Bonmots und Badwords


           
    Prediger 1:17-19   Wo viel Weisheit ist, ist viel Verdruss, und wer Erkenntnis mehrt, mehrt Kummer.  
           
    Caspar Neumann. Vorrede zu:
Kern aller Gebethe, 1688
  Aus grossen Büchern macht man kleine, und aus kleinen wieder grosse.  
           
    Immanuel Kant über Pädgagogik,
Königsberg 1803, A 79; in:
Weischedel, Kant-Studien-Ausg.
VI, S. 731.
  Die unteren Kräfte haben für sich allein keinen Wert, z.B. ein Mensch, der viel Gedächtnis, aber keine Beurteilungskraft hat. Ein solcher ist dann ein lebendiges Lexikon. Auch solche Lastesel des Parnasses sind nötig, die, wenn sie gleich selbst nichts Gescheites leisten können, doch Materialien herbeischleppen, damit andere etwas Gutes daraus zu Stande bringen können.  
           
    Hugo von Sankt Viktor
(Ende 11. Jh. – 1141
»Didascalicon« VI,3 = PL 176,801A
  Omnia disce, videbis postea nihil esse superfluum.  
           
    Georg C. Lichtenberg
(1742–1799)
Sudelbücher, CI 196.
  Der allzu schnelle Zuwachs an Kenntnissen, der mit zu wenigem eigenem Zutun erhalten wird, ist nicht sehr fruchtbar, die Gelehrsamkeit kann auch ins Laub treiben ohne Früchte zu tragen. Man findet oft sehr seichte Köpfe, die zum Erstaunen viel wissen. Was man sich selbst erfinden muß, läßt im Verstand die Bahn zurück, die auch bei einer anderen Gelegenheit gebraucht werden kann.  
           
    Lichtenberg
Sudelbücher KII 236
  Jetzt sucht man überall Weisheit auszubreiten, wer weiß, ob es nicht in ein paar hundert Jahren Universitäten gibt, die alte Unwissenheit wieder herzustellen.  
           
    Novalis (Schriften, Bd.2, hg. R.Samuel 1965)   Eine gut geschriebne Encyclopaedie der Narrheiten des menschlichen Geschlechts würde vielleicht die nutzbarste seyn. Nur fürchte ich würde das Leben von hundert Gelehren nicht hinlänglich seyn sie nur etwas vollständig zu stande zu bringen.  
           
    Bert Brecht
»Darstellungen von Sätzen
in einer neuen Enzyklopädie«
  1. Wem nützt der Satz?
2. Wem zu nützen gibt er vor?
3. Zu was fordert er auf?
4. Welche Praxis entspricht ihm?
5. Was für Sätze hat er zur Folge? Welche Sätze stützen ihn?
6. In welcher Lage wird er gesprochen? Von wem?
 
           
    Denis Diderot
Artikel »Encyclopédie« in der
Encyclopédie, Band 5 (1755)
  [Le] caractère que doit avoir un bon dictionnaire: ce caractère est de changer la façon commune de penser.  
           
    Goethe, Dichtung und Wahrheit. Zweiter Theil
(Sophienausgabe I. Abtheilung, 27.Band, S. 39)
  Wißbegierde trieb mich weiter, ich gerieth in die Geschichte der alten Literatur und von da in einen Encyclopädismus, indem ich Gesners Isagoge und Morhofs Polyhistor durchlief, und mir dadurch einen allgemeinen Begriff erwarb, wie manches Wunderlich in Lehr’ und Leben schon mochte vorgekommen sein. Durch diesen anhaltenden und hastigen, Tag und Nacht fortgesetzten Fleiß verwirrte ich mich eher als ich mich bildete; ich verlor mich aber in ein noch größeres Labyrinth, als ich Baylen in meines Vaters Bibliothek fand und mich in denselben vertiefte.  
           
    Motto bei Pancoucke im »Dictionnaire Encyclopédique«   Felix qui potuit rerum cognoscere causas (Vergil, Georgica II, 490)  
           
   

»Der große Brockhaus«. Schwank in einem Aufzuge, 1902, als Manuskript gedruckt.

(Es handelt sich um ein Theaterstück, das zum 100jähringen Jubiläum des Brockhaus im Börsenverein aufgeführt wurde.)

  »Kinder, was ist der große Brockhaus doch für ein herrliches Buch,
sogar wenn man falsch aus ihm abschreibt, klingt's doch noch richtig.«
 
           
    Francis Bacon, Vorrede zur »Instauratio magna« (1620)   Universi structura instar labyrinthi: Der Bau des Weltalls erscheint seiner Struktur nach dem Menschengeist, der es betrachtet, wie ein Labyrinth, wo überall unsichere Wege, täuschende Ähnlichkeiten zwischen Dingen und Merkmalen, krumme und verwickelte Windungen und Verschlingungen der Eigenschaften sich zeigen.  
           
    Friedrich Nietzsche, »Unzeitgemässe Betrachtungen«
Erstes Stück, 1
  Wissen und Gelernthaben ist aber weder ein nothwendiges Mittel der Kultur, noch ein Zeichen derselben und verträgt sich nöthigenfalls auf das beste mit dem Gegensatze der Kultur, der Barbarei …  
           
    Goethe, »Die Vögel. Nach dem Aristophanes« (WA I, 17)   Hier sind die großen Lexica, die großen Krambuden der Literatur, wo jeder einzeln sein Bedürfniß pfennigweise nach dem Alphabet abholen kann!  
           
    Jacob Adelung, Anleitung zur musikalischen Gelahrtheit, 2. Auflage, Dresden / Leipzig 1783   Das Universal-Lexikon [Zedler], welches aus so vielen Folianten bestehet, daß ein Pferd fast volle Ladung dadurch erhält.  
           
    Johann Gottfried Herder, Journal meiner Reise im Jahr 1769   Frankreich: seine Epoche der Litteratur ist gemacht: das Jahrhundert Ludwichs vorbei; auch die Montesquieus, D’Alemberts, Voltaire’s, Roußeau sind vorbei […]. Der Geschmack an Encyklopädien, an Wörterbüchern, an Auszügen, an Geist der Schriften zeigt den Mangel an Originalwerken.  
           
    Novalis (Schriften, Bd.2, hg. R.Samuel 1965)   Zuweilen zum flüchtigen Nachschlagen ists gut. Aber nur für Gelehrte, die sich nichts Falsches gleich aufschwatzen lassen.  
           
    V. I. Lenin am 18. Januar 1918   Eine Handbibliothek und zwar zwei bis drei Schränke mit einer Enzyklopädie und neuesten Nachschlagewerken, insbesondere für die Gebiete Finanzen und Wirtschaft, ist zur Verfügung des Rates der Volkskommissare aus den Regierungsräumen in den Smolny zu überführen.  
           
    Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft J, 860   Rousseau hat glaube ich gesagt: ein Kind, das bloss seine Eltern kennt, kennt auch die nicht recht. Dieser Gedanke lässt sich (auf) viele andere Kenntnisse, ja auf alle anwenden, die nicht ganz reiner Natur sind: Wer nichts als Chemie versteht versteht auch die nicht recht.  
           
    Liselotte von der Pfalz an die Kurfürstin Spophie, Versailles, 29.Oktober 1705   Ich habe ein dictionaire de Bayle, das wird wohl derselbe sein, so E. L. kennen; hier dörfte er das buch nicht drucken lassen, so beweist, daß ein athée besser ist als ein idolatre.  
           
    Gustave Flaubert, »Le dictionnaire des idées reçues«   DIDEROT: Toujours suivi de d’Alembert.  
           
    Goethe, »Wahlverwandtschaften« (1808)   »Es ist schlimm genug«, rief Eduard, »daß man jetzt nichts mehr für sein ganzes Leben lernen kann. Unsre Vorfahren hielten sich an den Unterricht, den sie in ihrer Jugend empfangen; wir aber müssen jetzt alle fünf Jahre umlernen, wenn wir nicht ganz aus der Mode kommen wollen«.  
           
    Robert Musil, »Mann ohne Eigenschaften« (Frisé-Ausgabe S. 1258)   Der logisch-grammatische, wie eine Apotheke mit hundert Lädchen und Aufschriften ausgestattete Ordnungssinn ist ein Rest der mittelalterlichen […] Naturbetrachtung, deren großartige Logik nicht sowohl an den Erfahrungen, die man mit ihr gemacht hat, zuschanden geworden ist als vielmehr an denen die man ohne sie gemacht hat.  
           
   

Rainer Enskat
Grenzen und Grenzüberschreitungen, XIX. Dt. Kongress für Philosophie 2002, hg. W.Hogrebe, S.296.

  Die Wissensgesellschaft weiss nicht, was Wissen ist.  
           
    Johann Georg Walch, Philosophisches Lexicon, Darinnen die in allen Theilen der Philosophie fürkommenden Materien und Kunst-Wörter erkläret ... werden, Leipzig 1726, s.v. Polyhistorie   Die Polyhistorey ist eine Sache, darauf man sich nicht zu legen. Denn in allen Theilen der Gelehrsamkeit zeigt sich die Wahrheit in solcher Menge, und die Meditation, so dabey erfordert wird, ist so mühsam, daß in der That das menschliche Leben viel zu kurtz, als daß iemand in vielen Theilen der Gelehrsamkeit zugleich nur mäßige Gelehrsamkeit erlangen solte. Wer nun seine Kräffte und Arbeit in allzu vielen Dingen zerstreuet, der kan eben keine so grosse Geschicklichkeit in seiner Disciplin erlangen, folglich dem andern nicht so dienen, als wenn er sich mit allen Kräfften auf eine Sache geleget. Dahero wird man auch finden, daß die grösten Polyhistores in der Profeßion, darinnen sie stehen, der Welt eben keine so grosse Dienste leisten, sondern eben, weil sie Polyhistores sind, sich mit Allotrien beschäfftigen.  
           
    Verlagsinformation von Directmedia Publishing zur DVD-Ausgabe des Pierer
vgl. www.digento.de

  Um die fernen Schauplätze seiner Abenteuerromane möglichst realitätsgetreu schildern zu können, konsultierte Karl May vor allem ein Lexikon: den Pierer. Böse Zungen behaupten sogar, er habe wortwörtlich daraus abgeschrieben. Auch in Arno Schmidts Bibliothek stand das Lexikon.  
           
    Schiller, Brief an Goethe vom 7. Juli 1797   […] bin ich jetzt an mein Glockengießerlied gegangen und studire seit gestern in Krünitzens Encyklopädie, wo ich sehr viel profitire.  
           
    Arthur Schopenhauer (1788-1860), »Parerga und Paralipomena« (1851), § 293   Wie die Schichten der Erde die lebenden Wesen vergangener Epochen reihenweise aufbewahren; so bewahren die Bretter der Bibliotheken reihenweise die vergangenen Irrthümer und deren Darlegungen, welche, wie jene Ersteren, zu ihrer Zeit, sehr lebendig waren, jetzt aber starr und versteinert dastehn, wo nur noch der litterarische Paläontologe sie betrachtet.  
           
   

Ruth Slenczka (Hg.): Die ›Murren‹ des Hans Freiherr von Campenhausen – Erinnerungen, dicht wie ein Schneegestöber

II. Jugend 1919–1922, S.62 (www.bod.de)

  Meine Frau hat mir nachträglich gestanden, daß sie sich oft in einem Konversationslexikon ›präpariert‹ habe, um für die Unterhaltung mit mir ›passende‹ Themen zu finden.  
           
    Johann Amos Comenius: Didactica Magna – Große Didaktik
(1632 tschechisch; 1657 lateinisch) übersetzt und herausgegeben von Andreas Flitner, Stuttgart Klett 1992; 18. Kapitel ¶ 27.
  Das aus verschiedenen Sätzen und Meinungen der Autoren zusammengelesene Wissen ist den Bäumen ähnlich, die man bei ländlichen Richtfesten aufzustellen pflegt. Wenn ein solcher auch von verschiedenartigen Zweigen, Blüten und Früchten, ja sogar von Blumengirlanden und Kränzen geschmückt dasteht, so kann doch dies alles weder vermehren noch erhalten, da es nicht aus der eigenen Wurzel kommt, sondern nur äusserlich angehängt ist. Ein solcher Baum bringt keine Früchte, und das angeheftete Laubwerk fällt ab. Ein von Grund auf gelehrter Mann aber gleicht einem Baum mit eigener Wurzel …  
           
    Gustav Freytag (1816–1895), »Die verlorene Handschrift« (1864), Erster Theil, Erstes Buch, 4. Kap. Das alte Haus   »Ja, ja,« bestätigte Ilse, »wir haben auch eine Bekannte, welche eine gelehrte Frau ist. Wenn die Frau Oberamtmann Rollmaus uns des Sonntags besucht, so setzt sie sich auf dem Sopha zurecht und greift mit einem Gespräch den Vater an. Der Vater mag sich winden, wie er will, um ihr zu entgehen, sie weiß ihn fest zu halten, über Engländer und Tscherkessen, über Kometen und die Dichter. Aber die Kinder sind dahinter gekommen, daß sie ein Lexikon für Conversation hat, daraus nimmt sie Alles. Und wenn sich in einem Lande etwas ereignet oder die Zeitung von etwas Lärm macht, so liest sie im Lexikon darüber nach. Wir haben dasselbe Buch angeschafft, und wenn ihr Besuch bevorsteht, so wird überlegt, welcher Name gerade an der Zeit ist. Dann schlagen die Kinder vorher am Sonnabend Abend diese Sache auf und lesen vor, was nicht gar zu lang ist. Und auch der Vater hört zu und sieht auch wohl noch selbst in das Buch. Und am andern Tage haben die Kinder ihre Freude daran, wenn der Vater die Frau Oberamtmann mit ihrem eigenen Buche überwindet. Denn unser Buch ist neuer, ihres ist schon alt und die neuen Begebenheiten stehen nicht darin, von diesen weiß sie wenig.«  
           
    Joseph Meyer im Vorwort zur ersten Auflage seines Conversations-Lexicon (1839).   Der Aristokratie des Wissens freilich ist eine populäre Encyklopädie ein Dorn im Auge, und sie wird auch unserm Beginnen nicht hold seyn. ›Intellectuelle Gleichheit‹ liest sie auf unserm Panier, und in jedem Kämpfer für jene gewahrt sie einen Feind, der an ihrem Throne rüttelt, und ihr das Benefiz des Privilegiums zu entziehen trachtet. – So wollen auch Diejenigen unsere Bestrebungen nicht, welche in der unermeßlichen Entwicklung der Volks-Intelligenz und in allgemeiner Bildung nur neue Keime zu Revolutionen erblicken.  
           
    Nicolaus Hieronymus Gundling, Vollständige Historie der Gelahrtheit [hg. Chr. Aug. Heumann], Anderer Theil, Frankfurt/Leipzig 1734, S. 2963   Conradus Gesnerus war ein Schweizer. Die Schweitzer aber sind, gemeiniglich, sehr renommirt. Man solte es nicht dencken. Allein sie haben plumbum podicum, sitzen wacker, und suppliren also dasjenige, was ihnen sonst an der Geschwindigkeit ermangelt. Sie sind auch nicht ganz ohne Esprit.  
           
    Jacob Christoph Iselin, »Allgemeines Lexikon«, Vorwort (1726), Seite )o(   Die beyfügung neuer articuln hat ja in der that schier kein ende.  
           
    Gottfried Keller und Bayle?   Nach einer mündlichen Mitteilung von Gottfried Keller an Conrad Ferdinand Meyer wurde die »Kammmacher«-Novelle von der These Bayles im »Dictionnaire historique et critique« angeregt, ein Staat von lauter Gerechten könnte nicht bestehen. – Nach Hans Richter, G. Kellers frühe Novellen, 1960, S.144f. muss man eine Vermittlung über Feuerbachs Bayle-Buch (1848) annehmen.  
           
    Eine Mikro-Enzyklopädie im Alten Testament: »Weisheit« Kap. 7, Vers 17–21.   Denn ER gab mir sichere Erkenntnis dessen, was ist, sodass ich den Bau der Welt begreife und das Wirken der Elemente: Anfang, Ende und Mitte der Zeiten; wie die Tage zu- und abnehmen; wie die Jahreszeiten wechseln und wie das Jahr umläuft und wie die Sterne stehen; die Natur der Tiere und die Kraft der Raubtiere; die Macht der Geister und die Gedanken der Menschen; die Vielfalt der Pflanzen und die Kräfte der Wurzeln. So erkannte ich alles, was verborgen und was sichtbar ist ...  
           
    Christian Morgenstern, aus den »Galgenliedern«: Das Nasobem  

Auf seinen Nasen schreitet
einher das Nasobem,
von seinem Kind begleitet.
Es steht noch nicht im Brehm.

Es steht noch nicht im Meyer.
Und auch im Brockhaus nicht.
Es trat aus meiner Leyer
zum ersten Mal ans Licht.

Auf seinen Nasen schreitet
(wie schon gesagt) seitdem,
von seinem Kind begleitet,
einher das Nasobem.

 
           
    Dialog James Bond – Honey Rider in »James Bond 007 jagt Dr. No«   »Sie haben doch wohl irgendwo einmal eine Schule besucht?« – «Das brauchte ich nicht. Wir hatten ein großes Konversationslexikon. Ich hab mit acht bei A angefangen, und jetzt bin ich bei T. Ich wette, ich weiss eine Menge mehr als Sie …« (zitiert bei Rudi Schweikert: Das gewandelte Lexikon. Zu Karl Mays und Arno Schmidts produktivem Umgang mit Nachschlagewerken. Wiesenbach: Bangert & Metzler 2002)  
           
    Arthur Schopenhauer, »Parerga und Paralipomena«, 2. Band (1851), Kap. XXII, § 257   Wie die zahlreichste Bibliothek, wenn ungeordnet, nicht so viel Nutzen schafft, als eine sehr mäßige, aber wohlgeordnete; eben so ist die größte Menge von Kenntnissen, wenn nicht eigenes Denken sie durchgearbeitet hat, viel weniger werth, als eine weit geringere, die aber vielfältig durchdacht worden. Denn erst durch das allseitige Kombiniren Dessen, was man weiß, durch das Vergleichen jeder Wahrheit mit jeder andern, eignet man sein eigenes Wissen sich vollständig an und bekommt es in seine Gewalt. Durchdenken kann man nur was man weiß; daher man etwas lernen soll: aber man weiß auch nur was man durchdacht hat.  
           
    Robert Musil, »Der Mann ohne Eigenschaften« Kap. 100: General Stumm dringt in die Staatsbibliothek ein   »Herr General«, sagt er [der Bibliothekar], »Sie wollen wissen, wieso ich jedes Buch kenne? Das kann ich Ihnen nun allerdings sagen: Weil ich keines lese!«TEXT [www: The Musil Forum]  
           
    Günter Eich, »Kulka, Hilpert, Elefanten« (1968)   Hilperts Glaube an das Alphabet verhalf ihm zu der Entdeckung, daß auf die Erbsünde die Erbswurst folgt.  
           
    Johann Peter Eckermann, Gespräche mit Goethe (2.Ausg. 1837); Donnerstag Abend den 18. Januar 1827  

G.: »Ob wohl Byron bey Schillers Leben schon etwas publicirt hat?«
Ich [Eckermann] zweifelte, konnte es aber nicht mit Gewissheit sagen. Goethe nahm daher das Conversations-Lexicon und las den Artikel über Byron vor, wobey er nicht fehlen ließ, manche flüchtige Bemerkung einzuschalten. Es fand sich, daß Lord Byron vor 1807 nichts hatte drucken lassen, und daß also Schiller nichts von ihm gesehen.

 
           
    Haben Sie auch ein Wort für uns?   enzyklopaedie [affenschwanz] hotmail [dot] com  
           
   

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PM, letzte Änderung November 2012