biene (ABEILLE) an!

Die 6. Auflage beginnt auf Wikisource online als OCR-Text zu erscheinen (Stand Febr. 2010). Wenn man im Index z.B. bei Tome premier (LIVRE), de A à BOU auf LIVRE klickt, bekommt man den Eintrag als .djvu-file. Als Bitmap ist bereits das ganze Werk tip-top eingescannt.

Die Digitalisierung der Bibiothèque Nationale (Gallica) dagegen ist wie immer in der Bedienung sperrig und unbrauchbar.

Sorbonne: Dictionnaires de Langue Française [www]

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Emanuel König (1658–1731), »Georgica Helvetica Curiosa« (1705)

Georgica Helvetica Curiosa, Das ist: Neu Curioses Eydgenossisch-Schweitzerisches Hauß-Buch: Vorstellend in IV. Buecheren / I. Von dem Reben-Bau / wie ein Wein-Reben wol Anzulegen / leichtlich zu Misten / wol zu Warten / und schaedliche Zufaelle zu verhueten; Wie auch vom Wein und vielerley Wein-Kuensten / Essig / Bier / [et]c. ... Auß eigener Erfahrung / und den besten Feld-Baus Scribenten / sonderlich aber Hr. Daniel Rhagors Pflantz-Garten / zusam[m]en verfaßt / und zum Druck befoerderet. Von E. K., Basel: Koenig 1705.

Das Werk gehört zur Hausväterliteratur. — Schlechtes Digitalisat bei Google Books.

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Christian Franz Paullini (1643 - 1711), »Frauenzimmer« (1705)

Hoch- und Wohl-gelahrtes Teutsches FrauenZimmer, Abermahl durch Hinzusetzung unterschiedlicher Gelehrter Wie auch Etlicher Ausländischer Damen hin und wider um ein merckliches vermehret. Frankfurt/ Leipzig/ Erfurt 2. Ausg. 1705.

Lexikon dt. Dichterinnen (Anfänge bis ca. 1700), um zu beweisen, dass Deutschland wie Frankreich und Spanien auch solche Musen hat. Paullini lebte zwischen 1682-1686 als Arzt und Privatgelehrter. Er war Mitglied in einigen Sprachgesellschaften.

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Joh. Caspar Eberti, »Cabinet« (1706)

Eröffnetes Cabinet deß gelehrten Frauen-Zimmers/ Darinnen Die Berühmtesten dieses Geschlechtes umbständlich vorgestellet werden / Durch Johann Caspar Eberti, Frankfurt u. Leipzig, Rohrlach 1706.

2., erw. Aufl., unveränd. Nachdr. der Ausg. Frankfurt u. Leipzig, Rohrlach, 1706 [und] der Ausg. Breslau, Rohrlach, 1727. - München: Iudicium, 1990. (Archiv für philosophie- und theologiegeschichtliche Frauenforschung ; Bd. 3).

Eberti hat noch andere ›Cabinets‹ geschrieben

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Gotthard Heideggers Überarbeitung der »Acerra« (1708)

[Gotthard Heidegger (1666–1711)] Acerra philologica nova, repurgata, aucta, das ist, Sieben Hundert merckwürdige Historien und Discursen: Theils auss den vorigen Editionen der so genannten Acerra philol. und ihren Zusätzen aussgelesen, verbessert, mit vilfältigen Anmerckungen bereichert, Theils aber von neuem (an Statt zuruckgelassner sehr viler unphilologischer Schmierereyen) auss den besten Scribenten hinzugefüget, und also eingerichtet, dass solche den Liebhaberen der Gelehrsamkeit, des Alterthums, der Mythologie, der Geschichten, der Sittenlehr, und vilerhand Discurs-Materien, so wol ergetzlich, als erbaulich seyn können, Nebend-Stunden G. Heideggers, Inspect. Colleg. Abbat. Zürich: Gessner 1708 — Zweyte Auflage 1735.

vgl. Lauremberg

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Noël Chomel (*ca. 1632 – 1712), »Dictionaire oeconomique« (1709)

Dictionnaire Oeconomique, contenant divers moyens d'augmenter et conserver son bien et même sa santé. Avec plusieurs remèdes assurez et eprouvez, pour un très-grand nombre de Maladies, & beaucoup de beaux Secrets pour parvenir à une longue & heureuse vieillesse. Quantité de Moyens pour élever, nourrir, guérir, & faire profiter toutes sortes d'Animaux Domestiques, come Brebis, Moutons, Boeufs, Chevaux, Mulets, Poules, Abeilles & Vers à Soye. Différents Fillets pour la Pêche & la Chasse de toutes sortes de Poissons, Oiseaux, & Animaux, &c. Une infinité de Secrets découverts dans le Jardinage, la Botanique, l'Agriculture, les Terres, les Vignes, les Arbres; comme aussi la connaissance des Plantes des Pais Etrangers, & leur qualitez spécifiques, &c. Les Moyens de tirer tout l'avantage des Fabriques de Savon, d'Amidon; filler le Cotton, & faire à peu de frais des Pierreries artificielles, fort ressemblantes aux naturelles; Peindre en Mignature sans sçavoir le desein, & travailler les Bayettes ou Etoffes établies nouvellement en ce Royaume, pour l'Usage de ce Pais, & pour l'Espagne, &c. ... Lyon: Thened 1709.

Diese Enzyklopädie im Stile eines Hausväterbuchs hatte einen riesigen Erfolg. Sie wurde übersetzt und beliebig augmentiert – alles lief immer unter dem ›Brand‹ Chomel. Neuauflagen: 1718, 1725, 1727, 1732, 1732–1740 , 1741, 1743, 1750–1758, 1751, 1757, 1758, 1767, 1778, 1782, 1800–1803

Digitalisat der Ausgabe 1709 [www]

Dictionaire œconomique, or the Family dictionary ... Done into English. Revised and recommended ... by Mr. R. Bradley. 2 vols. D. Midwinter: London, 1725.

Dictionnaire Oeconomique, Contenant divers Moïens d'Augmenter son bien, et de conserver sa santé, quantité de moyens pour élever, nourrir, querir et faire profiter toutes fortes d’Animaux Domestiques, differens Filets pour la Peche de toutes fortes de Poissons et pour la Chasse : avec plusieurs remedes assurez et eprouvez ... enrichi de figures nouv. dessinées er gravées par B. Picart / par Noël Chomel, ... Troisieme Edition, revue, corrigée & considerablement augmentée par J. Marret, ... Amsterdam: Cóvens et Mortier 1732–1740.

Huishoudelyk woordboek, vervattende vele middelen om zyn goed te vermeerderen en zyne gezondheid te behouden, met verscheiden wisse en beproefde middelen voor een groot getal van ziekten, en schoone geheimen om tot een hoogen en gelukkigen ouderdom te geraken, een menigte van manieren om lammeren, schapen, koejen, paarden, muil-ezels, hoenderen, duiven, honigbyen, zywurmen te kweken, voeden, genezen, en winst te doen met die dieren; Velerleije soorten van netten en wyzen om allerleije soorten van vis, dieren en vogelen te vangen, jagen, enz. Een oneindige menigte van geheimen in den tuinbou, kruidkunde, akkerbou, landbou, wyngaard- en boomgaardbou, gelyk ook de kennisse van vreemde gewassen, en hare eigenaartige krachten, enz. Met de voordeelen van het destilleren, verwen, zeepzieden, styfselmaken, kottoenspinnen en maken van kunstgesteenten, die na de natuurlyke gelyken, schilderen met water- en oli-verw, 't maken van bajen en stoffen voor deze en andere landen, van turf, steen, enz. De middlen, waar van zich kooplieden bedienen, om groten handel te dryven, en waar van Engelsen, Hollanders, enz. gebruik gemaakt hebben in den handel met paarden, geiten, schapen, enz. Alles, wat handwerkslieden, tuiniers, wyngaardniers, kooplieden, winkeliers, bankiers, kommissarissen, overheden, officiers van 't Gerecht, edellieden, geestelyken en andere luiden van aanzien, in de eerste bedieningen doen moeten, om zich welvarende te maken. In't Nederduits vertaald, in orde geschikt, en vermeerderd met nuttige artikelen, door de heeren Jan Lodewuk Schuer, A.H. Westerhof, en zeker liefhebber, Leiden & Amsterdam, S. Luchtmans & H. Uytwerf, 1743.

Die wahren Mittel, Länder und Staaten glücklich, Ihre Beherrscher mächtig, und die Unterthanen reich zu machen. Mehrerer Bequemlichkeit halber in alphabetischer Ordnung vorgetragen: Oder Grosses und Vollständiges Oeconomisch- und Physicalisches Lexikon, So wohl vor Grosse Herren, als Privat-Personen, Worinnen alles enthalten, was zum Fürstlichen, Gräflichen, Adelichen und Gemeinen Hof-Haus-Land- und Feld-Leben, ... erforderlich ; Ingleichen von einer Ersprießlichen Anlegung und Vermehrung der Fabriquen, ...so wie insbesondere aus des P. Noel Chomel, ... Dictionaire Oeconomique, also auch überhaupt aus berühmter und erfahrner Männer gedruckten und geschriebenen Nachrichten dergestalt zusammen getragen ... nebst einer Vorrede des Reichs-Freyherrn [Christian] von Wolff, Leipzig: Clanner 1750-1759.

Algemeen huishoudelijk-, natuur-, zedekundig- en konst-woordenboek, vervattende vele middelen om zijn goed te vermeerderen, en zijne gezondheid te behouden ... Door M. Noel Chomel. Tweede druk geheel verbetert, en meer als de helfte vermeerdert door J. A. de Chalmot, etc. (Vervolg op M. Noel Chomel. Algemeen huishoudelijk-. natuur, zedekundig- en konst-woordenboek ... Door J. A. de Chalmot, etc.). 16 dl. Leyden; Leeuwarden; Campen; Amsterdam, 1778-93.

Zwischen 1811 und 1845 ist der Chomel aus der niederländische Übersetzung als erste europäische Enzyklopädie überhaupt in 68 Bänden ins Japanische übersetzt worden – erschienen ist sie jedoch erst 1937.

Und so stellte sich Monseiur Chomel die Tarnung des Jägers [pop-up] vor ...

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Johann Franz Buddeus (1667-1729), »Allgemeines Historisches Lexicon« (1709ff)

Joan. Franciscus Buddeus, Allgemeines Historisches Lexicon, in welchem das Leben und die Thaten derer Patriarchen, Propheten, Apostel, Väter der ersten Kirchen, Päpste, Cardinäle, Bischöffe, Prälaten, vornehmer Gottes-Gelahrten, nebst denen Ketzern, wie nicht weniger derer Käyser, Könige, Chur- und Fürsten, grosser Helden und Ministern, ingleichen derer berühmten Gelahrten, Scribenten und Künstler, ferner ausführliche Nachrichten von den ansehnlichsten Gräflichen, Adelichen und andern Familien, von Conciliis, Münchs- und Ritter-Orden, Heydnischen Göttern, etc. und endlich die Beschreibungen derer Käyserthümers, Königreiche, Fürstenthümer, freyer Staaten, Landschafften, Inseln, Städte, Schlösser, Klöster, Gebirge, Flüsse und so fort, in Alphabetischer Ordnung mit bewehrten Zeugnissen vorgestellet werden, Leipzig: Fritsch, 1709-1714; Andere und vermehrte Auflage 1722, 3., um vieles vermehrte und verbesserte Auflage, Leipzig, verlegts Thomas Fritschens sel. Erben 1730-1740.

Das sog. "Leizpiger Lexikon" beruht auf Moréri und Bayle und dient seinerseits dem "Basler Lexikon" als Vorlage.

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›Hübner‹, Reales … Handlungs-Lexicon (1712)

Curieuses Natur- Kunst- Gewerck- und Handlungs-LEXICON, Darinnen nicht nur Die in Philosophie, Physic, Medicin, Botanic, Chymie, Anatomie, Chirurgie und Apotecker-Kunst, wie auch in der Mathematic, Astronomie, Mechanic, Bürgerlichen und Kriegs-Bau-Kunst, Schiffahrten, &c. Ferner bey denen galanten und Ritterlichen Exercitien; bey Bergwercken, Jägerey, Fischerey, Gärtnerey, wie nicht weniger bey Künsten; ingleichen in der Kauff-mannschafft, bey Buchhalten und in Wechsel-Sachen gebräuchlichen Termini technici oder Kunst-Wörter, nach Alphabetischer Ordnung ausführlich beschrieben werden: Sondern auch alle andere in täglichen Handel und Wandel, ingleichen in Jure und vor Gerichten vorfallende, und aus denen Gelehrten und Ungelehrten zu sonderbahren Nutzen gründlich und deutlich erkläret, auch an vielen Orten feine und nützliche Realien mit eingemischet seyn. Alles dergestalt eingerichtet, daß man dieses als einem andern Theil des Realen Staats-Zeitungs- und CONVERSATIONS-LEXICI mit grossem Vortheile gebrauchen kan, weil hierinnen erkläret zu finden, was in jenem bißhero vielmahls gesuchet worden. Nebst einer ausführlichen Vorrede Herrn Johann Hübners. Samt einem Anhang, darinnen unter andern auch die Beschreibungen derer Handwercker, und der bey ihnen gebräuchlichen Wörter enthalten sind, wie auch einem nützlichen Register. Verlegts Johann Friedrich Gleditsch und Sohn, Buchhändl. in Leipzig, Anno 1712.

Weitere Ausgaben: 2. 1714, 3. 1717, 4. 1722, 5. 1727, 6. 1731, 7. 1736, 8. 1739, 9. 1741, 10. 1746 , 11. 1755, 12. 1762, 13. 1776, 14. 1792. — Gesamtedition aller Auflagen auf 140 Mikrofiches im Harald Fischer Verlag [www]. — Vgl. Bibliotheca lexicorum. Kommentiertes Verzeichnis der Sammlung Otmar Seemann; eine Bibliographie der enzyklopädischen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart, bearb. von Martin Peche. Hrsg. von Hugo Wetscherek, Wien: Inlibris, 2001; Nr. 268–281.

Titelkupfer (1746) – Hinweise zur Verlegerdynastie Gleditsch [pop-up]

In der Vorrede zur ersten Auflage 1712 rechtfertigt Hübner die alphabetische Darstellungsweise: Vorrede [pop-up] In derselben Vorrede (jetzt ganz bei Wikisource [www]) nennt er § 46 Paul Jacob Marperger als einen, der ein grosses darzu contribuiret hat.

1746 überarbeitet Georg Heinrich Zincke – der 1744 schon das Allgemeine Oeconomische Lexicon bearbeitet hatte – das Lexikon und verfasst eine »Neue Vorrede« Von dem Verhältnis dieses Lexici zu den schönen und Cameral-Wissenschaften.

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Bernard Nieuwentyt (1654 – 1718), »Het Regt Gebruik der Werelt Beschouwingen« (1714)

Bernard NIEUWENTYT [auch Neuwentijt], Het Regt Gebruik der Werelt Beschouwingen, ter overtuiginge van ongodisten en ongelovigen aangetoont, Amsterdam 1714. – Den tweeden Druk, Amsterdam 1717.

Bernhard Nieuwetyt, Die Erkänntniß der Weißheit, Macht und Güte des Göttlichen Wesens, aus dem rechten Gebrauch derer Betrachtungen aller irrdischen Dinge dieser Welt; zur Uberzeugung derer Atheisten und Unglaubigen ... Samt einer Vorrede von Chr. Wolff ... . Frankfurt und Leipzig: Joh. Pauli 1732.

Bernhard Nieuwetyts M. D. Rechter Gebrauch Der Welt-Betrachtung. Zur Erkentnis Der Macht, Weisheit und Güte Gottes, Auch Ueberzeugung Der Atheisten und Ungläubigen. In einer Freien Uebersetzung abermal ans Licht gestellet, … von D. Joh. Andreas Segner, Jena: Christian Heinrich Cuno 1747.

Ein Werk der Physikotheologie. Die Gebiete des 900 Quart-Seiten starken, mit mehreren Registern und 28 Kupfertafeln ausgestatteten Buchs entstammen zur Hälfte dem medizinischen Bereich, wobei aber nicht nur die Anatomie eine Rolle spielt, sondern auch die Sinneswahrnehmungen und die Einbildungs-Kraft, Gedächtnüß sowie Passionen oder Neigungen (Kapitel XVI und XVII) betrachtet werden. Dann folgen Kapitel über die vier Elemente, Tiere und Pflanzen, den Himmel, eines Von der unaussprechlichen Menge und unbegreiflichen kleinen Gestalt derer Theilen (Auszüge aus Leeuwenhoek sowie Boyles Korpuskulartheorie aus »De mira subtilitate, determinata natura, & insigni vi effluviorum«), dann folgt eine bunte Sammlung von Gesetzen der Natur: Gravitation, Leibniz’ Berechnung der Kettenlinie, Hydrostatik – Beschreibungen von Experimenten und ›Auslegungen‹ von Bibelstellen in Gemenge-Lage – sodann folgen einige Chymische Natur-Gesetze (u. a. Experimente mit Säure und Alkali); den Schluss machen Kapitel Von der Möglichkeit der Auferstehung und Von unbekannten Dingen.

Vgl. das Frontispiz [pop-up]

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Christian Gottlieb Jöcher (1694–1758) / Johann Burkhard Mencke (1674–1732), Gelehrten-Lexicon (1715)

Compendiöses Gelehrten-Lexicon : Darinnen Die Gelehrten, als Fürsten und Staats-Leute, die in der Literatur erfahren, Theologi, Prediger, Juristen, Politici, Medici, Philologi, Philosophi, Historici, Critici, Linguisten, Physici, Mechanici, Mathematici, Scholastici, Oratores und Poëten, so wohl männ- als weiblichen Geschlechts, welche vom Anfang der Welt grösten theils in gantz Europa biß auf jetzige Zeit gelebet, und sich durch Schrifften oder sonst der gelehrten Welt bekant gemacht, an der Zahl über 20000. nach ihrer Geburth, Absterben, vornehmsten Schrifften, Leben und merckwürdigsten Geschichten, aus denen glaubwürdigsten Scribenten, die man jedesmahl fleißig angemerckt, kurtz und deutlich nach Alphabetischer Ordnung beschrieben worden; Denen Liebhabern der Historie der Gelehrten, und andern curieusen Personen ... zum Druck befördert, Leipzig: Gleditsch 1715.

Beispiel eines prosopographischen Werks. – Hinweise zur Verlegerdynastie Gleditsch [pop-up]

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Amaranthes [Gottlieb Siegmund Corvinus], »Frauenzimmer-Lexikon« (1715)

Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-Lexicon : Worinnen nicht nur Der Frauenzimmer geistlich- und weltliche Orden, Aemter, Würden ... Professionen und Gewerbe, Privilegia und Rechtliche Wohltaten ... Nahmen und Thaten der Göttinnen, Heroinen, gelehrter Weibes-Bilder, Poetinnen, Ketzerinnen, Quackerinnen, Schwärmerinnen ...; sondern auch ein Gebackens-Buch, samt denen darzu gehörigen Rissen, Taffel-Auffsätzen und Küchen-Zettuln, ordentlich nachdem Alphabet ... abgefaßt ... dem weiblichen Geschlechte insgesamt zu sonderbaren Nutzen, Nachricht und Ergötzlichkeit auff Begehren ausgestellet. Leipzig: Gleditsch, 1715, 1739, 1749, 1773

Reprint: Frankfurt/M.: Insel-Verl., 1980. — Eingescannt von der HAB Wolfenbüttel. – Hinweise zur Verlegerdynastie Gleditsch [pop-up]

Helga Brandes, Das "Frauenzimmer-Lexicon" von Amaranthes [d. i. Gottlieb Siegmund Corvinus (1677 - 1746)]. In: Enzyklopädien, Lexika und Wörterbücher im 18. Jahrhundert. Göttingen: Wallstein-Verl., (1998), S. 22-30

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Julius Bernhard von Rohr (1688 – 1742), »Compendieuse Haußhaltungs-Bibliotheck« (1716)

Julii Bernhards von Rohr Compendieuse Haußhaltungs-Bibliotheck, Darinnen nicht allein Die neuesten und besten Autores, Die so wohl Von der Haußhaltung überhaupt, Als vom Ackerbau, Viehzucht, Jägerey, Gärtnerey, Kochen, Bierbrauen, Weinbergen, Wäldern, Bergwercken u.s.w. geschrieben, recensiret und beurtheilet, Sondern auch überall Des Autoris eigene Meditationes, Nebst andern curieusen Observationen aus den Antiquitæten, der Physic und Mathematic eingemischet werden
Leipzig: Martini 1716.

Ein Werk der sog Hausväterliteratur; 2. Ausgabe 1726, 3. Ausgabe 1755.

Inhaltsübersicht: I: Von dem Studio Oeconomica überhaupt — II: Von dem Cammeralwesen — III: Von der Privat-Wirthscahfftskunst, und vornehmlich Land- und Feld-Oeconomie — IV: Ackerbau — V: Weinbau — VII: Vom Bierbrauen — VII: Von der Koch-Kunst und Confituren — VIII: Von der Gärtnerey — IX: Von den Wäldern und Jägerey — X: Von Waßern, Teichen und Fischerey — XI: Von der Vieh-Zucht — XII: Von Bergwercks-Sachen und Mineralischen Reiche — XIII: Vom Commercien-Wesen — XIV: Von einigen Theologischen Schrifften, deren Erkentniß einem Haußwirthe nötig — XV: Von einigen Juristischen Schrifften, deren Erkäntniß einem Haußwirthe nützlich — XVI: Von einigen Medicinischen Schrifften, deren Erkäntniß einem Haußwirthe nützlich — XVII: Von der Erkänntniß einiger Mathematischen und Mechanischen Schrifften, die einem Haußwirthe nützlich.

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Benjamin Hederich (1675–1748), »Reales Schullexikon« (1717)

Reales Schul-Lexicon, worinne nicht allein von den Ländern, Städten, Schlössern, Meeren, Seen, Flüssen, Brunnen u.d.g. wie auch von den Zeiten, Völckern, Geschlechten, Personen, alten Gebräuchen und Seltenheiten, Göttern, Göttinnen und anderen zur Geographie, Chronologie, Genealogie, Historie, Notitia auctorum, den Antiquitäten und der Mythologie gehörigen Merckwürdigkeiten, derer in den Griechischen und Lateinischen auf Schulen üblichen Auctoribus classicis Meldung geschiehet, eine nöthige Nachricht gegeben; sondern auch was von Technicis aus der Grammatica, Rhetorica, Logica und Poetica der studirenden Jugend insonderheit zu wissen dienlich, mit seinen Definitionibus und Exempeln zulänglich erläutert wird. Verfasset von M. Benjamin Hederichen, Leipzig: Gleditsch 1717.

Titelkupfer

Hinweise zur Verlegerdynastie Gleditsch [pop-up] – B. Hederich ist auch durch andere Lexika hervorgetreten, u.a.:

M. Benjamin Hederichs ... Gründliches Lexicon Mythologicvm, worinne so wohl die fabelhafte ... Historie derer alten und bekannten Römischen, griechischen und Egyptischen Götter ... entfasset. Anbey ein so nöthiges als nützliches Genealogicon Mythistoricum mit angehänget ... Leipzig: Gleditsch 1724; 2. Auflage 1741; 1770 Reprint: Wiss. Buchgesellschaft Darmstadt 1986.

Benjamin Hederichs gründliches Antiqvitäten-Lexicon, worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen zulänglich beschrieben, und mit ihren Auctoribus bewiesen werden, Leipzig: Gleditsch, 1743.

Benjamin Hederich, Känntniß der vornehmsten Schriftsteller vom Anfange der Welt bis zur Wiederherstellung der Wissenschaften. Zwote viel verbesserte und vermehrte Ausgabe, Wittenberg und Zerbst: Samuel Gottfried Zimmermann, 1767. (2 Bände; herausgegeben von J.J. Schwabe)
[erste Auflage unter dem Titel] Notitia Avctorum Antiqva Et Media, oder Leben, Schrifften, Editiones und Censuren der Biblischen, und entweder noch gantz, oder auch nur in considerablen Fragmentis verhandenen fürnehmsten Griechischen und Lateinischen Kirchen-Scholastischen- und Profan-Scribenten, so von Anfange an, bis auf die Instauration der Studien im Occidente, gelebet, und einem Gelehrten zu kennen nützlich und nöthig seyn, Wittenberg: Zimmermann, 1714

Georg Simon Klügel (1739-1812), Encyklopädie, oder zusammenhängender Vortrag der gemeinnützigsten Kenntnisse, Berlin: Nicolai, 1782–84 (= Völlige Umarb. von Benjamin Hedrichs Anleitung zu den vornehmsten Kenntnissen und Wissenschaften)

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Johann Theodor Jablonski (1654 – 1731), »Allgemeines Lexicon Der Künste und Wissenschafften« (1721)

Allgemeines Lexicon Der Künste und Wissenschafften; Oder Kurtze Beschreibung des Reichs der Natur, der Himmel und himmlischen Cörper, der Lufft, der Erden, samt denen bekannten Gewächsen, der Thiere, Steine und Ertze, des Meeres und der darinn lebenden Geschöpffe : Ingleichen Aller Menschlichen Handlungen, Staats- Rechts- Kriegs- Policey- Haußhaltungs- und Gelehrten Geschäffte, Handthierungen und Gewerbe, samt der Erklärung der darin vorkommenden Kunst-Wörter und Redens-Arten, Mit Beysetzung der Lateinischen und Frantzösischen Benennungen, wo solche vorhanden. In gehöriger Ordnung verfasset und mit Fleiß zusammen getragen von Einem Mitglied der Königl. Preuß. Societæt der Wissenschafften, Leipzig, bey Thomas Fritschen, 1721.

Neue, um die Hälfte vermehrte, und durchgehends verbesserte Auflage, Königsberg: Hartung 1748.

Mikrofiche-Ausgabe: Erlangen: Harald Fischer Verlag, 1998, 47 Mikrofiches.

Vgl. das Frontispiz auf der entsprechenden Seite auf dieser Homepage.

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David van Hoogstraten (1658 – 1724) & Jan Lodewyk Schuer, »Groot algemeen … woordenboek« (1725–1733)

Groot algemeen historisch, geographisch, genealogisch, en oordeelkundig woordenboek, behelzende zo het voornaamste dat vervat is in de Woordenboeken van Moreri, Bayle, Buddeus, enz. als de gehele kerkelyke en wereldlyke geschiedenis ..., onder het opzicht van David van Hoogstraten, en Jan Lodewyk Schuer, Amsterdam / Utrecht / 's Gravenhage 1725–1733.

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Johann Georg Walch, »Philosophisches Lexicon« (1726)

Johann Georg Walch, Philosophisches Lexicon, Darinnen Die in allen Theilen der Philosophie, als Logic, Metaphysic, Physic, Pneumatic, Ethic, natürlichen Theologie und Rechts-Gelehrsamkeit, wie auch Politic fürkommenden Materien und Kunst-Wörter erkläret und aus der Historie erläutert; die Streitigkeiten der ältern und neuern Philosophen erzehlet, die dahin gehörigen Bücher und Schrifften angeführet, und alles nach Alphabetischer Ordnung vorgestellet werden. Mit nöthigen Registern versehen und hrsg. von Johann Georg Walch ... - Leipzig, Verlegts Joh. Friedrich Gleditschens seel. Sohn, 1726; 2. Auflage 1733; weitere Auflagen 1738, 1740.

Carsten Zelle (Hg.), Enzyklopädien, Lexika und Wörterbücher im 18. Jahrhundert, Göttingen: Wallstein-Verlag, 1998 (Das achtzehnte Jahrhundert 22,1)

Hinweise zur Verlegerdynastie Gleditsch [pop-up]

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[Georg Heinrich Zincke (1692 – 1769)], »Allgemeines Oeconomisches Lexicon« (1731)

Allgemeines Oeconomisches Lexicon, Darinnen nicht allein Die Kunst-Wörter und Erklärungen derjenigen Sachen, welche in einer vollständigen Landwirthschafft und Haushaltung von Acker- Feld- Holtz- Hopfen- Obst- Wein- und Garten-Bau, ... in möglicher Kürze zu finden ist; Sondern auch Die Natur, Eigenschafften, Pflegung, Nutzung, Gebrauch und Mißbrauch der Kräuter, ... abgehandelt und an den meisten Orten mit vielen nützlichen Realien versehen worden; Nebst einem Anhange eines Land- und Haus-Wirthschaffts-Calenders, Was nemlich Das gantze Jahr hindurch in iedem Monat vor besondere Verrichtungen vor die Hand zu nehmen und wie solche behörig anzustellen. Alles aufs sorgfältigste zusammen getragen und mit nützlichen durch die Erfahrung bestätigten Anmerckungen, wie nicht weniger durch verschiedene in XX. Tabellen entworffene Abrisse erläutert und erkläret. Leipzig, bey Johann Friedrich Gleditschens sel. Sohn [Johann Gottlieb Gleditsch], 1731.

Die Enyklopädie ist dem kameralwissenschaftlichen Schrifttum zuzuordnen, das die Hausväterliteratur igendwie ablöst. – Hinweise zur Verlegerdynastie Gleditsch [pop-up]

In der ersten Auflage 1731 wird Zincke nicht als Autor oder Hg. genannt; ist sie überhaupt von ihm? Die 2. Ausgabe (3520 Spalten in Oktav) erscheint 1744 mit einer Vorrede von dem Innhalt und rechten Gebrauch dieses Lexici von Zincke, in dem er sagt, er habe das Lexicon von 1731 – das offensichtlich von anderen verfasst wurde – verbessert. Die dritte Edition (Titelauflage?) erscheint 1753 Noch 1780 erscheint eine 5. Auflage.

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Jacob Christoph Iselin (1681-1737), »Allgemeines Lexikon« (1726/7)

Neu=vermehrtes Historisch= und Geographisches Allgemeines Lexicon, in welchem das Leben / die Thaten / und andere Merckwürdigkeiten deren Patriarchen / Propheten / Apostel / Vätter der erste Kirchen [...] und nicht weniger derer Käyser / Königen / Chur= und Fürsten / Grafen, grosser Herren [...] auß allen vorhin ausgegebenen und gleichen Materien handelnden Lexicis [...] zusammen gezogen / dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen / von einer grossen Anzahl Fehlern / die noch immer in denen alten Ausgaben geblieben waren / gereinigt [...] von Jacob Christoff Iselin, Basel: Brandmüller 1726/7 (vier Folio-Bände).

Zu weiteren Auflagen und zu den Supplementbänden vgl. hier [pop-up]

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Charles Rollin (1661–1741), »De la manière d’enseigner les belles-lettres« (1726ff.)

Charles Rollin, De la manière d'enseigner les belles-lettres par rapport à l'esprit & au coeur, 4 Bde., Paris 1726-1728.

Herrn Carl Rollins, alten Rectors der Universität zu Paris, Lehrers der Beredsamkeit auf dem königl. Collegio, und Mitgliedes der Akademie der Aufschriften, Anweisung, wie man die freyen Künste lehren und lernen soll, Aus dem Französischen übersetzt. Ehemals in vier Theilen abgefasset, und itzo in zweenen Bänden herausgegeben von Johann Joachim Schwaben, Leipzig: Breitkopf 1760.

Rollin war Pädagoge und Historiker, sein oft aufgelegtes Werk ist der Versuch eines didaktischen Konzepts von der Elementarausbildung bis zum Studium. Es ist enzyklopädisch angelegt; aber die ›Humanities‹ überwiegen noch sehr:

Livre Premier: De l’Intelligence des Langues: De l’Etude de la Langue Françoise; … Lange Grecque; … Langue Latine
Livre Second: Da la Poésie – De la Lecture d’Homére
Livre Troisième: De La Rhétorique (De la Composition; De la lecture & de l’explication des Auteurs)
Livre Quatrième: Des trois genres d’Eloquence (du Barreau; de la Chaire; de l'Eloquence de l’Ecriture sainte)
Livre Cinquième: De l’Histoire (Sainte / Profane)
Livre Sixième: De la Philosophie [hier wird auf wenigen Seiten behandelt: Systêmes du monde; Physique des enfans***; Plantes, Fleurs, Fruits, Arbres; Animaux; Utilité des ces observations physiques; La Philosophie sert a inspirer un grand respect pour la religion]

***Die »Physique des Enfans« findet sich in deutscher Übersetzung in des J. Fabricius Übersetzung von Derhams »Physico Theologie«, Hamburg 1730 und auch separat: Natur-Lehre der Kinder, Frankfurt, bey Ludwig Kopf 1738.

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Ephraim Chambers (1680–1740), »Cyclopaedia« (1728)

Cyclopaedia Or, an universal dictionary of arts and sciences, Containing An Explication Of The Terms, And An Account Of The Things Signified Thereby, In The Several Arts, Both Liberal And Mechanical; And The Several Sciences, Human And Divine: The Figures, Kinds, Properties, Productions, Preparations, and Uses of Things Natural And Artificial: The Rise, Progress, and State of Things Ecclesiastical, Civil, Military, And Commercial ... ; Extracted from the best Authors, Dictionaries, Journals, Memoirs, Transactions, Ephemerides, etc. in several languages; in two volumes, comp. ... by E. Chambers, London 1728. — 2. Auflage 1738, usw. – 1786/88 in 5 Bänden.

Chambers ist der Anreger von Diderot / d'Alembert. Hier das Frontispiz [www; 3181x2455 Pixel !]

Homepage zu Chambers, von L.A. Miller

The University of Wisconsin has now fully digitalized the 1728 First Edition

Das Werk ist nicht zu verwechseln mit: Chambers’s Encyclopaedia, A Dictionary of Universal Knowledge for the People; Illustrated with Maps and Numerous Wood Engravings, Edinburgh: William & Robert Chambers, 1860–1868, 10 vols., – founded on the 10th edition of Brockhaus!

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Johann Jakob Scheuchzer (1672-1733), »Physica Sacra« (1731, 1733, 1735)

Kupfer=Bibel / in welcher die PHYSICA SACRA oder geheiligte Natur=Wissenschafft derer in Heil. Schrifft vorkommenden Natürlichen Sachen deutlich erklärt und bewährt von Joh. Jacob Schevchzer Med. D. [...] anbey zur Erläuterung und Zierde des Wercks in Künstlichen Kupfer=Tafeln ausgegeben und verlegt durch Johann Andreas Pfeffel [...] Augsburg und Ulm, gedruckt bey Christian Ulrich Wagner [vier Foliobände] 1731, 1733, 1735.

Paul Michel, Batrachotheologia. Über Frösche und Wunder bei Johann Jakob Scheuchzer, in: Librarivm, Zeitschrift der schweizerischen bibliophilen Gesellschaft II 1996, S. 129-145

Paul Michel, Das Buch der Natur bei Johann Jacob Scheuchzer, in: Vox Sermo Res = Festschrift Uwe Ruberg, hg. W. Haubrichs, W. Kleiber, R. Voß, Stuttgart/Leipzig: Hirzel, 2001, S. 169–193.

Irmgard Müsch, Geheiligte Naturwissenschaft. Die Kupfer-Bibel des Johann Jakob Scheuchzer, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2000 (Rekonstruktion der Künste 4).

Robert Felfe, Naturgeschichte als kunstvolle Synthese. Physikotheologie und Bildpraxis bei Johann Jakob Scheuchzer, Berlin: Akademie Verlag, 2003.

Michael Kempe, Wissenschaft, Theologie, Aufklärung. Johann Jakob Scheuchzer (1672–1733) und die Sintfluttheorie, Tübingen: Bibliotheca Academica Verlag, 2003 (Frühneuzeit-Forschungen 10).

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Noël Antoine Pluche (1688–1761) , »Le Spectacle De La Nature« (1732ff.)

Le Spectacle De La Nature, Ou Entretiens Sur Les Particularités De L'Histoire Naturelle, Qui ont paru les plus propres à rendre les Jeunes-Gens Curieux, & à leur former l'esprit, Seconde Édition. Paris: Estienne & Desaint, 1732-

Schau-Platz der Natur, oder: Untersuchungen/Gespräche von der Beschaffenheit und den Absichten der natürlichen Dinge, wodurch die Jugend zu weitern Nachforschungen aufgemuntert und auf richtige Begriffe von der Allmacht und Weisheit Gottes geführet wird; mit 204 Kupfern, 8 Bände in Oktav, Wien / Nürnberg u.a.: Monath, 1746-1753.

Andreas Gipper, Vulgarisation scientifique et physicothéologie en France. Stratégies rhétoriques dans le Spectacle de la nature de l'abbé Pluche. In: Andries, Lise (Hrsg.): Littérature et vulgarisation des savoirs 1750-1848. Lyon: Publications du CNRS, Lyon 2002.

Andreas Kleinert, Die allgemeinverständlichen Physikbücher der französischen Aufklärung, Aarau 1974.

Detailangaben, Inhaltsverzeichnis [pop-up]

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Willibald Kobolt, »Die Groß- und Kleine Welt« (1738)

Willibald Kobolt, Die Groß- und Kleine Welt, Natürlich-Sittlich- und Politischer Weiß zum Lust und Nutzen vorgestellt, Das ist: Der mehrist- und fürnemsten Geschöpffen natürliche Eigenschafften, und Beschaffenheit, auf die Sitten, Policey und Lebens-Art der Menschen ausgedeutet. Ein Werck, welches in 4. Theil abgetheilt ist mit mancherley curios- und nutzlichen mehrentheils allegorischen Concepten, Moralien, Geschicht und
Fabeln versehen; mithin zur Auferbauung und Ergötzlichkeit aller Gelehrt- und Ungelehrten / Geistlich- und Weltlichen Stands-Personen / auch zu sonderer Bequemlichkeit deren Prediger gewidmet / verfaßt und in Truck gegeben von A.R.P. Wilibaldo Kobolt. Augsburg: Martin Veith / und Happachische Interessenten 1738.

Als E-Text bei Zeno [www]

Dietmar Peil in: Eybl, Franz M. / Harms, Wolfgang / Krummacher, Hans-Henrik / Welzig, Werner, eds.: Enzyklopädien der frühen Neuzeit. Beiträge zu ihrer Erforschung. Tübingen: Niemeyer 1995; S. 141ff.

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Carl Günther Ludovici (1707–1778), Allgemeine Schatz-Kammer der Kauffmannschafft (1741ff.)

Allgemeine Schatz-Kammer der Kauffmannschafft Oder Vollständiges Lexicon aller Handlungen und Gewerbe so wohl in Deutschland als auswärtigen Königreichen und Ländern : Darinnen die Beschreibung aller und jeder zur Kauffmannschafft und Handlung gehörigen Waaren, als Gold, Silber, Juwelen ... insonderheit wie und woher solche Waaren ... ferner derer Kauffleute Privilegien und Rechte, Gebräuche, Innungen ... ingleichen eine nöthige Nachricht von den berühmtesten Handels-Plätzen und See-Häfen ... ; nebst einem Anhange derer jetzt florirenden Kauff- und Handels-Leute Namen, Contoirs, Fabriquen, Handlungs-Compagnien ... - Bd. 1 – 4, Leipzig: Heinsius 1741 – 1742 + Supplement, ebenda 1743.

Beruht auf: Jacques Savary des Bruslons / Louis-Philemon Savary, Dictionnaire universel de commerce, contenant tout ce qui concerne le commerce qui se fait dans les quatre parties du monde, par terre, par mer, de proche en proche, et par des voyages de long cours, tant en gros qu’en dètail, Paris: Estienne 1723.

Eröffnete Akademie der Kaufleute, oder vollständiges Kaufmanns-Lexicon, woraus sämtliche Handlungen und Gewerbe, mit allen ihren Vortheilen, und der Art, sie zu treiben, erlernet werden können; und worinnen alle Seehäfen, die vornehmsten Städte und Handelsplätze; alle Arten der rohen und verarbeiteten Waaren; die Künstler, Fabrikanten, und handwerksleute; Commerciencollegia, Handelsgerichte, Banken, Börsen, Leihhäuser, Manufacturen, Fabriken und Werkstätte, die Rechte und Privilegien der Kaufmannschaft, u.s.w. beschrieben und erkläret werden. Mit vielem Fleiße aus den besten Schriftstellern zusammengetragen von Carl Günther Ludovici, ordentlichem Professorn der Vernunftlehre auf der Hohen Schule zu Leipzig, und der Königl. Preuß. Akademie der Wissenschaften Mitgliede, Leipzig: Bernhard Christoph Breitkop 1752–1756.

2. Auflage 1767–1768; 3. Auflage bearb. durch Johann Christian Schedel: Neu eröfnete Academie der Kaufleute, oder encyclopädisches Kaufmannslexicon alles Wissenswerthen und Gemeinnützigen in den weiten Gebieten der Handlungswissenschaft und Handelskunde überhaupt, vormals herausgegeben von Carl Günther Ludovici, Leipzig: Breitkopf & Härtel 1797–1801.

Das Werk enthält – wie der Titel insinuiert – nicht bloß Artikel zur Oekonomie (z.B. Handelscollegium, Hauptbuch, Kramerinnung, Marktconto, Münzfuß, Verfallzeit, Wechselhandel), sondern auch enzyklopädisch viele andere, z.B. Haar-Puder, Malvasier, Mumie, Tabackspfeife, usw. --- Es wäre untersuchenswert, wie intensiv Ludovici, der seit 1754 Hauptredaktor am ZEDLERschen Lexicon war, dieses für sein Unternehmen ausgebeutet hat.

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Johann Ludwig Steiner (1711–1779), »Hundert Artickul« (1744)

[Johann Ludwig Steiner] Hundert Artickul, handelnde von den vornehmsten Künsten und Wissenschaften, worinn nicht allein derselben Nutzen, sondern auch die wichtigste Phænomena in der Natur, wie solche von den heutigen Philosophis eingesehen werden, in Frag und Antwort vorgestellet ; Mit Historien und Exempeln, wie auch dazu nöthigen Kupferen vermehret / Dem Frauenzimmer, und denen welche von Studiis keine Profeßion, zu lieb aus dem Englischen ins Teutsche übersetzt von J. L. St. Zürich: Orell, 1744 [V + 645 Seiten]

»In Absicht dem Frauenzimmer, so an den Wissenschafften einen Geschmack zu haben anfanget, wie auch denen, welche von Studiis keine Profession machen, zu dienen« erörtert das enzyklopädische Werk des Zürcher Optikers und Mechanikers J. L. Steiner (1711-1779) einhundert Begriffe aus den Wissenschaften, den Künsten und der Literatur. Beispiele: Von der Handelschaft; von der Kriegskunst; von den Titeln gekrönter Häupter; von Edel- und anderen Steinen; von den Bienen; von dem Schnupf- und Rauch-Tabac; von der Rechts-Gelehrtheit; Wie die Uhren können probiert; Von der Schreibkunst; Von den Bergen und ihrer Nutzbarkeit; Von dem Reisen; Von dem Nutzen einer Physicalischen Societät. Am Schluss folgt Steiners »Liste von den Versuchen eines Cursus in der Experimental-Philosophie, so ich in London unter Direction Mr. John Theophilus Desaguliers durchgangen«.

Inhaltsverzeichnis [pop-up]
Vorrede [als Bitmap in neuem Fenster]

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Giovanni Francesco Pivati, »Nuovo dizionario« (1746 – 1751)

Nuovo dizionario scientifico e curioso sacro-profano di Gianfrancesco Pivati, Venezia: Milocco, 1746-51.

10 Teile, A - Z. – Mikrofiche-Ausg. Erlangen: Fischer, 1998 (Archiv der europäischen Lexikographie, Abt. 1, Enzyklopädien 43)

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Hans Jacob Leu (1689 – 1768), »Schweizerisches Lexikon« (1747 –1789)

Allgemeines Helvetisches/ Eydgenössisches/ Oder Schweitzerisches Lexicon, Jn welchem Das, was zu wahrer Erkantnuß des ehe- und dißmahligen Zustandes und Geschichten der Helvetischen und Eydgenössischen oder Schweitzerischen/ auch deroselben Zugewandten und Verbündeten Landen, ... erforderlich seyn mag, Aus allen denen hievon handlenden gedruckten und geschriebenen Büchern und vielen sonst erhaltenen schrifftlichen Nachrichten in Alphabetischer Ordnung vorgestellet wird, Zürich/ bey Hans Ulrich Denzler, 1747- // Zug 1786–1789. 20 Bde. und 6 Supplementbde.

Microfiche-Ausgabe: Erlangen: Harald Fischer 1992

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Johann Heinrich Zedler [genannt nach dem Verleger, 1706–1751], »Universal-Lexikon« (1732–1750)

Großes vollständiges Universal-Lexikon aller Wissenschaften und Künste, Halle / Leipzig 1732-1750 64 Folio-Bände plus vier Supplementbände 1751-1754. [Reprint ADVA Graz 1961-64]

Vollständiger Titel des 21. Bandes:

Grosses vollständiges Universal-Lexikon aller Wissenschafften und Künste, welche bishero durch menschlichen Verstand und Witz erfunden und verbessert worden. Darinnen so wohl die Geographisch-Politische Beschreibung des Erd-Creyses nach allen Monarchien, Kayserthümern, Königreichen, Fürstenthümern, Republicken, freyen Herrschafften, Ländern, Städten, See-Häfen, Festungen, Schlössern, Flecken, Ämtern, Klöstern, Gebürgen, Pässen, Wäldern, Meeren, Seen, Inseln, Flüssen und Canälen, sammt der natürlichen Abhandlung von dem Reiche der Natur, nach allen himmlischen, lüfftigen, feuerischen, wässerichen und irdischen Cörpern, und allen herinnen befindlichen Gestirnen, Planeten, thieren, Pflantzen, metallen, Mineralien, Saltzen und Steinen etc.
Als auch eine ausführliche Historisch-Genealogische Nachricht von den Durchlauchten und berühmtesten Geschlechtern in der Welt: Den Leben und Thaten der Käyser, Könige, Chur-Fürsten und Fürsten, grosser Helden, Staats-Minister, Kriegs-Obersten zu Wasser und zu Lande, denen vornehmsten geist- und weltlichen Ritter-Orden etc.
Ingleichen von allen Staats- Kriegs- Rechts- Policey und Haushaltungs-Geschäfften des adelichen und bürgerlichen Standes, der Kauffmannschafft, Handthierungen, Künste und Gewerbe, ihren Innungen, Zünfften und Gebräuchen, Schiff-Fahrten, Jagden, Fischereyen, Berg- Wein- Acker-Bau und Viehzucht etc.
Wie nicht weniger die völlige Vorstellung aller in denen Kirchen-geschichten berühmten Alt-Väter, Propheten, Apostel, Päbste, Cardinäle, Bischöfe, Prälaten und Gottesgelehrten, wie auch Concilien, Synoden, Orden, Wallfahrten, Verfolgungen der Kirchen, Märtyrer, Heiligen, Sectirer und Ketzer aller Zeiten und Länder;
Endlich auch ein vollkommener Ingegriff der allergelehrtesten Männer, berühmter Universitäten, Academien, Societäten und der von ihnen gemachten Entdeckungen; ferner die Mythologie, Alterthümer, Müntz-wissenschafft, Philosophie, Mathematick, Theologie, Jurisprudenz und Medicin, wie auch aller freyen und mechanischen Künste, sammt der Erklärung aller darinnen vorkommenden Kunst-Wörter u.s.f. enthalten sind.
Mit hoher Potentaten allergnädigsten Privilegiis.
Ein und Zwantzigster Band, Mi - Mt.
Leipzig und Halle, Verlegts Johann Henrich Zedler 1739.

750'000 Artikel auf 62'571 Seiten; 1735, bei Band 14, musste Zedler Konkurs anmelden, konnte sich finanziell aber wieder aufrappeln; ab Band 19 unter der Leitung von Carl Günther Ludovici. Das grösste zu Ende geführte deutsche Lexikon.

Online-Texte:
Der ganze Zedler (BSB) [www, alter Link]
Zedler elektronisch in neuer Aufmachung [www, ]
Wikisource bringt Zedler jetzt EDV-lesbar [www]

Forschungsliteratur zu Zedler [pop-up]

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Denis Diderot (1713 – 1784) und Jean le Rond d’Alembert (1717 – 1783), [Hauptherausgeber], »Encyclopédie« (1751 – 1772)

Encyclopédie ou Dictionnaire Raisonné des Sciences, des Arts et des Métiers, par une Société de Gens de Lettres. [Paris 1751 - 1772].

1751 erscheint der erste Band. - Mit dem zweiten Band 1752 bereits erwächst Opposition aus den Reihen der Jesuiten und Jansenisten, das Werk wird vom König verboten mit der Begründung, es zerstöre die Autorität und leiste dem Unglauben und der Sittenverwilderung Vorschub. - Mme. de Pompadour interveniert, weil sie mit der Encyclopédie ihre jesuitischen Feinde treffen will. - 1757 hat die Encyclopédie viertausend Abonnenten. - 1759 hebt der Staatsrat die Druckerlaubnis auf; d'Alembert zieht sich, zermürbt zurück. - Diderot vermag das Verbot zu unterlaufen, indem er die Subskribenten mit Bildbänden zufriedenstellt; die Redaktion arbeitet heimlich weiter. - 1765 erscheinen 10 Bände auf einmal und werden heimlich verteilt. - 1766 sind alle Textbände erschienen; bis 1772 erscheinen noch 11 Tafelbände.

Die Encyclopédie umfasst 60'200 Stichwörter. - Sie ist "rédigée par une société de gens de lettres", wir würden heute sagen: sie basiert auf organisiertem Teamwork der wichtigsten aufklärerischen Autoren ihrer Epoche, 142 Beiträger waren namentlich bekannt. - Die Nachtragsbände schließen das Werk 1780 ab; insgesamt umfasst die Encyclopédie in der ersten Auflage 35 Bände.

Jean LeRond d'Alembert, Einleitung zur Enzyklopädie, aus dem Französischen übers., Hamburg: Meiner 1944; als Fischer Taschenbuch 6580 Frankfurt 1989.

Edition critique et annotée par John Lough et Jacques Proust, Paris: Hermann 1976.

Darnton, Robert: Glänzende Geschäfte. Die Verbreitung von Diderots 'Encyclopedie' oder Wie verkauft man Wissen mit Gewinn? (Fischer Geschichte Bd.12335 ) 1998.

Recherches sur Diderot et sur l'encyclopédie. Publication semestrielle de la Société Diderot. - Paris: Klincksieck, 1986-

Chronology of l’Encyclopédie

Online-Texte:
University of Chicago [www]
ATILF [www] (Analyse et Traitement Informatique de la Langue Française)
Université Paris 7 [www]
University of Michigan [www]
Wikisource [www]

Système figuré (vereinfacht) [pop-up; pdf, 12kB]

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Erik Pontoppidan (1698 – 1764), »Norges naturlige Historie« (1752/53)

Erik Pontoppidan, Det første Forsøg paa Norges naturlige Historie, forestillende dette Kongeriges Luft, Grund, Fielde, Vande, Væxter, Metaller, Mineralier, Steen-Arter, Dyr, Fugle, Fiske og omsider Indbyggernes Naturel, samt Sædvaner og Levemaade, København 1752/53.

Erich Pontoppidans Versuch einer natürlichen Historie von Norwegen, worinnen die Luft, Grund und Boden, Gewässer, Gewächse, Metalle, Mineralien, Steinarten, Thiere, Vögel, Fische und endlich das Naturel, wie auch die Gewohnheiten und Lebensarten der Einwohner dieses Königreichs beschrieben werden, auss dem Dänischen übersetzt von Johann Adolph Scheiben, Kopenhagen: Mumme, 1753-1754.

Das Buch steht hier als Beispiel für eine landeskundlich ausgerichtete Enzyklopädie in der Tradition der »Historia de gentibus septentrionalibus« des Olaus Magnus oder J.J. Scheuchzers »Natur-Geschichte des Schweitzerlandes«. • Vorrede mit Preis des Schöpfers [physikotheologische Gedanken] – Luft – Grund und Boden – Wasser – Pflanzen – Seegewächse – Steinarten – Metalle – Vierfüßige Tiere – Insekten – Vögel – Fische – Fische, die kein Blut haben – Sonderbare Seethiere – Von der nordischen Nation [Ethnologie].

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Voltaire (1694 – 1778), »Dictionnaire philosophique, portatif« (1764)

Voltaire, Dictionnaire philosophique ou la raison par alphabet. Septieme édition revuë, corrigée & augmentée par l'auteur. Londres [i.e. Genève?] 1770.

Voltaire, Philosophisches Wörterbuch. Nach der Textauswahl von Rudolf Noack hrsg. und eingel. von Karlheinz Stierle. Frankfurt am Main: Insel-Verlag 1985 (Insel-Taschenbuch 855).

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Johann Friedrich von Pfeiffer (1718 – 1787), »Cameralwissenschaften« (1764ff.)

Johann Friedrich von Pfeiffer, Lehrbegrif sämmtlicher oeconomischer und Cameralwissenschaften, Mannheim: Ch. F. Schwan 1764ff. — Neue, von dem Verfasser selbst durchgesehene u. mit einem Anhang vermehrte Auflage, Mannheim 1770–79.

Behandelt wird u.a. Ackerbau, Vieh- und Pferdezucht, Garten-, Wein- und Seidenbau, Forstwirtschaft, Mühlen, Brauerei und Branntweinbrennerei, Bauwesen, Bergwerke, Künste, Handwerke und Manufakturen, Schifffahrt, Aussenhandel, Staatsbürgerpflichten, Bevölkerungspolitik, Staatseinkünfte und Steuern, Geldzirkulation u.a.m.

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Père Richard, »Dictionnaire universel … des sciences ecclesiastiques« (1760–65)

Charles Louis Richard, O.P. (1711-1794), Dictionnaire universel dogmatique, canonique, historique, geographique et chronologique des sciences ecclesiastiques ... par le R. P. Richard et autres Religieux Dominicains des Convents du Fauxbourg, Saint-Germain et de la rue Saint-Honoré, Paris: J.Rollin / Ch. A. Jombert / J.B.-C. Bauche 1760-1765; 5 Bände plus Supplementband.

Gegen Voltaire und die Enzyklopädisten gerichtetes katholisches Unternehmen.

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Augustin Roux, »Nouvelle encyclopédie« (1766)

Nouvelle encyclopédie portative, ou tableau général des connoissances humaines: ouvrage recueilli des meilleurs auteurs, dans lequel on entreprend de donner une idée exacte des sciences les plus utiles, & de les mettre à la portée du plus grand nombre des lecteurs. Paris: Vincent, 1766.

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Fortuné-Barthélemy de Félice (1723–1789), ›Encyclopédie d’Yverdon‹ (1770–1780)

Encyclopédie ou Dictionnaire Universel Raisonné des Connaissance Humaines, mis en ordre par M. de Felice, Yverdon MDC.LXX... [58 Bände im Quartformat]

L’Encyclopédie, ou dictionnaire universel raisonné des connaissances humaines, publiée à Yverdon entre 1770 et 1780 par Fortuné-Barthélemy de Félice, est loin d’être une simple reproduction de l’ouvrage de Diderot et d’Alembert. Elle comporte de nombreux articles originaux et constitue la première grande encyclopédie reflétant les traditions protestantes et s’inscrivant dans une vision protestante du monde et du savoir.

Fondation De Felice [www]
Inventaire de l’Encyclopédie d’Yverdon [www]

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William Smellie (1740 – 1795), »Encyclopædia Britannica« (1768–1771)

Encyclopædia Britannica, or, a dictionary of arts and sciences, compiled upon a new plan. ... Illustrated with one hundred and sixty copperplates. By a Society of gentlemen in Scotland. In three volumes. ... Edinburgh: printed for A. Bell and C. Macfarquhar; and sold by Colin Macfarquhar 1771.

Mikrofilm-Ausg.: Woodbridge, Conn.: Research Publications, Inc., 1986 (The Eighteenth Century; reel 6859, no.06).

Druckgeschichte in der dt. Wikipedia [www]

E-Text der 10. Ausgabe 1902 [www]
E-Text der Ausgabe 1911 [www] 29 Bände; mit systemat. Verzeichnis
E-Text 1911 [www] als Fakisimile

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Johann Bernhard Basedow (1724 –1790), »Elementarwerk« (1774)

Des Elementarwerks [1. – 4.] Band. Ein geordneter Vorrath aller nöthigen Erkenntniß zum Unterrichte der Jugend, von Anfang bis ins academische Alter zur Belehrung der Eltern, Schullehrer und Hofmeister, zum Nutzen eines jeden Lesers, die Erkenntniß zu vervollkommnen. In Verbindung mit einer Sammlung von Kupferstichen, und mit französischer und lateinischer Übersetzung dieses Werkes. Dessau, ... Bey S. L. Crusius in Leipzig, auch bey dem Verfasser und seinen Freunden, 1774.

[Daniel Chodowiecki], Kupfersammlung zu J. B. Basedows Elementarwerke für die Jugend und ihre Freunde = Tabularum aennearum collectio [erste Lieferung in 53 Tafeln, Zweyte Lieferung in 47 Tafeln von L bis XCVI] 1774

Das Basedowische Elementarwerk: Ein Vorrath der besten Erkenntnisse zum Lernen, Lehren, Wiederholen und Nachdenken, 2., sehr verb. Aufl. Leipzig: Crusius, 1785.

J. B. Basedows Elementarwerk, mit den Kupfertafeln Chodowieckis u.a.; kritische Bearbeitung in drei Bänden, mit Anmerkungen hrsg. von Theodor Fritzsch, Leipzig: Wiegandt, 1909

Die Kupfertafeln online [www; HU Berlin]

Joh. Jacob Brechter, Diaconus zu Schweigern, Anmerkungen über das Basedowische Elementarwerk Zürich: Orell, Geßner, Füeßlin und Comp., 1772

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Jean-Baptiste-René Robinet (1735 – 1820), »Dictionnaire universel« (1777 - 1783)

Dictionnaire universel des sciences morale, économique, politique et diplomatique; ou Bibliotheque de l'homme-d'état et du citoyen. 1777-83. 30 vols.

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Pierre Mouchon (1733–1797), »Table analytique« (1780)

Table analytique et raisonnée des matières Contenues dans les XXXIII Volumes in-folio du Dictionnaire des sciences, des arts et des métiers, et dans son supplément, A Paris, Chez Panckoucke, hôtel de Thou, rue des Poitevins. A Amsterdam, Chez Marc-Michel Rey, 1780.

Register zu Diderot / d’Alembert in zwei Foliobänden. Das System ist als Kupferstich in Baumform (985 x 635 mm) umgezeichnet.

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Johann Georg Krünitz (1728–1796), »Oeconomische Enzyklopädie« (1773 – 1858)

Oekonomische [1785 ff.: Oekonomisch-technologische] Enzyklopädie oder allgemeines System der Land-, Haus- und Staats-Wirthschaft in alphabetischer Ordnung, 242 Bände, Berlin: [verschiedene Verleger] 1773 - 1858.

242 Bände mit 600 bis 800 Seiten. Kupferstiche mit ca. 9000 Gesamt- und Detaildarstellungen zu den Artikeln und z.T. ausklappbaren Tabellen. – J. G. Krünitz hat von 1773 bis 1796 72 Bände von im Schnitt 850 Seiten allein verfasst. Sein Nachfolger Friedrich Jacob Floerken (1758–1799) schrieb im Vorbericht des 73. Theils (datiert 1797): »Die von dem seligen Herrn Doctor Krünitz bisher mit bewundernswürdiger Rastlosigkeit allein verfaßte ökonomisch-technologische Encyklopädie ist unter dessen Händen bis zu zwey und siebzig Bänden angewachsen. Schon arbietete er an gegenwärtigem drey und siebzigsten Bande, und er vollführte einige Bogen davon bis zum Artikel ›Leiche‹. Auch diesen hatte er schon angefangen, wovon verschiedene Seiten ununterbrochen ausgearbeitet waren, allein sein herannahendes Ende störte ihn in der Laufbahn des Fleißes.« Und am Ende des Vorberichts: »… ich wünschte weiter nichts, als so lange zu leben, bis ich auch den Buchstaben Z völlig bearbeitet hätte.« Aber F. J. F. konnte gerade 5 Bände (73. bis 77. Teil) bearbeiten, als er mit 41 Jahren verstarb.

Online-Text: Uni Trier [www] (für Mac-User: läuft nicht unter Safari; Firefox benutzen!)

Hans-Ulrich Seifert, Die Illustrationen in Johann Georg Kruenitz' Oekonomisch-technologischer Enzyklopaedie, PDF-File zum Herunterladen.

Artikel auf der Website des Deutschen Museums [www]

Auszug aus des J. G. Krünitz ökonomisch-technologischer Encyklopädie, oder allgemeinen System der Staats-, Stadt-, Haus- und Land-Wirthschaft, und der Kunst-Geschichte. Hrsg. von M. C. v. Schütz (Teil 12 - 21 fortgesetzt von Johann Ludolf Graßmann, ab Teil 22 fortgesetzt von Friedrich Jakob Floerke und Heinrich Gustav Flörke). 34 Bde. Berlin: Pauli, 1786 - 1830.

Zusammen etwa 25000 S. Mit ca. 400 Kupfertafeln.
Auszug, der nach Band 34 nicht weiter fortgeführt wurde und die Stichworte von A-Reitsker enthält.

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Johann Sigmund Stoy (1745–1808), »Bilder-Akademie für die Jugend« (1784)

Abbildung und Beschreibung der vornehmsten Gegenstände der iugendlichen Aufmerksamkeit – aus der biblischen und Profangeschichte, aus dem gemeinen Leben, dem Naturreiche und den Berufsgeschäften, aus der heidnischen Götter- und Alterthums-Lehre, aus den besten Sammlungen guter Fabeln und moralischer Erzählungen - nebst einem Auszuge aus Herrn Basedows Elementarwerke. In vier und fünfzig Kupfertafeln und zweyen Bänden Erklärung herausgegeben von J. S. Stoy, Prof der Pädagogik in Nürnberg, Nürnberg 1784.

Titelauflage 1812; Reprint der EA mit einem Begleittext von Othmar Hicking, Andernach: KARI, 1999.

Anke te Heesen, Der Weltkasten. Die Geschichte einer Bildenzyklopädie aus dem 18. Jahrhundert, Göttingen: Wallstein-Verlag 1997.

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Köster / Roos, »Deutsche Encyclopädie« (1778 – 1807)

Heinrich Martin Gottfried Köster / Johann Friedrich Roos, Deutsche Encyclopädie oder Allgemeines Real-Wörterbuch aller Künste und Wissenschaften / von einer Gesellschaft Gelehrten. Frankfurt am Mayn: bey Varrentrapp Sohn und Wenner, 1778-1807. [Mikrofiche-Ausg.: Erlangen: H. Fischer, 1992. (Archiv der europäischen Lexikographie: Abteilung 1, Enzyklopädien; 1). 213 Mikrofiches

Hg. von Heinrich Martin Gottfried Köster, ab Bd. 18 Johann Friedrich Roos. 23 Text-Bde, unvollständig, letztes Stichwort 'Kupfer', 1 Tafel-Bd.

Seemann / Peche, Bibliotheca lexicorum, Nr. 358.

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Charles Joseph Panckoucke (1736 – 1798), »Encyclopédie Méthodique« (1782 - 1832)

Encyclopédie Méthodique, ou par ordre de matières, A Paris et à Liège: Panckoucke et Plomteux ; A Paris: Agasse, 1782-1832.

Die alphabetische Ordnung der Lemmata, wie sie in der Encyclopédie Diderots zu finden ist, trennt Zusammengehörendes und stellt Fremdes nebeneinander. Dies macht es dem Leser unmöglich, einen Gegenstand, eine Technik, eine Kunst oder eine Wissenschaft in ihren verschiedenen Teilen und in ihrem Zusammenhang kennenzulernen. Panckouckes Ziel war es, diesen methodischen Fehler zu korrigieren. Dazu soll zu jedem einzelnen Fachgebiet ein eigenes Dictionnaire erstellt werden, und Textbeiträge sollen die einzelnen Wissensgebiete sytematisch und umfassend vorstellen. — Die Encyclopédie méthodique umfaßt ca. 125.350 Seiten Text und ca. 6.300 Tafeln. Damit ist sie fünfmal so groß wie die Encyclopédie von d'Alembert und Diderot.

Ausgabe auf 1.516 Mikrofiches im Harald Fischer-Verlag 2004. Dort auch der Katalog aller Bände.

Digitalisat (nur die Medizin betreffenden Bände) [www]

Übersicht [pop-up]

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Georg G. Strelin (1750 – 1832), »Realwörterbuch« (1783ff.)

Georg Gottfried Strelin, Realwörterbuch für Kameralisten und Oekonomen, 8 Bde. Nördlingen: Karl Gottlob Beck 1783-96.

[nicht bei Seemann / Peche]

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Johann Ferdinand Roth (1748 – 1814), »Gemeinnütziges Lexikon« (1788)

Gemeinnütziges Lexikon für Leser aller Klaßen, besonders für Unstudierte, oder kurze und deutliche Erklärung der, in mündlichen Unterhaltungen und in schriftlichen Aufsätzen gebräuchlichsten Redensarten, Ausdrücke und Kunstworte, in alphabetischer Ordnung, 1788.
2. Auflage: Nürnberg: Grattenauer 1791 (VIII, 1240 S.); 3. Aufl. 1807, 4. Aufl. ? 1833

[nicht bei Seemann / Peche]

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Johann Friedrich Justin Bertuch (1747 – 1761), »Bilderbuch für Kinder« (1792/1830)

Bilderbuch für Kinder enthaltend eine angenehme Sammlung von Thieren, Pflanzen, Blumen, Früchten, Mineralien, Trachten und allerhand andern unterrichtenden Gegenständen aus dem Reiche der Natur, der Künste und Wissenschaften; alle nach den besten Originalen gewählt, gestochen, und mit einer kurzen wissenschaftlichen, und den Verstandes-Kräften eines Kindes angemessenen Erklärung begleitet, verfasst von F. J. Bertuch, Herzogl. S. Weimar. Legations-Rath, und mehrerer gelehrter Gesellschaften Mitglied, 12 Bände. Weimar, im Verlage des Industrie-Comptoirs 1792–1830, 4˚.

[Französischer Nebentitel; ab Blatt 46 ist das Werk zweisprachig]: Porte-Feuille Des Enfans. Mèlange intéressant d'Animaux, Plantes, Fleurs, Fruits, Mineraux, Costumes, Antiquitès autres Objets instructifs et amusants pour la Jeunesse; choisis et gravés sur les meilleurs originaux, avec de courtes Explications sientifiques et proportionnées à l'entendement d'un Enfant.

Ausführlicher Text zu Bertuch’s Bilderbuche für Kinder. Ein Commentar für Eltern und Lehrer, welche sich jenes Werks bei dem Unterricht ihrer Kinder und Schüler bedienen wollen, Verfasset von C[arl] Ph[ilipp] Funke [1752–1807], nach dessen Tode fortges. von einer Gesellschaft von Gelehrten und hrsg. von Carl Bertuch, Weimar: Verl. des Großh. Sächs. pr. Landes-Industrie-Comptoirs, 1798–1833. [24 Bände]

4’840 Seiten, 1’185 Kupfertafeln • Funkes Kommentar enthält zusammen 11’770 Seiten, wenn ich die Angaben bei Wegehaupt richtig addiert habe...

Bertuch im Vorwort zum ersten Band (unpaginiert, 1790): »8) Es muß, bey aller anscheinenden Regellosigkeit der Anordnung, dennoch eine gewisse versteckte Ordnung in der Folge der Gegenstände darinn herrschen, welche der Lehrer alsdann, wenn das Kind reifer wird, benutzen, und es dadurch auf ein systematisches Arrangement führen kann.« »Dass die Kupfer ohne alles anscheinende System und Ordnung mit möglichster Abwechslung und Mannigfaltigkeit, und so wie sie die Natur in der Welt selbst gewöhnlich dem Auge darbietet, auf einander folgen, ist durchaus nöthig. Ein Kind, das so bald über einerley Gegenstände ermüdet, Minuten-schnell in seinen Vergnügungen wechselt, äusserst lebhaft ist, immer was neues und anderes sehen will, kann unmöglich eine systematische Folge von vielen Platten mit einerley oder sich doch sehr ähnlichen Gegenständen, z.E. lauter Fische, Vögel, Insecten, menschliche Trachten u.s.w. aushalten, ohne zu ermüden und das Vergnügen verliehren. Daher habe ich die krellste und bunteste Mischung der Gegensände gemacht, und bitte nur immer, wenn man mich desshalb tadeln wollte, zu bedenken, dass ich es mit Kindern zu thun habe, die ich blos amüsiren will.« Bertuch bietet aber eine Registerhilfe, wo »die mit einander verwandten Gegenstände ... unter Suiten gebracht« sind. Es gibt 14 Themengruppen: 1. Vierfüssige Thiere – 2. Vögel – 3. Fische – 4. Insecten – 5. Pflanzen – 6. Menschen und Trachten – 7. Gewürme – 8. Conchylien – 9. Corallen – 10. Amphibien – 11. Mineralien – 12. Baukunst – 13. Alterthümer. – 14. Vermischte Gegenstände.

Reprint erschienen im Verlag Fines Mundi, Saarbrücken

Digitalisat der Herzogin Anna Amalia Bibliothek [www]

Artikel auf der Website des Deutschen Museums [www]

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Carl Philipp Funke (1752–1807), Lehrbuch zum Unterricht der Töchter (1800/01)

Lehrbuch zum Unterricht der Töchter vornämlich in mitlern Ständen, herausgegeben von C. P. Funke, Inspektor des fürstlichem Schullehrer-Gymnasiums in Dessau. [2 Bände] Berlin, in der Vossischen Buchhandlung 1800/1801.

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Löbel & Franke, »Conversations-Lexikon« (1796 – 1811)

Conversations-Lexicon mit vorzüglicher Rücksicht auf die gegenwärtigen Zeiten, [in verschiedenen Verlagen] Leipzig: F.A.Leupold 1796–1800 und Leipzig: J.C. Werther 1806 und Leiptzig Johann Gottfried Herzog.

Renatus Gotthelf Löbel († 1799) hat sein Werk nur bis Mitte des 6. Bandes vollendet; dann fallierte der Verlag pleit. Friedrich Arnold Brockhaus veranlasst 1808 Christian Wilhelm Franke, den Band fertigzustellen und zwei Supplemente zu schreiben. Diese erscheinen unter dem neuen Titel Conversations-Lexicon oder kurzgefaßtes Handwörterbuch für die in der gesellschaftlichen Unterhaltung aus den Wissenschaften und Künsten vorkommenden Gegenstände ... in verschiedenen Varianten in Brockhaus’ Verlag in Amsterdam 1809–1811. Vgl. den nächsten Eintrag in dieser Liste.

Zur Chrarakterisierung: Hans-Joachim Diesner, Lexika gestern und heute, Leipzig 1976, S. 141–146. Vgl. Seemann / Peche / Wetscherek (2001), Nr. 61.

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Brockhaus (1809ff.)

Conversations-Lexikon oder kurzgefaßtes Handwörterbuch für die in der gesellschaftlichen Unterhaltung aus den Wissenschaften und Künsten vorkommenden Gegenstände mit beständiger Rücksicht auf die Ereignisse der älteren und neueren Zeit, Amsterdam: Kunst- und Industrie-Comptoir 6 Bände 1809 – 1811 [und zwei Bände] Nachträge. — [Das ist die Überarbeitung von Löbel/Franke.]

[Die zweite Auflage 1812–1819 hat den Titel:] Conversations-Lexicon oder Handwörterbuch für die gebildeten Stände über die in der gesellschaftlichen Unterhaltung und bei der Lectüre vorkommenden Gegenstände, Namen und Begriffe ..., 10 Bände; [Verlagsort wandelt sich von: Kunst- und Industrie-Comptoir Amsterdam – Leipzig und Altenburg: F. A. Brockhaus – Leipzig: F. A. Brockhaus].

Allgemeine deutsche Real-Encyclopädie für die gebildeten Stände (Conversations-Lexicon), in zehn Bänden, 1819 – 1820, Leipzig: F. A. Brockhaus. — [die fünfte, auf Neuorganisation beruhende Auflage ]

Die 7. Auflage (1827 – 1829) bildet die Basis der Encyclopædia Americana.

Friedrich Arnold Brockhaus (1772 – 1823) hatte seine Firma 1805 in Amsterdam gegründet und kaufte 1808 Lager und Rechte des unvollendet gebliebenen Werks von Löbel & Franke. Notizen zur Druckgeschichte [pop up]Firmengeschichte des Verlags [www: PDF-File]

Arthur Hübscher, Hundertfünfzig Jahre F. A. Brockhaus 1805 bis 1955, Wiesbaden: Brockhaus 1955.

Anja Zum Hingst, Die Geschichte des Großen Brockhaus. Vom Conversationslexikon zur Enzyklopädie. Wiesbaden: Harassowitz 1995 (Buchwissenschaftliche Beiträge aus dem Deutschen Bucharchiv München 53).

Seemann / Peche / Wetscherek (2001), Nr. 61 bis 88.

Beschreibungen von »Lexikon und Enzyklopädie« [www]

E-Text der ersten Auflage bei zeno.org [www]
E-Text des Brockhaus. Kleines Konversations-Lexikon, Fünfte Auflage von 1911 bei zeno.org [www]
E-Text des Brockhaus, 14. Auflage, 1894-1896: Die Retro-Bibliothek [www]

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Johann David Wyss (1743 – 1818), »Der Schweizerische Robinson«, 1812ff.

Der Schweizerische Robinson oder der schiffbrüchige Schweizer-Prediger und seine Familie. Ein lehrreiches Buch für Kinder und Kinder-Freunde zu Stadt und Land, hg. Johann Rudolf Wyss, 4 Bände, Zürich: Orell, Füßli und Compagnie 1812–1827.

Der Berner Pfarrer JOHANN DAVID WYSS (1743–1818) hatte eine pädagogisch inszenierte Robinsonade für seine Kinder entwickelt, die sein Sohn Johann Rudolf Wyss 1812 – 1827 publizierte. Ganze Abschnitte lesen sich wie Zitate aus naturkundlichen oder ökonomischen Werken der Zeit. So erfährt man mit den Kindern zusammen beispielsweise alles Wissenswerte über die Sonne in der Gegend des Äquators (I, 33), über Kalender (III, 7ff.), über Walfische (III, 162ff.) und viele weitere Tiere. Handelt es sich um eine mit Sachinformationen angereicherte Abenteuergeschichte oder um eine in Erzählung eingekleidete kleine Enzyklopädie?

Verena Rutschmann, Der Schweizerische Robinson – eine erzählte Enzyklopädie, in: Ingrid Tomkowiak (Hg.), Populäre Enzyklopädie. Von der Auswahl, Ordnung und Vermittlung des Wissens. (Gedenkschrift für Rudolf Schenda). Zürich 2002, S. 159–173.

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Ersch & Gruber, Allgemeine Enzyklopädie (1818 – 1889)

Johann Samuel Ersch (1766-1828) & Johann Gottfried Gruber (1774-1851), Allgemeine Enzyklopädie der Wissenschaften und Künste", Leipzig 1818-1889 (unvollständig abgebrochen), 167 Bände plus ein Tafelband.
[Reprint ADVA Graz] [Mikrofiche-Edition 1995 (Archiv der europäischen Lexikographie 33)]

Von 400 Mitarbeitern erarbeitet; 78.598 Seiten. »The greatest Western encyclopaedia ever attempted« (Robert Collison). Das Werk wurde 1889 unvollendet eingestellt. Erschienen sind die Artikel A - G; H - Ligatur; O-Phyxius

Online-Text: Digitalisierungs-Zentrum der Uni Göttingen [www]

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Johann Heinrich Pierer (1794 – 1850), »Enzyklopädisches Wörterbuch« 1824ff.

Enzyklopädisches Wörterbuch der Wissenschaften, 26 Bände Altenburg: 1. Band 1822 bei Christian Hahn; dann bei Heinrich August Pierer 1824–1836; 26 Bände.

2. Ausgabe (= Nachdruck der 1. Auflage; erst jetzt wid die gedruckte Auflage des Lexikons verkauft) unter dem Titel Universal-Lexikon oder vollständiges enzyklpädisches Wörterbuch 1835.

2. völlig neubearbeitete Auflage unter dem Titel Universal-Lexicon der Gegenwart und Vergangenheit oder neuestes encyclopädisches Wörterbuch der Wissenschaften, Künste und Gewerbe. Bearbeitet von mehr als 220 Gelehrten. Hrsg. von Heinrich A. Pierer. Altenburg: Pierer (= sog. 3. Ausgabe); 1840–46 in 34 Bänden.

Auszüge aus dem Vorwort [PDF-File in neuem Fenster] zu dieser 2. Auflage, wo sich Pierer 1840 auch über die Systematik seiner Enzyklopädie äussert.

1840–47 und 1851–54 Supplementbände: Neueste Ergänzungen zu sämmtlichen Auflagen von Pierer’s Universal-Lexikon.

1848 erscheint ein Tafelband (49 Kupferstiche im Querformat, Satzspiegel 39 x 24 cm.) — Einträge in der 2. Auflage verweisen bereits auf diesen Tafelband, der also parallel konzipiert worden sein musste (Bsp.: »Tapir« in Bd. 33 [1845]. S. 392 verweist richtig auf Tafel X, Fig. 9.)

3. Auflage unter dem Titel Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit oder neuestes encyclopädisches Wörterbuch der Wissenschaften, Künste und Gewerbe, Altenburg 1849–1853. Plus Supplementbände.

4. Auflage: Pierer’s Universal-Lexikon der Vergangenheit und Gegenwart oder neuestes encyclopädisches Wörterbuch der Wissenschaften, Künste und Gewerbe, 19 Bde., Altenburg 1857–1865, (18’143 Seiten, ca. 300’000 Stichwörter). Nach Pierers Tod ist Loebe der Hauptredakteur.

Online-Text der 4. Auflage von »Pierer's Universal-Lexikon« in 19 Bänden: zeno.org [www]

August Julius LOEBE (1805–1900) hat die fünfte Auflage des Pierer gestaltet. Das Korrekturexemplar [pop-up] – ein mit Streichungen und Verbesserungen versehener Abzug der 4.Auflage – ist erhalten.

5. Auflage 1867–1873 = verbesserte Stereotyp-Auflage.

6. Auflage: Universal-Conversations-Lexikon, Neuestes …, auf 18 Bände reduziert, bei verschiedenen Verlagen erschienen, 1875–1886.

7. Auflage, bearbeitet von Joseph Kürschner, 12 Bände, 1888–1893, vällig umgestaltet. Enthält ein Universal-Sprachen-Lexikon in den Randspalten.

Seemann / Peche / Wetscherek, Bibliotheca lexicorum, Nr. 512–518.

Vgl. Lexikon und Enzyklopädie, Leverkusen

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Bilder-Gallerie zur allgemeinen deutschen Real-Encyclopädie (1825/1827)

Systematische Bilder-Gallerie zur allgemeinen deutschen Real-Encyclopädie. Conversations-Lexicon in lithographirten Blättern, Carlsruhe und Freiburg in der Herder'schen Kunst und Buchhandlung, 1825-27.

Weitere Auflagen: 1828 — 1832 — 1839/40 — Nachdruck der Ausgabe 1825/27: Freiburg i.Br.: Herder 1977 — Systematische Bilder-Gallerie zur allgemeinen deutschen Real-Encyklopädie (Conversations-Lexicon) in lithographirten Blättern. Erste Abteilung Naturwissenschaft. Nachdruck der Aufl. von 1825/27. Dortmund: Harenberg, 1978 (Die bibliophilen Taschenbücher 83).

Noch vor Veröffentlichung der ersten eigenen Lexikon-Ausgabe des Herder-Verlags erfolgte bereits ab 1825 mit den Bild-Ergänzungsbänden zu enzyklopädischen Werken eine Annäherung an das Lexikon-Segment. Diese – als Ergänzung insbesondere zu den unbebilderten Brockhaus-Ausgaben gedachten – Bände enthalten rund 4.000 Abbildungen auf 226 lithographischen [?] Bildtafeln aus den (sehr weit gefassten) Bereichen Naturwissenschaft, Völkerkunde, Baukunst, Mythologie und Cultus. — Brockhaus’ »Bilder-Conversations-Lexikon« erschien erst 1837; die erste Ausgabe des Bilder-Atlas zum Conversations-Lexikon durch Brockhaus erschien erst 1849.

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»Taschen-Conversations-Lexikon« (1828 – 1835)

Taschen-Conversations-Lexikon oder encyclopädisches Handwörterbuch zum Behufe der Conversation und Lektüre für alle Stände, Herausgegeben von einer Gesellschaft Gelehrten. 24 Bände in 12 Büchern, Augsburg: In Commission der Jos. Wolff'schen Buchhandung, F.G.E. Sollmann 1828–1835.

ab Band 7: Albrecht Wolfhart'sche Buchdruckerey; ab Band 13: J.A. Schlosser’s Buch- und Kunsthandlung

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»The London Encyclopaedia« (1829)

The London Encyclopaedia, or Universal Dictionary of Science, Art, Literature, and Practical Mechanics, Comprising a Popular View of the Present State of Knowledge. Illustrated by Numerous Engravings, a General Atlas, and Appropriate Diagrams. By the Original Editor of the Encyclopaedia Metropolitana, Assisted by Eminent Professional and Other Gentlemen. London, for Thomas Tegg; sold by N. Hailes; E. Wilson; J. Mason; Bowdery & Kerby; Griffin & Co. Glasgow: J. Cumming, Dublin: M. Baudry, Paris: F. Fleischer, Leipsic; and Whipple & Lawrence, Salem, North America, 1829 (22 volumes, 8vo.)

Einige [!] Bände auch digitalisiert bei Google books und bei Internet Archive (Okt.09)

SEKUNDAERLITERATUR

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»The Encyclopædia Americana« (1829 – 1833)

The Encyclopædia Americana. A popular dictionary of arts, sciences, literature, history, politics and biography, brought down to the present time; including a copious collection of original articles in American biography; on the basis of the 7th edition of the German Conversations-Lexikon, edited by Francis Lieber, assisted by E. Wigglesworth; 13 Bände, Philadelphia: Carey, Lea & Blanchard 1829–1833.

Auf der Basis der 7. Auflage des »Allgemeine deutsche Real-Encyclopädie für die gebildeten Stände (Conversationslexikon)« (12 Bände) Brockhaus: 1827–1829, mit bedeutenden Neufassungen und Zusätzen. — Francis Lieber (geb. in Berlin 1800; seit 1827 in Boston; gest. 1872).

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Jacob Eberhard Gailer (1792 – 1850), Neuer Orbis pictus für die Jugend (1832)

Jacob Eberhard Gailer, Neuer Orbis pictus für die Jugend oder Schauplatz der Natur, der Kunst und des Menschenlebens in 316 lithographirten Abbildungen mit genauer Erklärung in deutscher, lateinischer und französischer Sprache, Stuttgart: Löflund 1832.

In der Nachfolge von Comenius’ »Orbis sensualium pictus«. — 3. Auflage 1835 auch mit einer englischen Übersetzung; 5. Auflage 1842 mit italienischer Übersetzung — Nachdruck der Ausgabe 1835: Dortmund: Harenberg, 1979.

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Damen-Conversations-Lexikon (1834 – 1838)

Damen-Conversations-Lexikon, Herausgegeben im Verein mit Gelehrten und Schriftstellerinnen von Carl Herloßsohn (1804–1849), A[lt]dorf: Verlags-Bureau, 1834–38. 10 Bände; 2. unveränderte Auflage 1846.

Neu vorgestellt und mit einer Nachrede versehen von Peter Kaeding, Berlin: Union-Verlag 1987 (Umfang: 243 S.)
Mikrofiche-Ausgabe: Erlangen: Fischer, 1993 (Historische Quellen zur Frauenbewegung und Geschlechterproblematik 13)
CD-ROM + 1 Beiheft (31 S.): Berlin: Directmedia Publ., 2005 (Digitale Bibliothek 118)
Angelika Schaser: Rezension zum Faksimile. In: H-Soz-u-Kult, 25.04.2006

Karl Herloßsohn (* 1. September 1804 in Prag; † 10. Dezember 1849 in Leipzig) war ein deutscher Schriftsteller und Enzyklopädist. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend besuchte Herloßsohn bereits mit 16 Jahren die Prager Universität und veröffentlichte seine erste Novelle »Treu bis in den Tod«. 1825 übersiedelte er nach Leipzig und arbeitete als Übersetzer und als Mitarbeiter am Brockhausschen Literarischen Conversationsblatt. In dieser Zeit erschien auch sein erster Roman »Die Fünfhundert von Blanik«.
1834 bis 1838 gab Karl Herloßsohn gemeinsam mit dem Verleger von der Lühe das Damen-Conversations-Lexikon heraus. Für die Bearbeitung der musikalischen Artikel konnte er Robert Schumann gewinnen. 1839 bis 1842 veröffentlichte er zusammen mit Hermann Markgraff und Robert Blum ein Allgemeines Theaterlexikon oder Enzyklopädie alles Wissenswerthen für Bühnenkünstler, Dilettanten und Theaterfreunde unter Mitwirkung der sachkundigsten Schriftsteller Deutschlands in 7 Bänden. [aus Wikipedia, März 06]

Online-Text (als Faksimile und im Neusatz,d.h. als ASCII-File): zeno.org [www]

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»The Penny Cyclopædia« (1833 – 1843)

The Penny Cyclopædia of the Society for the Diffusion of Useful Knowledge was a multi-volume encyclopedia edited by George Long and published by Charles Knight alongside the Penny Magazine, London 1833 –1843.

The Society for the Diffusion of Useful Knowledge, founded in 1826, was an organisation that published inexpensive texts intended to adapt scientific and similarly high-minded material for the rapidly expanding reading public.

Im Vorwort vom 13.11.1833 geben die Herausgeber, nachdem der erste Band fertig ist, bekannt, dass nun wöchentlich zwei Numbers erscheinen sollen; ein Part kostet Ninepence. Am 1.September 1834 soll der zweite Band fertig sein, der neun solche Ninepence Parts umfasst; gebunden kostet er Seven Shillings and Sixpence. Alle 8 Monate will man einen Band publizieren.

Einige zusammengekratzte Teile davon lausig digitalisiert von Google Books, wie immer: bibliographisch nicht exakt erfasst. Ärgerliche Schlamperei.

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»Dictionnaire pittoresque« (1833 – 1839)

Dictionnaire pittoresque d'histoire naturelle et des phénomènes de la nature, contenant l’histoire des animaux, des végétaux, des minéraux, des météores, des principaux phénomènes physiques et des curiosités naturelles, avec des détails sur l’emploi des productions des trois règnes dans les usages de la vie, les arts et métiers et les manufactures; réd. par une soc. de naturalistes, sous la dir. de F.-E. Guérin, Paris: Bureau de Souscription, imprimé par Cosson 1833–1839.

Félix Édouard Guérin-Méneville (1799 – 1874); 9 volumes in Quarto. 720 planches gravées sur acier; réédité de 1843 à 1840 sous le titre »Nouveau dictionnaire classique d’histoire naturelle«.

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Oskar Ludwig Bernhard Wolff (1799 – 1851), »Neues elegantestes Conversations-Lexicon« (1834 – 1842)

Neues elegantestes Conversations-Lexicon für Gebildete aus allen Ständen. Herausgegeben im Verein mit einer Gesellschaft von Gelehrten von O. L. B. Wolff, Leipzig: Ch. E. Kollmann 1834–1842.

4 Bände + 1 Supplementband; 88 Stahlstiche mit Landschaften und Portraits. — Das Werk wird bei PIERER. 5. Auflage, Bd. 19, S.328 (im Artikel über Wolff) als »Pfennig-Enzyklopädie« bezeichnet. Pierer erwähnt das Werk im Vorwort zu seiner 2. Auflage (1840) unter den Konkurrenzunternehmen, konzediert ihm aber, es sei »gut redigirt«. — Jeder Artikel ist am Ende mit einer Nummer zwischen 1 und 25 versehen; dabei dürfte es sich um Siglen der Artikelverfasser handeln. (Ich habe keine Paratexte gefunden, die das erklären.)

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Brockhaus »Bilder-Conversations-Lexikon« (1837 – 1841)

Bilder-Conversations-Lexikon für das deutsche Volk. Ein Handbuch zur Verbreitung gemeinnütziger Kenntnisse uznd zur Unterhaltung. 4 Bde., Leipzig: Brockhaus 1837–1841.

Faksimile-Ausgabe: München, Verlag Enzyklopädische Literatur 1977.

Online-Text: zeno.org [www]

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Joseph Meyer (1796 – 1856), »Großes Conversations-Lexicon« (›nullte‹ Auflage 1840ff.)

Das große Conversations-Lexicon für die gebildeten Stände. In Verbindung mit Staatsmännern, Gelehrten, Künstlern und Technikern herausgegeben von J. Meyer. Dieser Enyclopädie des menschlichen Wissens sind beigegeben: die Bildnisse der bedeutendsten Menschen aller Zeiten, die Ansichten der merkwürdigsten Orte, die Pläne der größten Städte, einhundert Karten für alte und neue Erdbeschreibung, für Statistik, geschichte und Religion &c, und viele tausend Abbildungen naturgeschichtlicher und gewerblicher Gegenstände, Hildburghausen, Amsterdam, Paris und Philadelphias, Druck und Verlag des Bibliographischen Instituts 1840–1855. — 46 Bde. und 6 Ergänzungsbde.

Ca. 66.000 Textseiten und über 1.600 Stahlstiche. Das Werk wurde durch Kolporteure vertrieben; es soll 70’000 Subskribenten gegeben haben. Auszüge aus dem Vorwort von 1839 [pop up]

1857–1861 erschien eine wesentlich gekürzte Ausgabe unter dem Titel »Neues Conversations-Lexikon für alle Stände« in 15 Bänden.

Ende des 19. Jhs. setzte sich die Käuferschaft folgendermaßen zusammen: 38% Beamte – 15% Militärs – 13% Lehrer – 17% Kaufleute – 5% Grundbesitzer –3% Künstler – 3% Privatiers – ja 12% Ärzte und Studierende – 1% Rechtsanwälte (Quelle: Heinz Sarkowski, Das Bibliographische Institut. Verlagsgeschichte und Bibliographie 1826–1976, Mannheim 1976)

Beschreibungen von »Lexikon und Enzyklopädie« [www]

Übersicht über alle Auflagen in der dt. Wikipedia [www]

Online-Text von Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892: Die Retro-Bibliothek
Online-Text des Meyer 1888, erfasst von: Peter Hug [www]
Online-Text des Meyer von 1905–1909: zeno.org [www]

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Buch der Welt (1842ff.)

Das Buch der Welt. Der Inbegriff des Wissenswürdigsten und Unterhaltendsten aus den Gebieten der Naturgeschichte, Naturlehre, Länder- und Völkerkunde, Weltgeschichte, Götterlehre etc. 20 Bände. Mit 19 lithogr. Titeln u. 963 Tafeln in Lithographie u. Stahlstich sowie einigen Textholzschnitten. Stuttgart, Hoffmann, 1842-1865.

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Johann Georg Heck († 1857) u.a., »Systematischer Bilder-Atlas zum Conversationslexikon« (1849ff.)

Systematischer Bilder-Atlas zum Conversationslexikon. Ikonographische Encyklopädie der Wissenschaften und Künste; 500 in Stahl gestochene Blätter in Quart mit Darstellungen aus sämmtlichen Naturwissenschaften, und der Geographie, der Völkerkunde, des Alterthums, des Mittelalters und der Gegenwart, dem Kriegs- und Seewesen ... / entworfen und nach den vorzüglichen Quellen bearb. von J. G. Heck, 4 Bände, Leipzig: Brockhaus 1849 [– 1851?]. Quer-4°

Englische Übersetzung: Iconographic encyclopaedia of science, literature and art, systematically arranged by J. G. Heck. Translated from the German, with additions, and edited by Spencer F. Baird ... illustrated by five hundred steel plates, containing upwards to twelve thousand engravings. New York: R. Garrigue, 1851.

Bilder-Atlas. Ikonographische Encyklopädie der Wissenschaften und Künste. Ein Ergänzungswerk zu jedem Conversations-Lexikon. Bearbeitet unter der Mitwirkung von Karl Gustav Berneck [...]. 1.Band: Mathematik - Physik - Astronomie - Erdkunde. 2.Band: Anatomie - Zoologie - Botanik - Mineralogie. 3.Band: Technik - Bauwesen - Bergwesen - Land- und Hauswirthschaft. 5.Band: Plastik und Malerei - Architektur. 6.Band: Culturgeschichte. 7.Band: Ethnographie. [Tafeln in Stahlstich, Lithographie und Holzstich] 2. vollständig umgearbeitete Auflage. Leipzig: Brockhaus o. J. [1869–1874?]. Quer-4° plus Textbände.

Seeman / Peche Nr. 48 und 49

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Herder (1854–1857)

Herders Conversations-Lexikon. Kurze aber deutliche Erklärung von allem Wissenswerthen aus dem Gebiete der Religion, Philosophie, Geschichte, Geographie, Sprache, Literatur, Kunst, Natur- und Gewerbekunde, Handel, der Fremdwörter und ihrer Aussprache etc. etc., Freiburg im Breisgau: Herderʼsche Verlagsbuchhandlung 1854–57.

Die Grundidee von Herder war, dem »Kleinen Brockhaus’schen Conversationslexikon für den Handgebrauch« ein katholisch orientiertes und preisgünstiges Pendant gegenüberzustellen.

Die 4. Auflage (1931–35 in 12 Bänden) enthält als Novum überblicksartige Rahmenartikel.

Beschreibungen von »Lexikon und Enzyklopädie« [www]

E-Text des Herder Conversations-Lexikon. 1. Auflage 1854–1857 bei zeno.org [www]

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»Neuestes Damen-Conversations-Lexikon« (1856)

Neuestes Damen-Conversations-Lexikon. Ein Inbegriff des Gesammtwissens für d. Frauenwelt. Herausgegeben unter Mitwirkung der bedeutendsten Frauen d. Gegenwart. 6 Teile in 3 Bdn. Leipzig: Roßber 1856.

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Carl Friedrich Lauckhard (1813 – 1876), »Die Welt in Bildern« (1860)

Die Welt in Bildern. Orbis pictus. Bilderbuch zur Anschauung und Belehrung, bearbeitet von Dr. Lauckhard, Leipzig: E.J.Günther 1860; dritte druchgesehene Auflage 1872.

Kinder-Enzyklopädie in der Nachfolge von Comenius’ Orbis pictus und Gailer.

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Pierre Larousse (1817 – 1875), »Grand dictionnaire universel du XIXe siècle« (1866–1879)

Grand dictionnaire universel du XIXe siècle., francais, historique, géographique, mythologique, bibliographique, littéraire, artistique, scientifique, comprenant La langue française; la prononciation; les étymologies; la conjugaison de tous les verbes irréguliers; les règles de grammaire; les innombrables acceptions et les locutions familières et proverbiales; l'histoire; la géographie; la solution des problèmes historiques; la biographie de tous les hommes remarquables, morts ou vivants; la mythologie; les sciences physiques, mathématiques et naturelles; les sciences morales et politiques; les pseudo-sciences; les inventions et découvertes; les types et les personnages littéraires; les héros d'épopées et de romans; les caricatures politiques et sociales; la bibliographie générale; une anthologie des allusions françaises, étrangères, latines et mythologiques; les beaux-arts et l'analyse de toutes les oeuvres d'art. Paris 1866–1879.

15 Bände und zwei Supplementbände (1879-1890). Réimpression: Genève: Slatkine 1982.

Digitalisierung von Wikisource [www] ist merkwürdigerweise wieder verschwunden, wohl weil die Éditions Redon, die eine CD-ROM-Version verkaufen, dies nicht so mögen.

Projekt der Universität Toronto [www]

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Louis Figuier (1819 – 1894), »Les Merveilles …« (1870ff.)

Louis Figuier, Les Merveilles de la Science ou description populaire des inventions modernes.
Bd.I: La Machine à vapeur – Bateaux à vapeur – Locomotive et chemins de fer – Machine électrique – La Paratonnerre – La Pile de Volta – L’Electro-Magnétisme.
Bd.II: Le Télégraphe aérien – Le Télégraphe électrique – Le Télégraphe sous-marine – La Galvanoplastie – Le Moteur électrique – Les Horloges électriques – Les Aérostats – Étherisation.
Bd.III: La Photographie – Le Stéréoscope – Les Poudres de Guerre –L’ Artillerie ancienne et moderne – Les Armes à feu portatives – Les Bâtiments cuirasses – Le Drainage – La Pisciculture.
Bd.IV: L’Art de l’Éclairage – L’Art du Chauffage – La Ventilation – Les Phares – Les Puits artésiens – La Cloche à plongeur et le Scaphandre – Le Moteur à gaz – L’Aluminium – La Planète Neptune.
Paris: Furne, Jouvet et Cie. [1870].

Louis Figuier, Les Merveilles de l’Industrie ou description des principales industries modernes.
Band 1: Industries chimiques: Le verre et le cristal – les poteries, les faiences et les porcelaines – le savon – les soudes et les potasses – le sel – le soufre et l’acide sulfurique.
Band 2: Industries chimiques: Le sucre – le papier – les papiers peints – les cuirs et les peaux – le caoutchouc et la gutta-percha – la teinture.
Band 3: Industries chimiques: L’eau – les boissons gazeuses – le blanchiment et le blanchissage – le phosphore et les allumettes chimiques – le froid artificiel – l’asphalte et le bitume.
Band 4: Industries agricoles et alimentaires: Pain et farines – fécules et pâtes alimentaires – lait, beurre et fromage – vin – cidre – bière – alcool et distillation – vinaigre – huiles – conserves alimentaires – café et thé.
Paris: Furne, Jouvet & Cie. Ed., o. J. [1871]

Die populärwissenschaftlichen Werke sind mit Holzstichen illustriert. Sie wurden mehrfach aufgelegt und nach dem Tod des Verfassers durch andere Autoren fortgeführt. Weil sich die Technik rasant weiter entwickelte, hat Figuier selbst noch zwei Suppléments-Bände folgen lassen: Les Nouvelles Conquêtes de La Science – Les Mystères de la Science. Aujourd'hui. Vgl. den Eintrag in der französ. Wikipédia [www]

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Otto Spamer’s Illustrirtes Konversations Lexikon für das Volk (1870 – 1882)

Illustrirtes Konversations-Lexikon. Vergleichendes Nachschlagebuch für den täglichen Gebrauch; Hausschatz für das Deutsche Volk und Orbis pictus für die studirende Jugend, Leipzig/Berlin: Spamer 1870-1882 [8 Bände].

Reich mit Holzstich-Illustrationen aus allen Gebieten (Städteansichten, Archtiektur, Landschaften ferner Länder, Portraits berühmter Personen, Tiere, Pflanzen, Anatomie, technisches Gerät, Rekonstruktionen antiker Denkmäler) versehen.

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Gustave Flaubert (1821 – 1880), »Dictionnaire des idées reçues« (»Sottisier«) Teilpubl. postum 1884

Flaubert, Oeuvres complètes, Paris: Seuil 1964; Tome 2 — Gustave Flaubert, Universalenzyklopädie der menschlichen Dummheit; hrsg., übers. und annot. von Hans-Horst Henschen, Frankfurt am Main: Eichborn 2004.

Es gibt mehrere Internetpublikationen: http://www.gutenberg.org/etext/14156 — http://membres.multimania.fr/gustaveflaubert/pagedegarde.htm — http://pagesperso-orange.fr/jb.guinot/pages/CadreIR.html

Kurze Einführung von Monika Schmitz-Emans [www]

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Brockhaus-Efron (1890 – 1906)

Энциклопедический Словарь Брокгауза и Ефрона, St. Petersburg: Brockhaus & Efron, 1890 – 1906.

Artikel in der deutschen Wikipedia [www] [der Artikel wird in der engl. Fassung April 2010 als "stub" bezeichnet]

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Samuel Couling (1859–1922) »Encyclopaedia Sinica« (1917)

Samuel Couling, The Encyclopaedia Sinica, London: Oxford University Press / Shanghai: Kelly and Walsh 1917. VIII + 633 S.

1860 hatte die English Baptist Missionary Society ihre zwischenzeitlich verbotene Arbeit in China wieder aufgenommen, Couling ging in dem Zusammenhang nach China. 1884 gründet Couling die Qingzhou Knabenschule in Shandong, wo er 26 Jahre lang bleiben sollte.

Digitalisiert von The Internet Archive [www]

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»Bol'schaja sowjetskaja enciklopedija« (1926ff.)

1. Ausgabe: Bol’sˇaja Sovetskaja Enciklopedija, hrsg. von der Aktionärsgesellschaft ›Sowjetische Enzyklopädie‹, ab 1930 Staatlicher Enzyklopädieverlag ›Sowjetische Enzyklopädie‹, später Staatliches Institut ›Sowjetische Enzyklopädie‹, 65 Bände, Moskau 1926–1947.

2.Ausgabe: Bol’sˇaja Sovetskaja Enciklopedija, hrsg. v. d. Staatlichen Akademie Moskau, 50 Bände plus ein Ergänzungsband, Moskau 1949–1958; 2 Reg.-Bde. 1960.

3.Ausgabe: Bol’sˇaja Sovetskaja Enciklopedija, Eigenverlag, A. M. Prochorow [Hrsg.] 30 Bände plus 1 Reg.-Bd., Moskau 1970–1977.

Vorwörter zu den drei Ausgaben in deutscher Übersetzung [PDF_File in neuem Fenster]

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Otto Basler, »Bildwörterbuch« (1935)

Der Große Duden. Bildwörterbuch der deutschen Sprache … hg. Otto Basler [1892 – 1975], Leipzig: Bibliographisches Institut 1935.

Mit 342 Tafeln in Strichätzung und 6 Farbentafeln; in der Nachfolge von Comenius’ »Orbis Pictus«

gibt es zum Typ dieser WBb SEKUNDAERLITERATUR ???

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Carl Barks (1901 – 2000), »Junior Woodchucks Guidebook« (1954)

Das Pfadfinder-Handbuch des Fähnlein Fieselschweif aus Entenhausen

1954 wird das Junior Woodchucks Guidebook = das Pfadfinder-Handbuch des Fähnlein Fieselschweif aus Entenhausen erstmals erwähnt, in dem sich Informationen zu praktisch allen Fragen des Lebens finden lassen.

Artikel in der Wikipedia [www]

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Für jüngere Enzyklopädien und hier nicht Gefundenes siehe:

Bibliotheca lexicorum. Kommentiertes Verzeichnis der Sammlung Otmar Seemann; eine Bibliographie der enzyklopädischen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart, unter besonderer Berücksichtigung der im deutschen Sprachraum ab dem Jahr 1500 gedruckten Werke, bearb. von Martin Peche. Hrsg. von Hugo Wetscherek, Wien: Inlibris, 2001.

Vergleiche die Bibliographie technologisch-ökonomischer Lexika von der Neuzeit bis zum Ende des 19. Jahrhunderts im Krünitz-Projekt [www].

Vgl. den Eintrag »Konversationslexikon« (zu Löbel / Brockhaus / Meyer / Herder / Pierer) in der deutschen Wikipedia.

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Enzyklopädien aus China und Japan

Rudolf G. Wagner und Marc Winter vom Virtual Jaspers Centre, University of Heidelberg:

Chinese Encyclopaedias before the 19th Century [www]

Chinese and Japanese encyclopaedic works from the late 19th to the early 20th century [www]

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